vonChristian Ihle 09.09.2025

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Ein 1985 erschienener Bernhard-Klassiker, der dessen Hauptcharakterstika vereint: endlose Wurmsätze, die besten Schimpftiraden der Literaturgeschichte und ein schwer greifbares, existentialistisches Fragen nach dem Sinn.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass es nicht gerade die Wutreden sind, die mich dann eben doch am meisten begeistern, aber es ist wohl vor allem der Kontext, in dem sie platziert sind, die sie so wuchtig werden lassen. Gerade wenn man Seite um Seite die um sich selbst drehenden Betrachtungen des Erzählers und die von ihm in indirekter Rede vorgetragenen Geschichten der anderen Figur des Buches liest und sich hoffnungslos verloren im Gewirr der Wörter und nicht enden wollenden Sätze sieht, doch plötzlich aus dem Erzähler eine herrliche Philippika gegen Heidegger, die Kirche, den Staat und das Burgenland herausbricht! Wie hier dem Buch alle Schwermut wegfliegt und im Schimpfen das Leben erst gelebt werden kann.

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