Archive for Januar, 2010

24.01.2010 von Gerhard Dilger
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Hasta la vista, René Higuita!

von Gerhard Dilger

René “el Loco” Higuita, 43, Kolumbiens berühmtester Torwart aller Zeiten, lädt heute in Medellín zum Abschiedsspiel. Hier die markantesten Szenen seiner bewegten Karriere:

Wembley 1995:

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WM Italien 1990 – und mehr:

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23.01.2010 von Benjamin Kiersch
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Viel Erfolg, Evo!

von Benjamin Kiersch

Die Regierung hatte vorgesorgt, dass die Feierlichkeiten zur zweiten Amtseinführung von Evo Morales ein Volksfest werden würde: Zwei Tage vor dem Staatsakt wurde der 22. Januar als „Geburtstag des plurinationalen Staats“ per Dekret zum nationalen Feiertag erklärt, und allen Arbeitern und Angestellten wurde freigestellt, am 21. Januar zum Festakt nach Tihuanaco zu fahren, wo Evo Morales nach Tradition der Aymara zum Apu Mallku, dem „geistlichen Oberhaupt“ des sekulären Bolivien gekürt wurde.

Gestern legte Morales, der im Dezember mit 64 Prozent wiedergewählt worden war,  in einer zweistündigen Rede vor dem Parlament Rechenschaft über seine erste Amtszeit ab. Dabei stellte er die Erfolge seiner Regierung heraus, die er als „das beste Kabinett aller Zeiten“ bezeichnete: die Demokratisierung des Landes, die Integration der ländlichen Bevölkerung und Indígenas in politische Entscheidungsprozesse, den Ausbau des Gesundheitssystems, vor allem in ländlichen Gebieten, die Konsolidierung der Staatsfinanzen durch Verstaatlichung… weiter lesen

23.01.2010 von Gerhard Dilger
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Evo lässt feiern

von Gerhard Dilger

Aus Tiwanaku im bolivianischen Andenhochland schickt uns Florian Kopp Bilder von der – nach 2006 – zweiten “indigenen” Amtseinführung von Evo Morales.

© www.florian-kopp.de

23.01.2010 von Claudius Prößer
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Warum?

von Claudius Prößer
Auch eine Woche nach dem knappen, aber eindeutigen Wahlsieg von Sebastián Piñera empfiehlt sich noch die Lektüre der Analyse von José Natanson in der argentinischen Página/12 (der einzige grobe Schnitzer im Text, den auch in der Online-Ausgabe niemand korrigiert hat, ist der falsche Vorname Piñeras gleich im ersten Satz).

Natanson listet auf, was der Verlierer, die Concertación, in den vergangenen 20 jahren ihrer Regierungen geleistet hat – und die Bilanz fällt trotz und alledem positiv aus: Die Regierungen Aylwin, Frei, Lagos und Bachelet haben nicht bloß für anhaltendes Wachstum gesorgt, die Inflation klein gehalten und jede Menge Handelsabkommen abgeschlossen, sie haben auch die Armut signifikant verringern können. Die extreme Armut liegt heute knapp über drei Prozent (was kein anderes Land in der Region schafft), und, wie Natanson zu Recht feststellt, es gibt zwei Jahrzehnte nach Pinochet praktisch keine Elendsviertel mehr in Chile.

Auch auf den meisten… weiter lesen

17.01.2010 von Knut Henkel
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Neuerliche Eiszeit über der Straße von Florida

von Knut Henkel

Kuba hat den USA das Überfliegen des kubanischen Luftraums gewährt, damit schneller und effektiver Hilfe nach Haiti gebracht werden kann. Eine humanitäre Geste Havannas, denn das Verhältnis zwischen Havanna und Washington ist alles andere als entspannt. … weiter lesen

15.01.2010 von Gerhard Dilger
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Online-Protest: Bitte lassen Sie das Erdöl im Boden, Herr Präsident!

von Gerhard Dilger

Präsidentenamt der Republik, Herrn Rafael Correa, Präsident: rafael.correa@presidencia.gov.ec

Kopie an:
Verfassungsgericht, Herrn Patricio Pazmino, Präsident: ppazmino@cce.gov.ec

Nationalversammlung, Herrn Fernando Cordero, Präsident der Parlamentarischen Versammlung: fernando.cordero@asambleanacional.gov.ec

Nationalversammlung, Ausschuss für biologische Vielfalt und natürliche Ressourcen: comision6@asambleanacional.gov.ec

15. Januar 2010

Sehr geehrter Herr Präsident Correa,

ich begrüße die Initiative der ecuadorianischen Regierung zur Nichtförderung der Erdölvorkommen im Yasuni-ITT-Gebiet sehr. Mit diesem weltweit einzigartigen Schritt hat Ihr Land international ein Hoffnungszeichen auf ein Umdenken im Umgang mit der Natur und den Ressourcen gesetzt.

Um so bestürzter bin ich nun zu hören, dass Sie öffentlich gedroht haben, die Yasuni-ITT-Initiative scheitern zu lassen und im Juni mit der Ausbeutung des Schweröls im Regenwald beginnen zu wollen. Das wäre meiner Meinung nach ein schwerer Fehler, und Sie würden damit eine einmalige Chance zerstören. Zahlreiche Regierungen und Organisationen haben bereits ihre Unterstützung für die Initiative zugesagt.

Im Januar sollte nochweiter lesen

14.01.2010 von Gerhard Dilger
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Eduardo Galeano über Haiti

von Gerhard Dilger

Die apokalyptischen Bilder aus Haiti verdecken eines: Der westliche Teil der Insel Hispaniola war nicht immer ein “Katastrophenland”.

Der weiße Fluch

von Eduardo Galeano

Am ersten Tag diesen Jahres wurde die Freiheit 200 Jahre alt. Keiner hat es bemerkt, oder beinahe keiner. Einige Tage später bekam Haiti, das Geburtstagskind, ein wenig Platz in den Medien. Nicht aufgrund des Jahrestages der universellen Freiheit, sondern wegen eines Blutbads, das schließlich zum Sturz des Präsidenten Aristide führte.

Haiti war das erste Land, in dem die Sklaverei abgeschafft wurde. Allerdings schreiben die bekanntesten Enzyklopädien und die meisten Lehrtexte England diese historische Ehre zu. Es stimmt, dass das Weltreich, das zuvor Weltmeister im Sklavenhandel war, eines Tages die Meinung änderte; doch die Abschaffung durch die Briten geschah 1807, drei Jahre nach der Haitianischen Revolution, und sie war so wenig überzeugend, dass England 1832 die Sklaverei noch einmal verbieten musste.

Die Negierung Haitis ist nichts… weiter lesen

12.01.2010 von Gerhard Dilger
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Lula hebt ab

von Gerhard Dilger

Höher geht´s nimmer: Le Monde und El País ernannten ihn im Dezember zum Mann des Jahres 2009, die Financial Times immerhin zur elfwichtigsten Persönlichkeit der Nullerjahre: Sieben Jahre nach seinem umjubelten Amtsantritt wird Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva umschwärmt wie noch nie.

Lula mit Wunschnachfolgerin Dilma Rousseff

Auch in seiner Heimat ist Lula  – der Name ist eine Koseform von Luiz und hat anderslautenden Gerüchten zum Trotz nichts mit mit dem gleichnamigen Tintenfisch zu tun – populärer denn je: Für die BrasilianerInnen ist er Vertrauenswürdigste im ganzen Land, will das Umfrageinstitut Datafolha anhand einer Liste von 22 Männern und fünf Frauen herausgefunden haben, die zudem fast alle weiß sind.

Auf den vorderen Rängen folgen Nachrichtensprecher William Bonner, der einmal verriet, als idealen Gesamtzuschauer stelle er sich einen brasilianischen Homer Simpson vor, dann der katholische Charismatiker Marcelo Rossi und Schnulzenkönig… weiter lesen

11.01.2010 von Knut Henkel
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Ein Phantom wird sichtbar

von Knut Henkel

Dalia Soto del Valle heißt die Frau Fidel Castros. Das ist immerhin bekannt und das eine oder andere Foto von der Frau an der Seite des bärtigen Revolutionärs gab es auch. Nur gemeinsam mit ihrem Mann hat sich die Mutter von fünf Söhnen, deren Namen allesamt mit A beginnen, nie gezeigt. Mit dem Job der Präsidentengattin hat sich die blonde Frau nie anfreunden wollen oder dürfen. Genaueres ist nicht bekannt und so ist es umso ungewöhnlicher, dass kürzlich Bilder freigegeben wurden, welche das kubanische Ex-Präsidentenpaar mit dem nicaraguanischen Präsidentenpaar in Havanna zeigen.

Aus dem letzten Jahr datieren die Fotos vermutlich. Sie zeigen Daniel Ortega und einen im Rollstuhl sitzenden Fidel Castro sowie deren Frauen beim entspannten Plausch in einer Privatwohnung in Havanna. Auf einem zweiten Bild posieren die vier hingegen stehend für den Fotografen. Ungewöhnliche Bilder, denn penibel hat Fidel Castro immer über sein Privatleben gewacht und… weiter lesen

07.01.2010 von Claudius Prößer
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Sauber und gebrochen

von Claudius Prößer

Clip ansehen: aufs Bild klicken Ein Mann kommt an am Flughafen von Santiago, zusammen mit seinem kleinen Sohn. Sie besteigen ein Taxi, später die U-Bahn. Gemeinsam staunen sie über die moderne Stadt, in der die Autobahn aus Platzgründen unter den Fluss gelegt wurde und die metro sauberer ist als zuhause in … Berlin. Am Ende will der neugierige Junge die Moneda betreten, den Ort wo Allende starb und Pinochet regierte, der Vater erschrickt und will ihn aufhalten, aber dann sagt die freundliche junge Dame, die den Präsidentenpalast gerade verlässt, dass der Lucas natürlich gerne hineindarf. So sehr hat sich Chile verändert.

Die rührende kleine Geschichte ist Teil des aktuellen Wahlkampfspots von Eduardo Frei. Richtig ist, dass Santiago in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen gewaltigen Modernisierungsschub durchgemacht hat. Dass die Stadt wächst und brummt und glänzt (wenn auch nicht an allen Stellen). Und dass

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