Die Sportart „Titschern“ ist auch unter dem Namen „Stone Skimming“ bekannt. Es geht darum, einen flachen Stein so oft wie möglich auf der Wasserfläche auftitschen zu lassen, um so eine weite Strecke zurück zulegen. Manche von Euch kennen das Spiel vermutlich noch aus ihrer Kindheit. „Es wird aber auch aus allem und jedem eine Sportart gemacht“, sagt meine Kollegin, der ich davon erzähle.
Die Berliner Bäderbetriebe stellen dem Kreuzberger Verein THC Franziskaner FC zu Trainingszwecken ein Schwimmbecken zur Verfügung; trainiert wird jeweils montags, zunächst an fünf Terminen im Mai und Juni – immer nach Badeschluss ab 19:30 Uhr, wenn die letzten PrinzenbadlerInnen das Becken verlassen haben. Sensible Bereiche wie Rutsche, Geländer und der Wassersprudel-Pilz werden zum Schutz vor den Steinen mit Schutzmatten abgedeckt.
Genutzt wird dabei das Nichtschwimmerbecken, das mit 75 Metern Länge ideale Trainingsbedingungen bietet. Nach dem Training werden die Steine von den Vereinsmitgliedern wieder aufgesammelt. Das wollen wir auch hoffen! Nicht das der eine oder andere Stein übersehen wird und wir am nächsten Morgen auf so einen Stein ‚drauftreten. Dann titschern wir auch – aber laut. Falls das mal passiert: Schließt ganz schnell die Augen und stellt euch vor, dass ihr an einem Stein-Strand durchs Wasser watet. Wenn das nichts hilft: Es gibt ja immer noch Schwimm-Gummischuhe.
Der Verein THC Franziskaner FC hat für das Training einen Nutzungsvertrag mit den Berliner Bäderbetrieben unterschrieben. Förderungswürdige Organisationen erhalten die Wasserfläche in den Berliner Bädern kostenlos. Bei anderen Vereinen – wie den Stone-Skimmern – werden Gebühren fällig. Davon könnten dann die Schwimm-Gummischuhe angeschafft werden.