Die Einnahmen und Ausgaben der taz

Im Jahr 2012 hat die taz 26,16 Millionen Euro eingenommen. Die alles entscheidende Einnahmequelle sind die Abos der gedruckten Ausgabe: 17,9 Millionen Euro kamen so in unsere Kassen, das entspricht zwei Dritteln der Gesamteinnahmen. Hinzu kamen noch die Verkäufe der gedruckten Ausgabe am Kiosk (2 Millionen), die Le Monde diplomatique inklusive Atlanten und Editionen (1,1 Millionen), das digitale Abo (500.000 Euro) und der Verkauf von Artikeln an Datenbanken wie Factiva (300.000 Euro). In der Grafik habe ich dies alles unter „Journalistische Inhalte“ zusammengefasst:

 

 

Unsere Anzeigeneinnahmen bleiben stabil bei 2,5 Millionen Euro und damit bei knapp 10 Prozent der Gesamteinnahmen (darunter lagen die Einnahmen für Online-Werbung auf taz.de bei 300.000 Euro). Mit dem taz-Shop nahmen wir 800.000 Euro ein, mit dem taz-Café 300.000 Euro. Die sonstigen Erlöse beinhalten zum Beispiel Zinserträge, Versicherungsentschädigungen oder Investitionszulagen.

 

 

Der größte Punkt bei den Ausgaben sind unsere Mitarbeiter (11,4 Millionen). Danach folgen Druck (4 Millionen) und Vertrieb der gedruckten Ausgaben mit Zustellern und der Post (5,8 Millionen). Mit 1,7 Millionen Euro haben wir Werbung für die taz gemacht. Für den Einkauf der Produkte für den taz-Shop gaben wir 600.000 Euro aus, für das taz-Café 160.000 Euro. Die sonstigen Ausgaben lagen bei 3,1 Millionen Euro, darunter waren die größten Posten Mieten (620.000 Euro), Abschreibungen (690.000 Euro), Reisekosten (230.000 Euro) sowie Reparaturen/Instandhaltung (200.000 Euro), zu den kleineren Posten zählen Porto, Bürobedarf, Zeitungen, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und Gerichtskosten, Telefon oder Versicherungen.

 

Unter dem Strich lagen die Ausgaben bei 26,78 Millionen Euro, somit ergibt sich ein Verlust von 616.000 Euro. Im vorangegangenen Jahr 2011 hatte die taz noch einen Gewinn von 290.000 Euro gemacht. Welche wichtigen Veränderungen hat es in diesem Jahr gegeben, die dazu führten, dass das Ergebnis um 900.000 Euro schlechter liegt?

 

– 550.000 Euro mehr Ausgaben für Mitarbeiter. Die taz hat zusätzliche Stellen geschaffen, die Gehälter um 2,5 Prozent erhöht und den freien Mitarbeitern 2,2 Prozent mehr Honorare gegeben. Die Ausgaben stiegen dadurch von 10,83 Millionen auf 11,38 Millionen Euro.

 

– 150.000 Euro mehr Ausgaben für Mieten: Mehr Mitarbeiter brauchen auch mehr Platz, daher haben wir zusätzliche Räume angemietet. Die Raumkosten stiegen dadurch von 471.000 auf 621.000 Euro.

 

– 300.000 Euro mehr Ausgaben für Werbung (von 1.443.000 Euro auf 1.743.000 Euro)

 

– 243.000 Euro weniger Einnahmen aus Zeitungsabos (von 18.162.000 Euro auf 17.918.000 Euro)

 

– 180.000 Euro weniger Einnahmen aus Zeitungsverkäufen am Kiosk (von 2.144.000 Euro auf 1.961.000 Euro)

 

– 186.000 Euro weniger Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltungen (von 384.000 auf 199.000 Euro)

 

– 150.000 Euro mehr Einnahmen durch die Atlanten und Editionen der Le Monde diplomatique (von 557.000 auf 702.000 Euro)

 

– 136.000 Euro mehr Einnahmen aus dem digitalen Abo (von 347.000 auf 482.000 Euro).

 

– 117.000 Euro mehr Einnahmen durch Verkäufe im taz-Shop (von 693.000 auf 810.000 Euro)

 

Diese und noch viele weitere Zahlen gibt es in der aktuellen Mitgliederinformation für taz-Genossen auf Seite 13.

 

Siehe auch: Zeitungen im Strukturwandel

 

Kommentare (3)

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  1. Pingback: Was leistet die taz für das Gemeinwohl? | taz Hausblog

  2. Hut ab für so viel Offenheit! Finde ich nachahmenswert. Wir sind bei unseren Leserinnen und Lesern mit solchen Infos auch immer wieder printig präsent – online hinken wir da noch hinterher… Schade trotzdem, dass die taz nicht andere Wege findet, ihre Redakteurinnen und Redakteure besser zu bezahlen. Tarifgehälter stehen einer Zeitung mit diesem Niveau und dieser inhaltlichen Ausrichtung eigentlich an. Publik-Forum schafft es jedenfalls. Gott sei Dank! Kollegiale Grüße! Britta Baas

  3. Pingback: Die niedrigen Gehälter der taz | taz Hausblog