Die meisten PrinzenbadlerInnen wissen es schon: Am 1. Mai werden die Prinzenbad-Tore geöffnet und wir können uns endlich wieder in die Fluten stürzen! Morgens ist es zwar momentan noch sehr frisch, aber unsere Eisschwimmerinnen wird das freuen. Es gibt sogar eine Prinzenbadlerin – nennen wir sie T. (die meisten Badegäste wissen natürlich, wer gemeint ist) – hat sogar bei den Eisschwimm-Meisterschaften in Finnland mitgemacht. Chapeau!
Vielleicht wird die Sektion der EisschwimmerInnen auch noch längere Zeit vergnüglich im kalten Wasser schwimmen können. Die Becken im Prinzenbad sollen aber auf 22 Grad beheizt werden, wobei höhere Temperaturen aber nur über die Solarabsorberanlage erreicht werden können, wenn die Sonne scheint. Hoffen wir WarmbadlerInnen das Beste.
Zeitgleich mit dem Prinzenbad öffnet das Strandbad Wannsee und das Sommerbad des Kombibads Seestraße. Aufgrund eines dreitägigen Stromausfalls im Strandbad Wannsee waren verschiedene Leitungen geborsten. Das Bad öffnet zwar, aber mit Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Toiletten und Duschen.
Neben den Abonnement-Mitgliedschaften wurde aufgrund der Vielzahl an Protest-Mails- und -Briefen in diesem Jahr wieder die Sommermehrfachkarte eingeführt. Sie sollte ursprünglich in dieser Saison abgeschafft werden.
Die Sommermehrfachkarte soll jetzt übrigens eine dauerhafte Maßnahme sein. Sie kostet bis zum 1. Mai 70 Euro für 20 Eintritte, danach 80 Euro. Badegast B.K. kommentierte, dass der Erwerb dieser Karte bis zum 1. Mai nur an den Kassen der Hallenbäder und danach erst online möglich ist. Ich habe auf der heutigen Pressekonferenz der Berliner Bäderbetriebe nachgefragt. Es ist wohl so, dass der Erwerb der Sommermehrfachkarte ausschließlich an den Kassen möglich ist (vor und nach dem 1. Mai).

Zur Sommersaison wird ein Farben-Leitsystem eingeführt. Die Signalfarbe Pink kennzeichnet den Expresseingang, damit die Badegäste mit vorab erworbenen Tickets ohne Anstehen an der Kasse ins Bad gelangen können. Die blau gekennzeichneten Wege führen über den Kasseneingang. Na ja, im Prinzenbad finden die Stammgäste den Express-Weg auch so, aber nicht alle sind VielschwimmerInnen… Die Maßnahme des Leitsystems verursacht laut Bäderbetriebe keine hohen Kosten…
Apropos Kosten: Die Berliner Bäderbetriebe nehmen über 600 Millionen Euro (Mittel aus dem Klimapaket) in die Hand, um in die Infrastrukur der Bäder, der energetische Sanierungen, Solarabsorber, neue Pumpen und Abdeckplanen für die Schwimmbecken zu investieren.
Projekte wie „Cool am Pool“ oder die Sportangebote im Freibad haben sich bewährt und werden auch in diesem Jahr wieder angeboten.
Weiterhin wird die Verlängerung der Sommersaison über die Sommerferien hinaus geprüft. Bedeutet also, dass wir eventuell auch nach dem 22. August im Prinzenbad schwimmen können. Ich hoffe, damit ist gemeint, dass wir, so wie in den vergangen Jahren auch noch im September (vielleicht sogar bis in den Oktober hinein) draussen schwimmen können.
Und: Erfreulicher Weise steht in diesem Jahr den Berliner Bädern genügend Personal zur Verfügung. Trotzdem öffnet die Mehrheit der Freibäder erst im Juni. Begründet wird diese Entscheidung damit, dass der Mai die niedrigsten Besucherzahlen des gesamten Sommers aufweist. Da es im Mai immer noch recht kühl ist, wären die Heizkosten sehr hoch.
Wann öffnet welches Sommerbad:
| Erster Tag | Badname |
| 01. Mai | Sommerbad Kreuzberg |
| 01. Mai | Sommerbad im Kombibad Seestraße |
| 01. Mai | Strandbad Wannsee |
| 01. Mai | Sportbad Britz (verpachtet, für die Öffentlichkeit gibt es Frühschwimmen) |
| 09. Mai | Sommerbad im Kombibad Gropiusstadt |
| 01. Juni* | Sommerbad Neukölln |
| 01. Juni* | Sommerbad Humboldthain |
| 01. Juni* | Sommerbad Am Insulaner |
| 01. Juni* | Sommerbad Pankow |
| 01. Juni | Kindersommerbad Monbijou |
| 01. Juni | Kindersommerbad Platsch |
| 01. Juni | Sommerbad Olympiastadion |
| 01. Juni | Sommerbad Staaken West |
| 01. Juni | Sommerbad Wilmersdorf |
| 01. Juni | Sommerbad Mariendorf |
| 01. Juni | Sommerbad Wuhlheide |
* – bei schönem Wetter ist auch eine Öffnung am Pfingstsonnabend möglich
Fotos: ©Sigrid Deitelhoff