vonSigrid Deitelhoff 01.08.2019

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

Mehr über diesen Blog

Wir stehen am Beckenrand. Stammgast A. auf Bahn 8, ich auf Bahn 7.  Zwischen uns die Wettkampfleine.

A. macht mich auf die jungen Männer auf ihrer Bahn aufmerksam:
„Schau mal, die sehen jetzt alle gleich aus. Einen Dreitage-Bart, kaum Haare auf dem Kopf oder einen Kurzhaarschnitt. Eine teure Trainingsuhr, auf die sie nach jeder Schwimm-Bahn schauen. Schwimmen ist bei den Jungmännern, insbesondere bei den Urban-Sports-Hipster, jetzt total angesagt.“

Ich: „Ja, ist mir auch schon aufgefallen.“

A.: „Schwimmkollegin T. hat die These aufgestellt, wenn es eine Pille gäbe, die einen Körper zu einem Schwimmkörper formen würde, wären all diese jungen Männer nicht im Prinzenbad. Die würden dann jeden Tag die Pille schlucken statt schwimmen zu gehen.“

Unter der Dusche fällt mir ein, dass vor kurzem schweizer Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Männerbärte sehr viel mehr Bazillen aufweisen als ein Hundefell. Wie gut, dass die Jungmänner im Prinzenbad in der Regel einen Kurzbart tragen.

Foto oben: ©Sigrid Deitelhoff
Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/prinzenbad/2019/08/01/schwimmen-mit-leinen-5/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.