20.05.2013 von Gerhard Dilger
Es war ein intensives Wochenende für Elza Soares, die 75-jährige Grande Dame der afrobrasilianischen Musik: Am Samstag sang sie zur Einweihung des WM-Stadions Mané Garrincha in Brasília die Nationalhymne, am Sonntagmorgen hatte sie einen Kurzauftritt bei der Umsonst-und-Draußen-Kulturnacht Virada Cultural in São Paulo.
13.04.2013 von Christian Russau
Wem gelang es, zunächst drei Abwehrspieler auszudribbeln und den herauseilenden Torwart aussteigen zu lassen, um vor dem verwaisten Tor zu zögern, den wieder heraneilenden ersten ausgedribbelten Verteidiger durch eine Körpertäuschung nicht ins Leere, sondern gegen den Pfosten laufen lassen, um dann gemütlich, mit dem Ball am Fuß, ins Tor zu schlendern, den Ball hochzuspitzeln und gemächlich, diesmal mit dem Ball unterm Arm, zum Mittelpunkt zurückzukehren?

Estádio Nacional de Brasília Mané Garrincha. Photo: Agência Brasil, CC by 3.0
Dem zweimaligen Weltmeister (1958 und 1962), dem begnadeten Dribbler auf der rechten Flanke, dem ballverliebten und ewig noch einen Haken mehr schlagenden, dem “Estrela Solitária” (“einsamer Stern”), dem “Engel mit den krummen Beinen”, der “Alegria do Povo” (“Freude des Volkes”) – Mané Garrincha, eigentlich Manoel Francisco dos Santos.
Das Nationalstadion in der brasilianischen Bundeshauptstadt trägt seinen Namen, Mané Garrincha: Estádio Nacional de Brasília Mané… weiter lesen
08.04.2013 von Gerhard Dilger
Paul Breitner ist in São Paulo ein gern gesehener Gast. Am Samstag kam der Weltmeister von 1974 und „Markenbotschafter“ aus München bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres zu einem Blitzbesuch in die subtropische Megametropole, um den FC Bayern Youth Cup zu promoten.

Bei der Bewertung des brasilianischen Fußballs gab sich „Embaixador“ Breitner ganz undiplomatisch: „Brasilien spielt heute nicht mehr die erste, ja nicht einmal mehr die zwei oder dritte Geige. Die Brasilianer haben sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sie sind vor zehn Jahren stehengeblieben und spielen einen Fußball von gestern. Der Fußball des 21. Jahrhunderts wird in Europa gespielt“.
„Für mich sind die Frisur oder die Kleidung nebensächlich“, meinte der Ex-Afro-Träger auf die Anregung eines Reporters, die „fünf Top-Frisuren“ unter den Aktiven der Gegenwart zu küren, „aber meine frühere Frisur kommt ja wieder in Mode, wie man am brasilianischen Bayern-Spieler Dante sieht“.
Und ob es… weiter lesen
22.02.2013 von Christian Russau

Foto: Agência Brasil (CC by 3.0)
Nun sollen es also Gas, Kohle und Öl richten. Um die Stromversorgung in Brasilien während der 2014 im Land anstehenden Fußballweltmeisterschaft zu gewährleisten und großflächige Stromausfälle wie den apagão (“großer Stromausfall”) oder die über 60 Netzausfälle allein im Jahr 2012 zu vermeiden, kündigte der Direktor der Netzüberwachungs-Gesellschaft ONS, Hermes Chipp, an, während der mehrmonatigen Trockenzeit bereits vorsorglich die Gas-, Kohle- und Öl-Kraftwerke zur Stromproduktion durchlaufen zu lassen.
“Die Gas- und Kohlekraftwerke werden während der gesamten Trockenzeit in Betrieb bleiben”, um die Versorgung 2014 zu sichern, so Chipp gegenüber der Zeitung Valor Econômico. Wenn es zu ausreichend Regenfällen komme und die Reservoirs der Stauseen voll seien, könnten die Öl-Kraftwerke ausgeschaltet werden, aber die Gas- und Kohlekraftwerke sollten durchgängig laufen. Denn 2014, das sei “ein besonderes Jahr, wegen der Fußball-Weltmeisterschaft”. Die Agentur A Pública fragte umgehend bei der… weiter lesen
06.07.2012 von Gerhard Dilger
Nach viel Mist – etwa einer erratischen Trainer-Politik oder dem unwürdigen Schauspiel um den Umbau des WM-Stadions Beira-Rio – ist der Vereinsführung von Internacional Porto Alegre nun ein echter Coup gelungen: Diego Forlán spielt demnächst für die Colorados, die Roten.

Natürlich geht es auch dabei um Geld, um viel Geld: Mit dem Superstar der WM 2010 will man die Marke Inter vor allem in Uruguay und Argentinien positionieren. Vom Vereinsportal, dem ich auch dieses Foto verdanke: “Zum Stolz der Colorados zog Forlán den heiligen Mantel schon in Mailand an”.
Nachtrag: Angekommen!
Von 7 zu 7: Inter-Idol Valdomiro und Diego Forlán
Die Vier aus Montevideo: “Jetzt ist ganz Uruguay für Inter”

10.06.2012 von Gerhard Dilger
Fast parallel zum EM-Spiel Portugal-Deutschland kam es in New Jersey zum Südamerikaklassiker Argentinien-Brasilien. Der Unterhaltungswert war ungleich höher:
Ceterum censeo: Die Werbung auf den Sportfotos in der taz sollte weiterhin verpixelt werden.
12.03.2012 von Gerhard Dilger
Endlich ist Ricardo Teixeira als brasilianischer Fußballverbandspräsident und vor allem als Chef des lokalen Organisationskomitees für die Fußball-WM 2014 zurückgetreten.
“Es ist ein Sieg der Bürger”, meint Kolumnist Juca Kfouri, “die Chancen auf eine transparentere WM steigen”.
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Zu bunt getrieben: Teixeira (l.) mit Fifa-Boss Sepp Blatter (Foto: dpa)
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Und in Brasilien wird gefeiert:

09.03.2012 von Gerhard Dilger
Das Fernduell Messi-Neymar geht weiter.
Vorgestern, kurz nachdem der Argentinier quasi im Alleingang Bayer Leverkusen ausgetanzt hatte, kam es in Santos zum Libertadores-Klassiker FC Santos (Cupsieger 2011) gegen Internacional Porto Alegre (2010). Und die Gaúchos hatten nichts zu lachen.
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Der Hattrick mit argentinischem Kommentar.
Am kommenden Dienstag empfängt Inter den Gruppenersten The Strongest aus La Paz.
19.02.2012 von Gerhard Dilger
Zu Michel Teló und seinem besonders bei Fußballern beliebten Ohrwurm Ai, seu eu te pego (etwa: Oh, wenn ich dich kriege) schreibt meine alte Freundin Maggie T. mit untrüglichem Instinkt:
… war neugierig, was er bedeutet, aber wie du siehst, manchmal ist es gut, keine Fremdsprachen zu können.
Peppiger ist die portugiesische Politversion Ai, não nos calam (Nein, sie bringen uns nicht zum Schweigen):
05.12.2011 von Gerhard Dilger
Er war der Größte.
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Seine letzte Kolumne über Martin Luther King und Pelé.
