vonSchröder & Kalender 24.08.2011

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert heute nicht.
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Dienstag, den 16. August

Stefan Evers: »Wilmersdorf im Herzen, Berlin im Kopf«

Klaus-Dieter Gröhler: »Anpacken, Gestalten«

Klaus Wowereit: »Berlin verstehen«

Alexander Kaas Elias: »Lebenswert, liebenswert, Grün«

Die kann man alle wählen oder keinen!
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Mittwoch, den 17. August

Ohne Pausen durchgearbeitet, deshalb machen wir Abends einen Spaziergang über den Kurfürstendamm, dabei sehen wir uns die Buddy Bears an.
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Donnerstag, den 18. August

Barbaras Traum: Jörg und ich leben in einem Haus auf einem Berg mit Sicht über das Tal, ein Fluss schlängelt sich durch Wiesen. Die Sonne scheint, und Jan-Frederik Bandel sitzt mit uns auf der Terrasse, jeder über seinen Text gebeugt. Alle drei schreiben mit großen schwarzen Füllfederhaltern mit weiße Federn (wie Federkiele). Wir arbeiteten konzentriert, es ist still, plötzlich hören wir ein lautes Schnarchen, so laut, dass wir nicht weiter arbeiten konnten. Wir gehen zu einer Mauer aus Natursteinen und suchen die Gegend ab, um zu ermitteln, wo der Lärm herkommt. Unten auf einer Wiese sehen wir 40 braune Pferde, die auf der Seite liegen, in Reih und Glied, alle mit den Köpfen nach vorn und die Beine nach links ausgestreckt. Die Pferde schnarchen laut, und wir diskutieren, was wir dagegen tun können, plötzlich springen die 40 Pferde auf, traben zum Fluss und schwimmen davon.

Wir entdecken, dass unser Buch›Immer radikal, niemals konsequent‹ auf Platz 19 der Amazone-Liste für POP ist.
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Freitag, den 19. August

Auf dem Weg zum Einkaufen kam ich an einem älteren Paar nicht vorbei, die – beide mit Einkaufswagen versehen – den Gehweg voll beanspruchten und bewusst langsam gingen. Als ich endlich an ihnen vorbeiziehen konnte, sagte sie zu ihm, so laut, damit ich es auch ja mitbekomme: »Die Deutschen haben es immer eilig und gucken verkniffen nach unten! In Dänemark lächeln sich die Leute an! Ich komme gerade aus dem Urlaub, dort lächeln die Leute sich an.« Er echot: »Ja, typisch deutsch!« Ich versuche das Paar hinter mir zu lassen, spüre ihre stechenden Blicke in meinem Nacken und beschleunige. Ohne Erfolg, denn jetzt waren die beiden Bummler mir auf den Fersen und schimpften immer noch lauthals über »die Deutschen, die nie lächeln«.

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[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=yDDfBDaBVto&feature=related[/youtube]

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So, jetzt nehmen wir lächelnd Abschied vom Tagebuch eines Sommers, der keiner war.

(BK / JS)

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https://blogs.taz.de/schroederkalender/2011/08/24/immer_nur_laecheln/

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