vonSchröder & Kalender 21.07.2020

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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»Seit Schwarze Musik als Phänomen ins Bewusstsein der Massen in Amerika und Europa getreten ist, hat es Weiße gegeben, die ihr eigenes Elend, ihre eigene Unterdrückung deutlicher und bewusster spürten, wenn sie diese Musik hörten, und sie, obwohl Ausdruck einer ihnen fremden Kultur, zugleich als Ausdruck auch ihres eigenen Widerstandes gegen Unterdrückung empfanden.« LeRoi Jones in seinem Nachwort.

 

LeRoi Jones: ›Schwarze Musik‹. Aus dem Amerikanischen von Marianne Dommermuth. Originaltitel: ›Black Music‹. Leinen, 236 Seiten. Umschlaggestaltung: Typographie von Jörg Schröder mit einem Foto, Fotograf unbekannt. März Verlag, Frankfurt a. M. 1970 (Die März-Ausgabe ist nur noch antiquarisch erhältlich.)

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›Black Music‹ enthält Essays, Besprechungen und Anmerkungen aus den Jahren 1959 bis 1967, im Rampenlicht der Harlemer Jazz-Clubs zeigt Jones bei Jam Sessions in aufschlussreichem Gesprächen in Appartements, bei der Probe unter »Eingeweihten« in einem Schuppen, heute weltbekannte Musiker wie John Coltrane, Ornette Coleman, Monk, Don Cherry.

›Krikus Service‹ schrieb über ›Schwarze Musik‹: »Jones hört zu und interviewt, das alles mit einer solchen Intensität und Emphase, mit einem unglaublichen Gespür für die echte Wendung der Umgangssprache, mit dem richtigen Feeling.«

LeRoi Jones, der sich heute Amiri Baraka nennt, ist in Deutschland als Exponent radikaler Afro-Amerikanischer Literatur bekanntgeworden, hat, seit er zu schreiben anfing, über Jazz berichtet. Seine Artikel fangen atmosphärisch die Veränderungen der Jazz-Szene ein.

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John Coltrane: I Want To Talk About You (Live at Birdland, 1963)

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Thelonious Monk: Blue Monk (Oslo, 1966)

 

(LJ / BK / JS)

 

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