Archive for Juli, 2011

31.07.2011 von Benjamin Kiersch
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Chávez und Gevatter Tod

von Benjamin Kiersch

Sein Krebs hat ihm einen Schreck eingejagt: Aus Anlass seines 57. Geburtstags, an dem sich der kranke Hugo Chávez am Donnerstag bei einem öffentlichen Auftritt auf dem “Volksbalkon” des Präsidentenpalastes in Caracas von seinen Anhängern feiern ließ, kündigte er an, sein persönliches Motto zu ändern.

Statt “Patria, socialismo o muerte“ (Vaterland, Sozialismus oder Tod) werde es fortan heißen: “Patria socialista y victoria, viviremos y venceremos” (Sozialistisches Vaterland und Sieg, wir werden leben und siegen).

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Patria socialismo o muerte (min 1:36)

Chávez rief der Menge zu: “Ich traue mich, euch zu meinem 67. Geburtstag in zehn Jahren einzuladen… ich werde auch nicht 2021 gehen, vielleicht 2031.“

Auf Anraten seiner Ärzte stieg Chávez allerdings nicht vom Volksbalkon, um die Geburtstagstorte zu probieren, die ihm seine Fans gebracht hatten, da sein Immunsystem aufgrund der Chemotherapie geschwächt ist.

30.07.2011 von Gerhard Dilger
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Ricardo Teixeira am Pranger

von Gerhard Dilger

Brasiliens Fußballfans proben den Aufstand, denn allzu schamlos geht es im Vorfeld der WM 2014 zu. Der geballte Unmut über soziale Verwerfungen, die Milliardengeschäfte von Baufirmen, die Bevormundung durch den Mediengiganten Globo und die Willfährigkeit der Politik konzentriert sich dabei auf einen Mann: Ricardo Teixeira, den skandalumwitterten Chef des nationalen WM-Organisationskomitees; den brasilianischen Fußballverband CBF leitet er seit 1989.

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Während der heutigen Auslosung der Gruppen für die WM-Qualifikation in Rio finden gleich mehrere Proteste statt. 20 Basisorganisationen prangern die Zwangsumsiedlungen tausender Familien allein in Rio an. Das Umfeld der Stadien, Stadtzentren und Zufahrtswege soll aber auch in den anderen elf Austragungsorten von armen Brasilianern “gesäubert” werden. Gegen Teixeira wird freilich gesondert demonstriert.

Seit letzter Woche läuft die Internetkampagne Raus mit Ricardo Teixeira auf Hochtouren. Auf Twitter gehört das Thema zu den brasilianischen Topthemen. Als die Macher des sozialen Netzwerks das entsprechende… weiter lesen

29.07.2011 von Gerhard Dilger
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Ronaldinho!

von Gerhard Dilger

Spitzenspiel im Brasileirão:

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28.07.2011 von Gerhard Dilger
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Dyls Doppelpack (3): Susana Baca

von Gerhard Dilger

Perus neue Kulturministerin Susana Baca:

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26.07.2011 von Gerhard Dilger
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Dyls Doppelpack (2): Joe Arroyo

von Gerhard Dilger

Heute ist der große Salsamusiker Joe Arroyo in Barranquilla gestorben.

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24.07.2011 von Benjamin Kiersch
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Glückwunsch, Uruguay,

von Benjamin Kiersch

zum soeben gewonnenen Pokal!

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Grande Diego Forlán… gleich zwei mit links!

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23.07.2011 von Gerhard Dilger
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Dyls Doppelpack (1): Itamar Assumpção

von Gerhard Dilger

Nach dem Vorbild unseres geschätzten Kollegen Meisterstein wollen wir hier in unregelmäßiger Abfolge amerikanische MusikerInnen würdigen.

Heute: Der Brasilianer Itamar Assumpção, über den soeben ein wunderbarer Dokumentarfilm erschienen ist.

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20.07.2011 von Benjamin Kiersch
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Harry Potter und die Revolution

von Benjamin Kiersch

Der Kinostart des neuen Harry Potter Streifens in Chile letzte Woche brach alle Rekorde: Über 80 000 begeisterte Kinobesucher sahen den Film am ersten Tag, nach knapp einer Woche waren es bereits 278 000, und stellten damit den bisherigen Besucherrekord von Ice Age 3 in den Schatten. Vor den chilenischen Kinos bildeten sich lange Schlangen zauberstabschwingender Kinder und Jugendlicher mit lustigen Hüten. Und täglich werden es mehr.

Was nur wenige wissen: der Film kam in Chile mit extra editierten Untertiteln in die Kinos, die zeigen, dass Harry in Hogwarts mit seinen magischen Kräften die Revolution der Piguine unterstützt, über die bereits an anderer Stelle in diesem Blog berichtet wurde:

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Ein Schelm, der sich denkt, dies sei der wahre Grund für den zauberhaften Erfolg von Harry Potter in Chiles Kinos.

18.07.2011 von Gerhard Dilger
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Abschied von Yasuní? – Ein Plädoyer

von Gerhard Dilger

Nötig ist jetzt eine internationale Kampagne von unten

Es sieht nicht sonderlich gut aus für die Yasuní-ITT-Initiative – jenen bahnbrechenden Vorschlag aus Ecuador, die “internationale Gemeinschaft” beim Regenwaldschutz anders als bisher in die Pflicht zu nehmen. Das südamerikanische Land, so hatte es Präsident Rafael Correa im Juni 2007 verkündet, wolle auf die Ölförderung im östlichen Teil des Yasuní-Nationalparks verzichten – wenn im Gegenzug die Hälfte der vermuteten Einnahmen durch Beiträge von ausländischen Regierungen und Firmen eingespielt wird.

Nun mehren sich die Anzeichen, Correa werde 2012 ernst machen mit seinem Plan B, die Förderung in dem artenreichen Amazonas-Paradies zu starten. Die Vorbereitungen laufen schon seit längerem auf Hochtouren, Minister schwärmen von Traumrenditen. Dahinter steht die höchst pragmatische Logik aller linken “Neoextraktivisten” in Südamerika: Ressourcengelder für Sozialprogramme. Den schwarzen Peter will Correa dem Ausland zuschieben – in der Tat,… weiter lesen

15.07.2011 von Gerhard Dilger
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Der Fall Elisabeth Käsemann: “Doppelmoral in der deutschen Außenpolitik”

von Gerhard Dilger

epd-Gespräch: Natalia Matter

Frankfurt a. M. (epd). Nach dem Urteil gegen Folterer der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) fordert der Göttinger Strafrechtsprofessor Kai Ambos eine Aufarbeitung der Rolle Deutschlands bei der Verfolgung lateinamerikanischer Staatsverbrechen. Es sei zwar zu begrüßen, dass Deutschland in dem Prozess gegen die Verantwortlichen des Folterlagers “El Vesubio”, in dem auch die deutsche Studentin Elisabeth Käsemann getötet wurde, als Nebenklägerin auftrat. “Aber das reicht nicht, wenn man glaubwürdig für Menschenrechte eintreten will”, sagte Ambos in einem epd-Gespräch.

Kund­ge­bung vor dem Ge­richts­ge­bäu­de in Bu­e­nos Ai­res vor der Urteilsverküngung am Donnerstag (Foto: ECCHR)

Vielmehr müssten die Geschehnisse jener Jahre untersucht werden. Deutschlands Justiz und Diplomatie stehen in der Kritik, in den 70er und 80er Jahren nicht genug unternommen zu haben, um Elisabeth Käsemann und andere deutsche Opfer südamerikanischer Diktaturen zu retten. “Die Nebenklage zeigt das schlechte Gewissen”, sagte der Völkerrechtler. Den Fall Käsemann könnte man als Ausgangspunkt für… weiter lesen