vonChristian Ihle 15.04.2026

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Big Thief sind zu einer der besten Folk-Rock-Bands dieser Jahre geworden. Live ist die Gleichzeitigkeit aus Singer/Songwriter-Liedern mit Neil-Young-Gitarren-Freakouts noch beeindruckender, spielt sich Bandleaderin Adrianne Lenker doch zuweilen in einen regelrechten Gitarren-Rausch.

Eine Band, die ihre No-Bullshit-Tightness auch durch ihr proberaum-esques Setup auf der großen Bühne der Columbiahalle verdeutlicht: kein Backdrop im Hintergrund, nur ein Teppich auf dem Boden, sehr eng nebeneinander stehende Mitglieder und quasi null Ansagen oder irgendwelche Konzessionen an einen wie auch immer gearteten Stadionrock. Da aber die Songs stark genug sind und die musikalischen Fertigkeiten wirklich für sich sprechen, vermeiden Big Thief dennoch jedes Authentizitätsgehubere, sondern nimmt man ihnen diese 1:1-Haftigkeit immer vollends ab.

Dass sie gleich acht (?) neue sowie drei Adrienne-Lenker-Solo-Songs spielen, mag ein wenig zu viel des Guten für ein in jeder Minute druckvolles Konzert sein, aber unterstreicht nur noch einmal, wie sehr im Jetzt sich diese Band befindet und sich jeder Selbstfeier verweigert.

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