vonSchröder & Kalender 21.03.2020

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Manche Menschen klagen über Langeweile, wir arbeiten so wie immer. Selbstverständlich bleiben wir zuhause und gehen nur zum Einkaufen raus. Aber letzte Woche war ich (BK) noch mit meinem Pflegehund im Volkspark spazieren. Seit dem 1. Januar gilt in Berlin die neue Hundeverordnung: Leinenpflicht für Hunde. »Und wer ohne Kotbeutel angetroffen wird, zahlt 35 Euro«, das erzählte mir ein Hundehalter. Ob die Leute vom Ordnungsamt gerade im Park unterwegs sind, war also ein wichtiges Thema und natürlich das Neueste über Corona.

Die Nachbarmädchen lieben unseren Hundebesuch. Wenn sie mich mit dem schwarzen Mops sehen, wollen sie sich unbedingt dem Spaziergang anschließen. Wir waren dann eine kleine Gruppe. Vorbei!

Deshalb haben wir gestern Abend, trotz der ernsten Situation, sehr gelacht, als wir von den raffinierten Venezianern lasen, die alles versuchen, um die Ausgangssperre zu überlisten. In Italien wird nämlich rigoros kontrolliert, wer wann auf die Straßen darf. Zu den Ausnahmen gehören Hundebesitzer, diese dürfen das Tier ausführen. Und wir lasen, dass sich Nachbarn nun den einzigen Hund eines Hauses ausgeliehen haben, um endlich einmal die Wohnung verlassen zu können. Nach dem zwölften Nachbarn verweigerte das erschöpfte Tier den Rundgang.

 


Ausruhen ist genauso schön. Foto: Barbara Kalender
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In Deutschland gilt ab Montag vermutlich eine Ausgangsbeschränkung für alle Bundesländer. Das wäre vernünftig – wie das Beispiel China zeigt.

Wir halten uns an das elfte Gebot und bleiben gelassen.

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BK / JS

 

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