28.02.2010 von Benjamin Kiersch
Hier ist eine 90-minütige Zusammenfassung der Ereignisse des gestrigen Tages nach dem Erdbeben bei Concepción vom chilenischen Fernsehsender TVN:
… und hier geht’s zu den lesenswerten Reflexionen des Kollegen Heiko Werning vom Reptilienfonds.
¡Fuerza Chile!
22.02.2010 von Benjamin Kiersch
Jetzt ist es endlich soweit: Im April soll ein neues Erfrischungsgetränk den bolivianischen Markt erobern – süß, braun und anregend. Allerdings mit einer besonderen Zutat, die es von der Masse der “Coca”getränke unterscheidet: dem echten Extrakt der Kokapflanze. Der Arbeitstitel des neuen Getränks ist “Coca Colla” – ein schönes Wortspiel: als Collas werden die Bewohner des bolivianischen Hochlands bezeichnet.

Das Projekt ist eine Privatinitiative, die vom bolivianischen Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Evo Morales, der neben dem Präsidentenamt auch den sechs Verbänden der Kokaproduzenten vorsteht, sieht die Förderung von industriell hergestellten Produkten aus Koka als Priorität für seine Regierung, um die Flächen für den legalen Kokaanbau auszuweiten. Bislang werden 12000 Hektar Koka legal angebaut – es bestehen Pläne, die legale Fläche auf 16000 Hektar zu erweitern.

Koka-Produkte auf einem Markt in La Paz
In Bolivien gibt’s neben den allgegenwärtigen Kokablättern bereits ein breites Angebot… weiter lesen
19.02.2010 von Gerhard Dilger
Gerade erreicht mich folgende Mail von KoBra, dem Netzwerk der deutschen Brasilien-Aktionsgruppen:
Liebe Freundinnen und Freunde von KoBra,
wie wir berichtet haben, hat die brasilianische Waldbehörde am 1. Februar die vorläufige Lizenz für den Bau des Belo-Monte-Staudamms erteilt.

Gegen das Projekt gibt es seit über 20 Jahren erbitterten Widerstand, vor allem seitens der Kayapó und anderer indigener Völker sowie durch Flussanwohner und soziale Bewegungen an der Transamazônica. Zuletzt hatte ein 20-köpfiges Expertenteam von renommierten brasilianischen Universitäten ein Gutachten erstellt, das auf die immensen ökologischen und wirtschaftlichen Kosten des Bauvorhabens hinweist. Diese Kosten stehen nicht im Verhältnis zu dem wirtschaftlichen Nutzen, so das Fazit der Professoren. Das Umweltgutachten lässt außerdem offen, was mit den von Belo Monte vertriebenen Menschen geschehen soll und wie die waldreiche Region den Zuzug von schätzungsweise bis zu 300.000 Menschen verkraften soll. Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten wie… weiter lesen
06.02.2010 von Gerhard Dilger
Der Journalist Tomás Eloy Martínez, einer der ganz Großen der argentinischen Literatur, ist tot.

Daniel Alberto Dessein aus Tucumán zitiert den alten Freund und Kollegen in seinem Nachruf. “Das Gespenst des Todes”, so Martínez 2008, “ist da”.
Aber ich versuche, ihm keine Bedeutung zu geben. Vielleicht kommt es, wenn man es am wenigsten erwartet. Ich würde, wie Marguerite Yourcenar einmal gesagt hat, am liebsten mit offenen Augen sterben, erfahren, was auf der anderen Seite ist.
Dem faszinierendsten Phänomen der politischen Kultur Argentiniens, dem Peronismus, näherte er sich in Der General findet keine Ruhe und Santa Evita mit einer gelungenen Mischung aus Journalismus, Geschichtsschreibung und Fiktion an. Meister der ironischen Dekonstruktion hat ihn daher der Kritiker Peter B. Schumann genannt.
Als “spannende Einführung in die jüngere Geschichte Argentiniens und… weiter lesen