vonSchröder & Kalender 14.06.2020

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in südwestlicher Richtung.
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Den ersten Nachruf brachte Carolin Wahnbaeck im Spiegel: »Mit dem MÄRZ Verlag verstörte und erneuerte er den Literaturbetrieb, veröffentlichte Erotik und Revolutionäres …« Und so geht es weiter …

 

Im BuchMarkt (dem Branchenmagazin für den Buchhandel) gedenken Kristine Listau und Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag) und Christian von Zittwitz (Herausgeber und Geschäftsführer des BuchMarkt) an den verstorbenen Freund Jörg Schröder.

Zitat Kristine Listau und Jörg Sundermeier: »Wir verdanken Jörg Schröder sehr viele Anregungen, lernten das „erweiterte Verlegertum“ lieben und verlieren mit ihm ein Vorbild und einen Freund.«

Zitat Christian von Zittwitz (Herausgeber und Geschäftsführer des BuchMarkt): »Ich kannte Jörg ja schon vor Gründung von BuchMarkt.«

 

Dann folgte Gerrit Bartels Nachruf im Tagesspiegel: »Wiege der Popliteratur, Hort kulturrevolutionärer Umtriebe«

Die dpa-Meldung erschien in der Badischen Zeitung, Berliner Zeitung, RBB, Gießener Allgemeinen, Kölner Stadtanzeiger, Frankenpost, t-online.de, Generalanzeiger Bonn, WDR, Rhein Zeitung, Stern,  Stuttgarter Zeitung u.v.a. Zitat: »Mit dem März Verlag mischte er vor 50 Jahren den Literaturbetrieb auf.«

 

Weiter Nachrufe folgten:

Neues Deutschland – Christian Y. Schmidt: »Wie man unabhängig bleibt … Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich Jörg Schröder noch persönlich kennenlernen durfte. Er und Barbara waren mir immer ein Beispiel dafür, dass man ein besseres Leben führt, wenn man sich nicht in den Kulturbetrieb begibt und hier sein Mäntelchen nach dem öden, immer in dieselbe blödsinnige Richtung blasenden Wind hängt, sondern unabhängig bleibt …«

 

Frankfurter Rundschau – Arno Widmann: »Schröder ist der geborene Erzähler. Einer, der nicht schreibt. Jetzt habe ich das falsche Tempus verwendet. Jörg Schröder starb am 13. Juni. Er gehörte zu den wenigen freien Menschen. Zu denen also, die immer radikal, aber niemals konsequent sind.

 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung –Der Nachruf von Tilman Spreckelsen ist leider nicht online: »Er erzählt nicht mehr … Seit 1965 arbeitete er für den Melzer Verlag, dem er Bestseller wie die deutsche Ausgabe der ›Geschichte der O.‹, aber auch die erste westdeutsche Ausgabe von Victor Klemperers ›L.T.I.‹ bescherte … Seit 1990 entstand das langlebigste Projekt des Autors. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Barbara Kalender vertrieb er in ›Schröder erzählt‹ eine schön gestaltete Edition für Subskribenten, die das enthält, was der Titel verspricht …«

 

Süddeutsche Zeitung – Willi Winkler: »Jörg Schröder gründete 1969 den März-Verlag, der Klassiker von Günter Amendt, Hermann Nitsch und Rosy Rosy herausbrachte.«

rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg): »Der gebürtige Berliner wurde vor allem bekannt als Gründer des März-Verlags …«

 

swr2 (Südwestrundfunk) – Carsten Otte: »Jörg Schröder hat die Verlagsgeschichte der Bundesrepublik verändert. Fast vierzig Jahre lang haben Kalender und Schröder zusammen Literaturgeschichte geschrieben, und es schwer vorstellbar, dass nun eine Hälfte dieses so umtriebigen Verlegerpaars fehlen wird.«

 

Deutschlandfunk: Das Foto zeigt Jörg Schröder auf der Buchmesse 2018.

 

 

Buchmesse 2018: Vivian Perkovic interviewte Jörg Schröder auf dem blauen Sofa.

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junge Welt – Peter Merg: »Mit dadaistischen Aktionen wie der Bismarc Media GmbH, gegründet um nichts zu produzieren, oder einer gefälschten BRD-Briefmarke anlässlich Lenins 100. Geburtages drehte man auch dem politischen System eine lange Nase.«

Jürgen Roths Nachruf in der jungen Welt ist leider nicht online. Headline: »Er hätte gelacht«

 

Die Welt: »Neben seiner Arbeit als Verleger war Schröder auch Buchgestalter und Schriftsteller. Er entwickelte mehrere Fernseh-Formate, unter anderem den Dokumentarfilm ›Die März Akte‹ …«

 

Die literarische Welt – Marc Reichwein: »Ein Buch, wie vom Zeitgeist lackiert … Die MÄRZ-Mischung aus Popliteratur, Pornografie und Gegenkultur hat Literaturgeschichte geschrieben …«

Die Zeit: »Bereits 1988 waren das März-Archiv und der literarische Vorlass ins Deutsche Literaturarchiv Marbach überführt worden.«

 

Sonja Schmidt zitiert Mathias Bröckers im taz hausblog: »Ihr wart Ende der Achtziger mit Desktop Publishing ganz vorn, schreibt doch jetzt auch ein Autorenblog für die taz.«

(Anmerkung: erster Blog am 22. Juni 2006, bis heute 1.413 Beiträge)

 

Das Ende des Sex – Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: »Auch aus sexualwissenschaftlicher und sexualpädagogischer Sicht ist er zu würdigen.«

Fixpoetry: »Der Bär flattert in westlicher Richtung.«

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BK

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