02.11.2011 von Gerhard Dilger
Der BUND richtet folgenden Appell an den Bundestag:
Eine Woche vor der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verabschiedung des Haushalts 2012 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Parlamentarier aufgefordert, im kommenden Jahr 50 Millionen Euro für den Erhalt des Yasuní-Nationalparks in Ecuador zur Verfügung zu stellen.
Als eines der artenreichsten Gebiete der Welt sei dieses Schutzgebiet von unschätzbarem Wert und müsse vor der Zerstörung durch Erdölförderfirmen bewahrt werden. Wegen der Blockadehaltung von Entwicklungsminister Dirk Niebel habe die Bundesregierung im Haushalt 2012 keine Gelder für den Schutz des Yasuní-Regenwaldes eingestellt. Dies müsse der Haushaltsausschuss dringend korrigieren, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Bei UN-Konferenzen zum Schutz der biologischen Vielfalt habe Bundeskanzlerin Angela Merkel Finanzhilfen für den weltweiten Erhalt bedrohter Ökosysteme zugesagt. Wenn trotz dieser Versprechen jetzt kein Geld in den von den Vereinten Nationen zur Rettung des Yasuní-Nationalparks eingerichteten Treuhandfonds fließe, schade das Deutschlands… weiter lesen
20.10.2011 von Gerhard Dilger
Aus Heidelberg berichtet Martin Burster:
Unter dem Motto Grünes Gold statt Petro-Dollars haben Aktive des BUND Heidelberg den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel, in Heidelberg empfangen. Herr Niebel besuchte am letzten Freitag seine alte Heimat wegen des Bezirksparteitag der FDP Heidelberg in Reilingen. Damit, gleich bei seinem ersten Termin an die von ihm so ungeliebte Yasuní-ITT-Initiative erinnert zu werden, hatte er sicher nicht gerechnet.

Noch bevor Niebel um 11 Uhr das Arbeitsamt in Heidelberg betreten konnte, waren schon zwei Aktive des BUND anwesend. Mit Hilfe eines Transparents erinnerten sie Niebel an das deutsche Versprechen, die ITT-Initiative finanziell zu unterstützen und damit den Yasuní-Nationalpark zu retten. Der Minister war sichtlich bemüht, dem Transparent nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Lediglich sein Pressesprecher bemühte sich vergebens, die BUND-Aktiven zu überzeugen.
Am Abend hatten sich dann zirka zehn Leute bei der Besenwirtschaft Schell in
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19.10.2011 von Gerhard Dilger
Gute Nachricht für Regenwaldfans: Seit gestern ist mit www.saveyasuni.eu die bislang umfangreichste deutschsprachige Website zu Ecuadors Yasuní-ITT-Initiative freigeschaltet.
Initiatorin und gute Fee des Portals ist Sibylle Maurer-Wohlatz vom BUND Region Hannover, die sich auf weitere Mitglieder des neuen Yasuní-Netzwerks freut.


MdBs staunen über neue Yasuní-Website
(Foto: dpa)
15.10.2011 von Gerhard Dilger
Die neue Miss Germany Brasil ist gekürt.

Es handelt sich um die 18-jährige Rute Bock (l.) aus Agudo im Bundesstaat Rio Grande do Sul.
via BrasilAlemanha
13.10.2011 von Gerhard Dilger
Ecuadors “Dschungel statt Öl”-Initiative Yasuní-ITT bleibt im Gespräch. 1. Die Bundestagsabgeordneten Ute Koczy (Grüne) und Volkmar Klein (CDU) berichten von ihrer Ecuador-Reise.
Insgesamt aber ein wirklich begeisternder Besuch, der unterstrichen hat: Die Kooperation mit den Freunden in Ecuador lohnt sich im Interesse unseres weltweiten Naturerbes wirklich
lautet das optimistische Fazit des Unionspolitikers. Auch Lothar Binding (SPD) und Sabine Stüber (LINKE) sind aktiv.

Die vier MdBs auf einer Pressekonferenz in Quito
2. Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño ist in Berlin, wo er gegenüber dem spanischsprachigen Dienst von dpa Minister Niebel (FDP) die passende Antwort gab:
Ecuador verlangt von der Welt keine Solidarität, wir reichen nicht den Hut für Almosen herum. Wir bieten der Welt die Chance, die Artenvielfalt und die Umwelt zu schützen. Unser
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10.10.2011 von Gerhard Dilger
Unterstützt Deutschland selbst unter Schwarz-Gelb doch noch Ecuadors “Dschungel statt Öl”-Projekt? Diese Woche könnte es wieder einige Schritte voran gehen.
1. Zunächst kommen vier Bundestagsabgeordnete aus Ecuador zurück, wo sie mit Präsident Rafael Correa und anderen Regierungsmitgliedern zusammentrafen. Bei seinem samstäglichen TV-Auftritt Enlace hoben Correa und Ministerin María Fernanda Espinosa die Unterstützung der MdBs für die Yasuní-ITT-Initiative hervor (0:00-0:41):
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Espinosa: “Die Schlusssätze des Abgeordneten, der im Haushaltsausschuss sitzt, waren: Präsident Correa, zählen Sie auf unseren Rückhalt im Bundestag”. Am Wochenende reisten die ParlamentarierInnen in das so genannte ITT-Gebiet im Osten des Yasuní-Parks.
2. Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño kommt nach Berlin.
3. Ebenfalls in Berlin finden zwei interessante Veranstaltungen statt, die u. a. von der Heinrich-Böll-Stiftung mitorganisiert werden:
Am Do, 13.10.11 von 19 bis 21:30, Heinrich-Böll-Stiftung Berlin, Schumannstr. 8
Öl versus Wald: Ist Yasuní noch zu retten? Podiumsdiskussion mit Ivonne Yáñez, Acción… weiter lesen
10.10.2011 von Gerhard Dilger
Aus: Forum Umwelt und Entwicklung – Rundbrief 3/2011 (pdf)
von Jürgen Maier
Es ist ein knappes Jahr her, als im japanischen Nagoya die Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention erfolgreich über die Bühne ging. Erfolgreiche UN-Konferenzen haben mittlerweile fast schon Seltenheitswert. Die Frage, wie erfolgreich Nagoya war, lässt sich aber noch nicht wirklich sagen, denn manche Einigung muss erst noch umgesetzt werden. Eine der bis zum Schluss umstrittenen Fragen waren die um die Schutzgebiete. Tagelang rangen die Delegierten der EU mit den widerstrebenden Entwicklungsländern darum, wie viel Schutzgebiete ausgewiesen werden sollten. Am Ende wurde ein Kompromiss gefunden: 17 Prozent der Fläche sollen unter Schutz gestellt werden. Die EU hatte 20 Prozent gefordert.

Alles steht natürlich, wie immer, unter Finanzierungsvorbehalt. Und wenn am Ende die geforderten Schutzgebiete nicht finanziert werden können, wird es sie wohl auch nicht geben – der Löwenmut der EU-Verhandler in Nagoya gegenüber den widerstrebenden Entwicklungsländern könnte sich… weiter lesen
08.10.2011 von Gerhard Dilger

Über die Zustände an der Deutschen Schule Puebla erreichen uns folgende Informationen mit der Bitte um Veröffentlichung. Vor kurzem war die Korruptionsaffäre Thema einer Reportage im angesehenen Wochenmagazin Proceso.
Ein Gericht in Mexiko hat ein Verfahren gegen zwei ranghohe VW-Manager eröffnet. Dabei geht es um Unterschlagung und die illegale Auflösung eines Treuhandfonds von 24 Millionen Pesos (rund 1,4 Mio Euro). Thomas Karig, Vizepräsident von VW Mexiko, und Eric Merkel Reyes, Generaldirektor für Nutzfahrzeuge, wird vorgeworfen, einen Treuhandsfonds, den die Deutsche Schule in Puebla für Witwen und Waisen eingerichtet hatte, widerrechtlich aufgelöst und das Geld abgezogen zu haben. Klage erhoben hat der Elternbeirat der Schule. „Davon betroffen sind über tausend Schüler“, so der Vorsitzende des Elternbeirats, Augusto Galván.
Die Vorfälle datieren aus den Jahren 2003 und 2005, als der damalige Elternbeirat widerrechtlich und ohne demokratische Wahl in der Hand von Angestellten und Lieferanten der Schule sowie Verwandten und
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06.10.2011 von Knut Henkel
Hollman Morris (42) ist über die Fernsehsendung „Contravía“ mit gut recherchierten Reportagen über das andere Kolumbien bekannt geworden. So bekannt, dass er derzeit mit einem Stipendium der Harvard University in Washington arbeitet. In Kolumbien ist es zu gefährlich für ihn. Ende September erhielt er den Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg für seine Arbeit.
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03.10.2011 von Gerhard Dilger
Am letzten Freitag gab es eine muntere Bundestagsdebatte zum Thema 50 Jahre deutscher “Entwicklungs”politik – ein guter Anlass, um wieder einmal an Brigitte Erlers Fundamentalkritik “Tödliche Hilfe” (1985) zu erinnern.
Wir dokumentieren die Rede von Heike Hänsel (LINKE):
Man merkt: Viele drängt es, viel zu sagen. Daher finde ich es schade, dass ausgerechnet der Herr Minister heute nichts zu 50 Jahren Entwicklungsministerium zu sagen hat und hier nicht spricht.
(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Harald Leibrecht (FDP): Das ist die Stunde des Parlaments! Weiterer Zuruf von der CDU/CSU: Er lässt uns den Vortritt!)
Ein Tag wie heute ist ein Auftrag, nicht nur zu feiern, sondern auch eine kritische Bilanz zu ziehen, insbesondere wenn wir sehen, dass eine Milliarde Menschen hungert und von Armut betroffen ist.
Die Entwicklungspolitik in den 60er-Jahren war von
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