Archive for November, 2007

28.11.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (217)

von Helmut Höge

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Weil die Autos ständig beim Einparken seine Rabatten verwüsteten stellte der Hausmeister dieses Gebäudes mit Laden in Bischofsheim einen handgeschnitzten Riesenoller davor. Nun ist es besser, aber ständig fragen ihn die Einparker, wen die Gesichter auf dem Poller darstellen würden. Er antwortet je nach Laune: Meinen Vater, den Landrat, den Bischof, Mussolini, Hindenburg, Hermann der Cherusker… (Photo: Antonia Herrscher)

28.11.2007 von Helmut Höge
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Bürgerinitiativ-Nachrichten

von Helmut Höge

Bürgerinitiative Keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen

post@opalsonicht.de

Offener Brief

An den Minister für

Infrastruktur und Raumordnung

des Landes Brandenburg

Reinhold Dellmann

und

An die Staatssekretärin des

Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung

des Landes Brandenburg

Dorette König

Henning-von-Tresckow-Str. 2-8

14467 Potsdam

Betreff: Das schwebende Raumordnungsverfahren zu der von der Wingas Gmbh beantragten Erdgastransportleitung OPAL, Abschnitt Brandenburg Süd, und einer Gasdruckerhöhungsanlage („Erdgasverdichterstation“) bei Groß-Köris/Naturpark Dahme-Heideseen.

Sehr geehrte Frau König, sehr geehrter Herr Dellmann !

In großer Sorge wenden wir uns an Sie mit der Bitte um Prüfung einer Angelegenheit, die das Wohl einer ganzen Region des Landes Brandenburg angeht.

Vier Gründe haben uns bewogen, den ungewöhnlichen Weg zu gehen und uns nach Ausschöpfung aller im Raumordnungsverfahren vorgesehenen Möglichkeiten mit diesem offenen Brief direkt an Sie zu wenden:

die dramatische Dimension der inweiter lesen

23.11.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (216)

von Helmut Höge

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Hier eröffnen der Bundespräsident und einer weitere

Wichtigwichtig-Politikerin in Sibirien einen German

“Walk of Fame” – mit deutschen Pollern, genauer

gesagt: Pilonen. Das ist doch mal eine gute Bildnachricht.

Zumal die Russen/Sibirjaken drumherum – wie man sieht

- alle ganz begeistert davon sind! (Photos: Peter Grosse).

23.11.2007 von Helmut Höge
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Sibirien

von Helmut Höge

Die Redaktion der Zeitschrift “Osteuropa” hat gerade eine ebenso dicke wie wunderbare Ausgabe (6/07) über Warlam Schalamow, Kolyma, Gulag und Sibirien zusammengestellt. Ich war vor einiger Zeit auf einer Veranstaltung der Moskauer Gruppe “Memorial” zum ähnlichen Thema – nämlich über die Texte von Gulag-Häftlingen über ihre Lagererfahrungen:

“Es gibt nur etwa 4.000 Texte”

Die Gulag-Kanonen, das sind natürlich immer noch Jewgenia Ginsburg, Alexander Solschenizyn und Warlam Schalamow. Am 7. November, dem Tag der Oktoberrevolution, fand im Berliner Zentrum für Literaturforschung eine Diskussion über “Gulag und Gedächtnis” statt. Das Moskauer Zentrum für Oral History hatte dazu die “Memorial”-Mitarbeiterin Irina Scherbakowa abgesandt, die jetzt auch mit einem Beitrag im oben erwähnten Osteuropa-Band vertreten ist.

Wiewohl es kaum ein Land auf der Welt ohne Gulag-Literatur gibt, weil die Arbeitslager wirklich international bemannt waren, konzentrierte die Referentin sich auf die sowjetische Gedächtnisliteratur. Was sich damit rechtfertigen lässt, dass diese Gulag-Memoiren das höchste Niveau… weiter lesen

21.11.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (215)

von Helmut Höge

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Hier versucht sich der Sohn des Hausmeisters an einem Poller-Slalom (Photo: Peter Grosse)

21.11.2007 von Helmut Höge
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Einige Türken-Porträts

von Helmut Höge

1. Herr Karasahin ist Rentner, die meiste Zeit des Jahres lebt er in Istanbul, in einer Wohnung mit Garten am Bosporus oder in seinem Sommerhäuschen in Antalya. Feti Karasahin wurde 1942 in einem Dorf in der Osttürkei geboren. Bereits als Kind musste er schwer arbeiten. 1960 bekam er Arbeit auf einer Baustelle, danach musste er zum Militär. 1966 stellte er sich in Istanbul einer deutschen Musterkommission, um sich als Gastarbeiter in der BRD zu verdingen.  Auf dem Frankfurter Flughafen begrüßte man ihn mit Blumen. Seine erste Arbeitsstelle bekam er bei einer hessischen Baufirma. 1968 kam er nach Westberlin, wo er nach drei Monaten eine Wohnung in Kreuzberg fand. Sie war stark heruntergekommen, stank und hatte eine Außentoilette, außerdem wohnte im vorderen Zimmer noch eine zuckerkranke alte Frau aus der DDR.  Herr Karasahin renovierte die Zimmer zusammen mit seinem Bruder. Der wegen der neuen türkischen Mieter verängstigten Nachbarin erklärte er: “Ich… weiter lesen

20.11.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (214)

von Helmut Höge

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Der Photograph Peter Grosse hat dieses Bild ohne nähere Ortsangabe “protected poller” genannt, passender wäre “overprotected” gewesen. Es zeigt jedenfalls sehr schön, dass nicht nur seltene Tiere und Pflanzen in der Stadt eine neue Heimat gefunden haben, wo sie Schutz genießen. Diesen läßt man sogar leblosen Schutzpfählen (Poller und Pilonen) angedeihen.

20.11.2007 von Helmut Höge
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Theodor Lessings Tiere, Blumen und Steine

von Helmut Höge

Ich habe mit der etwas zu “robust” organisierten Blog-Suchfunktion den Text über Theodor Lessing und seine zwei Bücher über Tiere, Blumen und Steine nicht gefunden, obwohl ich dachte, ich hätte ihn schon längst in den blog gestellt. Dort wollte ich dann einen weiteren Text anhängen über Steine aus der Wüste Gobi. Dazu hatte ich mir ein geologisches Lehrbuch gekauft und ein Gespräch mit einem der Geologen des Naturkundemuseums vereinbart, aber das Interview mit ihm kam nicht über einen Grundlagenkurs in Geowissenschaft hinaus und ein zweites Gespräch kam noch nicht wieder zustande. Meine Gobi-Steine liegen seitdem noch immer bei ihm im Büro unterm Dienstschrank.

Hier deswegen erst einmal nur der Text über Theodor Lessings wieder neuaufgelegte Bücher:

“Ich vermöchte kaum zu sagen, wie viele Freuden ich den weißen Mäusen verdanke,” so beginnt ein Kapitel des Buches “Meine Tiere” von Theodor Lessing. Der 1933 von den Nationalsozialisten in seinem tschechischen Exil ermordete… weiter lesen

13.11.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (213)

von Helmut Höge

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Straßenschild in Remels, Ostfriesland (Photo: Peter Grosse)

13.11.2007 von Helmut Höge
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Pornographie & Prostitution

von Helmut Höge

1. Pornfilmfestival und PorNo-Impotenz

“Pornographie ist die letzte große Illusion der Teilhabe der unnützen Menschen am System,” meint Georg Seeßlen und sie ist natürlich nur eine besondere Form von Prostitution. Während die Prostitution allgemein wird ( “Wir müssen alle lernen, uns besser zu verkaufen”) wurde aus der Pornographie inzwischen eine ganze Industrie. Dabei fing alles so harmlos an: Mit der Sechzigerjahre-Parole “Sex & Drugs & Rock n’ Roll” – und den Pornofilmfestivals von Germaine Greer und Jim Haynes in Amsterdam – “Wet Dream Festival” genannt sowie mit ihrer Zeitschrift “Suck”. Dann kam der März-Verlag mit seiner “Olympia-Press” und seinen kleinen Pornofilmen, in denen u.a. Gudrun Ensslin mitvögelte. Aus diesen spielerischen Anfängen hat sich inzwischen ein derartiges Bigbusiness  entwickelt, dass in Berlin einige Filmaktivisten 2006 erneut ein kleines “Pornfilmfestival” veranstalteten. Das diesjährige wurde von einigen großen Pornofilm-Konzernen gesponsort – so etwas gab es zu Zeiten des Amsterdamer Festivals noch nicht und… weiter lesen