Zeitungskrise: “Notopfer” Frankfurter Rundschau

Es ist schon eine Weile her, aber wenn es um die Existenz geht, vergessen auch kurzlebige Tagesmedien nichts. Im Dezember 1980 war es, dass die “taz” von den permanenten Finanzproblemen ihrer Anfänge derart getroffen wurde, dass sogar das Geld für die “Sandino Dröhnung” – den politisch korrekten Nicaragua-Kaffee in der Redaktion – ausgegangen war. Doch kaum war diese Nachricht an die Öffentlichkeit gedrungen erreichte uns aus Frankfurt ein großes Paket – gefüllt mit 12 Pfund “Jacobs Krönung” und einer “spontanen Mitleidsbekundung” der “Frankfurter Rundschau”:

Heute haben wir dieses Paket als “Notopfer” Frankfurter Rundschau retourniert: mit 12 Päckchen tazpresso (sowie Bio-Gummibärchen und Schokolade für die Technik). In der Hoffnung damit – wenn schon nicht die Zeitungskrise – so doch zumindest eine drohende Kaffeekrise bei der FR zu verhindern. Und mit dieser ökologischen und fair-gehandelten Stimulanz für den nötigen Koffeinschub zur weiteren Produktion einer guten Zeitung und zur Überwindung sämtlicher Insolvenzprobleme beizutragen.

Update: Das Care-Paket ist bei der FR angekommen und die Freude ist groß

Kommentare (9)

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  1. Die damalige TAZ-Redaktion mitsamt den gelibten Säzzern existiert heute auch nicht mehr. Leider
    Sonst wäre die TAZ ja heute noch lesenswert.

  2. C.U. Rios, das frage ich mich auch! Auf taz.de steht die peinliche “Klarstellung” aber noch:
    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2012/11/16/a0125

  3. Eigentlich kann ich Euch verstehen, aber andererseits wird die damalige Redaktion der FR größtenteils schon in Rente sein, oder sogar diese Welt schon verlassen haben.

  4. Die FR eine “gute Zeitung”? Das ist sie leider schon lange nicht mehr.

  5. dumme Retourkutsche. Nach 32 Jahren?
    Hackt’s noch?
    Stimmt: der peinliche Mea-Culpa-Beitrag von Deniz Yücel ist noch viel übler und sollte drin bleiben. Als stete Warnung.

  6. Wenig interessanter Beitrag.

    Viel interessanter wäre zu wissen:
    Wo ist der Mea-Culpa-Beitrag von Deniz Yücel geblieben?
    Einfach weggelöscht, wie kommt’s? Zu peinlich?

  7. Sehr schöne Aktion. Aber wieso mochten die Säzzer damals keine weiße Schokolade mehr ???

    • Die allgemein beliebtesten tazler der ersten Stunde waren die SäzzerInnen, weil sie sich die Freiheit nahmen, die Artikel und Kommentare der hochmögenden Redakeure mit ihren Bemerkungen (” Uaaah, was für ein Gesülze !” d.S.) zu verschönern. Dafür wurden sie von den Lesern öfter mit Süßigkeits-Sendungen bedacht und liessen auch diese nicht unkommentiert – z.B. mit dem Hinweis nicht so viel weiße Schokolade, sondern lieber Gummibärchen zu schicken.