vonFalk Madeja 12.09.2011

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Achmed Baâdoud, sozialdemokratischer Stadtteil-Vorsitzender in Amsterdam West, will Ex-Gefangenen in einem „Umerziehungslager“ auf „amerikanische Art und Weise“ Disziplin und Ordnung beibringen. Der Sozialdemokrat, selbst ursprünglich aus Marokko, will somit die in seinem Stadtteil als verrufen geltenden Problem-Jugendlichen aus Nordafrika wieder auf das richtige Gleis bringen.  
Er hat in Nieuw-West ein leerstehendes Bürogebäude gefunden, in das die Kandidaten eingesperrt und von – wie in US-Filmen zu sehen –  herumschreienden Unteroffiziers-Typen solange genervt werden, bis sie sich wie gewünscht verhalten.

Diese Woche will er seinen Plan dem Ministerium für Sicherheit und Justiz sowie der Gemeinde Amsterdam vorstellen. Ihm ist Beifall aus einem gewissen politischen Lager sicher – Geert Wilders hatte ähnliches vorgeschlagen (der wollte ganze Familien von Kriminellen in einer Art Sippenhaft internieren) – aber ob er in seinem eigenen Partei auf viel Zustimmung trifft? Wir werden ja sehen.

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