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vonChristian Ihle 29.06.2015

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Rammstein ist die hässlichste Band der Erde, aber nicht gut hässlich wie GG Allin oder wie die Zähne von Shane McGowan, sondern mittelmäßig hässlich. Nichts stimmt bei Rammstein, es ist alles einfach wahnsinnig peinlich konstruiert, man schämt sich, Ohren zu haben, wenn man mal gezwungen ist, diesen Unsinn zu hören. Rammstein ist wie Gottlieb Wendehals, gecovert von Scooter.

Rammsteins Sänger ist Till Lindemann, und der sieht inzwischen auch aus wie HP Baxxter, die Scooter-Knalltüte, blondiertes Backpfeifengesicht, Schlupflider, aus jeder Pore quillt die Botschaft: „Bitte nicht nach Hause schicken.“ Kein Wunder, dass sie mit Heino auftreten, sich hinter ihm verstecken, so als müsse er ihnen Feuerschutz geben.

Mittelmaß entsteht immer dann, wenn man entweder einen Fehler gemacht hat und nichts mehr riskieren will, oder man sich von vornherein nichts traut, weil man sowieso keine Ahnung hat.

Die zwei größten Fehler in Bezug auf Rammstein sind einerseits der nicht nachvollziehbare Irrtum von David Lynch, ein paar Songs der Band in einem seiner Filme verwendet zu haben. Lynchs Kalkül war bekanntlich, damit die verklemmten Pickelfressen aus dem amerikanischen Bible Belt „abzuholen“. Und der andere Fehler war, dass Till Lindemann, der gelernter Korbflechter ist, nicht weiter Körbe geflochten hat, und also dieses ehrenvolle Handwerk nicht weiter ausübt, sondern mit dem Unheil des Mittelmaßes die Welt langweilt.

Lindemann hat jetzt zu allem Überfluss eine Platte mit einem anderen Clown namens Peter Tägtgren gemacht, der ist von einer lahmen Metalband namens Hypocrisy aus Schweden, der erwiesenermaßen langweiligsten und ängstlichsten Nation der Welt. Was dabei rausgekommen ist, kann man sich zusammenreimen: Korbflechter und Knäckebrotkopf, das Schimmligste aus zwei schimmligen Welten, rätselhaft, welche nasse Katze sie damit hinterm Ofen hervorlocken wollen.

Wenn es eine gerechte Welt gäbe, in der Werte wie Ideen, Ästhetik und Anstand noch etwas zählen, würden Lindemann und Tägtgren demütig eingestehen: Ja, wir haben einen Fehler gemacht, war nicht so gemeint, verzeiht, Leute, wir machen eine Rückholaktion für diese Scheiße und stopfen uns selbst mit nassem Stroh aus.“


(Tex Rubinowitz bei Spiegel Online)



Mit Dank an Benjamin Schlüer!


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kommentare

  • Entgegen vieler, die vor mir hier gepostet haben, danke guter Beitrag!

    Und an viele Kommentatoren: habt ihr euch mal überlegt, ob ihr euch nicht im Ton vergriffen habt?

    Untervögelter Schwachkopf mit Stroh im Hirn den man besser nie geboren hätte, so könnte man es zusammengefassten, das was gepostet wurde.

    Nett ist anders, im Gegensatz zu den Kommentaren hat er es nicht nötig persönlich auf der untersten Schiene verbal zuzuschlagen. Warum hat er diese Reaktion ausgelöst? Hat er genau den Punkt getroffen, der euch bewusst ist aber ihn nicht hören wollt?

  • Selten so einen Schrott gelesen, ich hab nichts gegen Kritik oder gegen Kritiker, vorausgesetzt sie ist fundiert und sachlich. Dies ist hier absolut nicht der Fall, entweder man mag seine Musik oder man mag sie eben nicht, ohne Künstler wie Lindemann würde es manchen Kritiker auf der Welt gar nicht geben, dann müssten die ihren Lebensunterhalt auch mit richtiger Arbeit verdienen.

    Dieser Text ist einfach nur billig und polemisch, der Autor ist wahrscheinlich einfach nur angesäuert weil der Musikantenstadl mit Andy Borg im Ersten bald abgesetzt wird oder er ist chronisch untervögelt, sucht es euch aus…

  • Bei diesen Kommentar von Herrn Rubinowitz(Witz)muss man sich fragen.Hat er Alsheimer,leidet er an Ideologischen Schwachsinn oder hat er einfach nur Stroh im Kopf.Wahrscheinlich alles auf einmal.
    Ich hoffe das ich diesen Namen nicht noch einmal irgendwo lesen muss.

  • leute, das ist eine SCHMÄHKRITIK. ergo muss da SCHMÄH drinne sein.
    also kein grund hier gleich zu hyperventilieren.

    grund sich wirklich aufzuregen, bietet eher der zwar musikalisch auf bombast setzende sound, aber textlich eher schwache auftritt.
    na ja, wer das bisher gemocht hat, wird auch das mögen und wer nicht,…

  • Diese Kritik ist viel zu emotional, deshalb unseriös. Sie schreiben wie ein wütender Teenager. Zudem hat jeder Mensch eine eigene Sicht bezüglich guter Ideen und Ästhetik (das Verbotene, der Tod sind auch ästetisch etc).

    Sie klingen so, als wären Sie frustriert und belastet.

    [Anger Management Coupon] Bitte schön! 🙂

  • Ach – wer ist dieser Ted? Nie von ihm gehört.
    OH-natürlich – das ist es ja. Er schmäht weil er neidisch ist, weil er kein Ruhm hat und nichts kann außer andere schlecht zu machen. Und denkt andere wollen wissen, was seine Meinung ist – typisch für einen egoistischen Nichtskönner.
    Ja – Millionen von Fans, Millionen von CD verkauft, weltweit jedes Konzert ausverkauft – all das beweist, daß Rammstein kein Fehler sein kann – daß die brillanten Texte von Till etwas in Leuten berührt, das verdeckt war und ins Licht gezogen wurde.
    Wahrscheinlich hat dieser Schreiber hier auch tiefe dunkle Gedanken und ist empört, daß Till ein Licht auf sie scheint.

  • Wer hat dich den gefragt? Und… wer bist du überhaupt? Und warum zur Hölle lässt der Spiegel dich den mittelmäßigsten Text der Welt schreiben? Naja haben sich wohl auch der Mittelmäßigkeit verschrieben.
    Sicher ist, dass es Eltern gibt die sich schämen… für Kinder die mittelmäßig Scheisse sind.

  • Ich weiß nicht, was schöner ist, die Kritik oder die Reaktionen darauf. Und ich dachte bislang immer, Depeche Mode-Fanboys seien am empfindlichsten…

  • Man fragt sich allen Ernstes, welchen Zweck diese „Kritik“ hat. Außerdem kann man das nicht als Kritik bezeichnen, sondern nur als wüste Verungimpflichung und nieveaulose Schimpftirade. Das hat nichts mit einer ernstzunehmenden Kritik zu tun.
    Das zeigt zum einen auf welchem Niveau Herr Rubinowitz agiert, was sich aber auch ziemlich deutlich in seinen eigenen Werken widerspiegelt. Der Herr nennt sich selbst unter anderem Künstler im Bereich Malerei. Seine Werke könnten übrigens auch durchaus von meinem 9 Monate alten Sohn stammen! Seine Schreiberei hier lässt sich ausmalen, welches Niveau seine „schriftstellerischen“ Auswüchse haben. Aber auch hier ist man ja heutzutage toleranter.
    Dennoch möchte ich ihnen empfehlen, Herr Rubinowitz, dass wenn Sie tatsächlich im Bereich „Kritiken“ Fuss fassen wollen, erst einmal einen entsprechenden Kurs zu belegen. Sowas wird meistens auch sehr günstig angeboten!

  • „der ist von einer lahmen Metalband namens Hypocrisy aus Schweden“ 😀 Schweden stimmt sogar. Allerfeinstes Clickbait.

  • Bei diesem Kommentar fragt man sich, welchen Zweck der Autor damit wirklich verfolgt. Hierbei handelt es sich nicht um eine ordentliche Kritik, so wie man es von einem seriösen Kritiker oder Journalisten gewöhnt ist, sondern eine völlig wüste und bodenlose Beschimpfung und Verungimpflichung.
    Herr Rubinowitz, ich rate IHNEN dringenst entweder sich einen neuen Job zu suchen und uns mit Ihren „Kritiken“ zu verschonen, oder aber noch einmal einen entsprechenden Kurs für eben jene zu belegen. Meines Wissens nach bietet die VHS solche Kurse sogar recht günstig an.
    Sicherlich ist Rammstein und Lindemann nicht jedermanns Geschmack, aber es wird auch niemand gezwungen die Musik zu hören/kaufen. Jedes Radio und jeder Fernseher hat Schalter zum Senderwechsel und niemand hält den Leuten im Plattenladen eine Pistole an den Kopf und zwingt ihn zum Kauf eben jenes Musikgutes.

  • Mensch, da ist aber einer sauer, weil seine Lieblingsinterpreten alle eine Chartplatzierung gefallen sind, sprich „Roadtrip-ins Chaos“ oder „K1 die Reportage und wie die anderen Flachhand-Gestikulatoren noch heißen.
    Schau in den Spiegel

  • Wenn er wenigstens begründen würde was nicht gut ist?
    Ich mag z. B. Helene Fischer auch nicht, begründe es dann aber, aber er saftet einfach nur scheiße ab.
    Ich bin echt gewillt zu sagen das seine Eltern besser verhütet hätten…

  • Lindemann ist in einer Woche auf Platz eins !!! Da wird dieser komische Bleistift Schreiber von Spiegel nie hinkommen. Rammstein und Till macht weiter so. Ihr seid spitze !!! 😱🎸💀

  • 😀 😀 😀 Ich kann nicht mehr vor lachen. Wieder einer dieser Neider, der in Anonymität und Bedeutungslosigkeit vor sich hin vegetiert und nichts besseres zu tun hat, als über die Leute die was aus ihrem Leben gemacht haben, inhaltslose Phrasen zu verfassen.

    Rubinowitz, du bist echt witzig 😀

  • @Mario
    Auch wenn die Kritik hier platte Polemik ist, da stimme ich dir zu, setzt sie mit der Bewertung des Aussehens der Band gar nicht falsch an. Rammstein sind nun mal eine Band, die sich erheblich über ihr Aussehen definiert. Das kann man nun natürlich positiv oder negativ sehen. Sonderlich tiefgreifend ist die Schmähkritik damit trotzdem nicht. Ein bisschen derbes Bashing darf eine derbe Band aber auch mal einstecken, nur der flache Rassismus hätte nicht sein müssen.

  • Rammstein ist wirklich sehr langweilig. Kein Grund für eine solche Wortwahl allerdings.

    Besonders bei Peter Tägtgren, der hier als „Clown“ geschmäht wird. Ein sehr guter Death-Metal Vocalist, auch im Songwriting sehr erfolgreich. Warum der nun ausgerechnet mit Lindemann zusammen arbeitet – keine Ahnung. Ganz andere Musikrichtungen, lese auch hier zum ersten Mal davon. Für Lindemann eine ziemliche Ehre.

    Ich vermute, der Autor hat ohnehin wenig Ahnung von der Stilrichtung, also ist das vermutlich verschwendete Zeit. Es wäre nett, wenn er denn Gegenbeispiele bringen würde, insbesondere im Fall Tägtgren (bei Lindemann/Rammstein ist es zu leicht) welche Bands/Musiker er in dem Genre denn „spannender“ findet.

  • Kann mich nicht entscheiden: soll diese „Kritik“ etwa ernst gemeint sein? Falls nicht, sind meine Anmerkungen irrelevant. Falls doch, wäre es schon ein wenig traurig, so etwas zu veröffentlichen. Ich bin ja weit entfernt davon, Rammstein-Fan zu sein, aber dieser Text

    – wirft den Musikern tatsächlich ihr Aussehen vor. Geht es noch primitiver?
    – ist beleidigend auf niedrigstem Niveau („Backpfeifengesicht“, „Pickelfressen“, „Clown“… ) und versucht auch noch, damit witzig zu sein.
    – wirft der Band die verschiedensten Dinge vor („peinlich“, „konstruiert“, „Mittelmaß“, „keine Ahnung“… ), ohne auch nur ein einziges Mal eine Begründung für die Einschätzung zu liefern. Stammtisch at its worst.

    Nun mag man ja der Meinung sein, Rammstein sei peinlich. Mit vernünftigen Argumenten unterfüttert, könnte man sich darüber ja sogar unterhalten. Mit einem solchen Artikel hat sich jedenfalls ausschließlich der Autor blamiert – über die Band sagt er nichts aus.

  • Sehr geehrter Herr rubinowitz,
    wie kann man nur so viel Scheißdreck in einem Text zusammenfügen und das auch noch auf die Öffentlichkeit loslassen. Jetzt mal ohne Mist, wenn Rammstein ne deinem Geschmack entspricht, dann such ne das Thema aus was du hasst du flachköpper.
    PS: EIGENTLICH SCHON NE SCHANDE SOLCHE LEUTE WIE DICH BEI SO EINER FIRMA ANGESTELLT ZU HABEN!!!

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