Archive for the ‘Migration’ Category

02.11.2012 von Hildegard Willer
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Toten(un)ruhe in Lima

von Hildegard Willer

Zwei der faszinierendsten Orte der peruanischen Hauptstadt sind den Toten vorbehalten: die Friedhofstadt “Presbítero Maestro” in Barrios Altos sowie der Friedhof “Nueva Esperanza” (Neue Hoffnung) im Süden Limas.

Presbítero Maestro hiess der Architekt, der 1808 den Friedhof erbaute, in dem die peruanischen Noblen ihre letzte Ruhestätte finden sollten. Heute ist die Totenstadt etwas versteckt im übel beleumdeten Viertel Barrios Altos, nicht unweit der historischen Altstadt. Umgeben von baufälligen Lehmhäusern und abenteuerlichen Holzbauten und einer Strasse voller Hupen, Tuten und Ausrufern, wird es hinter der Friedhofsmauer auf einmal ruhig . Der Besucher findet sich ins Lima des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Villenartige Mausoleen im neoklassizistischen Stil beherbegen die Gebeine der einst mächtigen Familien Limas. In Mauergräbern ruhen die Überreste von Einwanderern jeglicher Provenienz, wie die deutschen, italienischen, slawischen, chinesischen und japanischen Namen verraten. Mitten in der Totenstadt steht das Pantheon, die Ruhmeshalle für die im Pazifikkrieg gegen Chile vor über 100 Jahren… weiter lesen

05.05.2012 von Knut Henkel
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Una noche oder der Traum vom Abgang

von Knut Henkel

Jung, erfolgreich und zielstrebig sind Attribute, die man gern mit der Jugend eines Landes in Verbindung bringt. Auf zwei kubanische Schauspieler, die gerade einen Film zur Flucht von der Insel abgedreht haben, trifft all das zu. Nun sind sie selbst geflüchtet – wegen der fehlenden Perspektiven. … weiter lesen

29.06.2010 von Knut Henkel
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Druck auf’s Embargo

von Knut Henkel
30.04.2010 von Knut Henkel
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Die etwas andere Realität an der Grenze

von Knut Henkel

Gemeinhin gilt die Grenze zwischen den USA und Mexiko als eine der am besten gesischerten der Welt. Abertausende von Migranten scheitern alljährlich an den rigiden Kontrollen in Richtung USA. In die entgegengesetzte Richtung wird es mit den Kontrollen aber nicht so eng genommen – zumindest in Ciudad Juárez. … weiter lesen

21.02.2010 von Knut Henkel
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Insel im Schatten der Migration

von Knut Henkel
09.10.2008 von Gerhard Dilger
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Neue Jobs dank Finanzkrise

von Gerhard Dilger

Die Finanzkrise könnte zu ganz neuen Konstellationen in der Weltwirtschaft führen.

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Mehr dazu hier.

P. S. Der ver.di-Bundesvorstand hat ein hübsches Dokument zum Absturz der Finanzmärkte herausgegeben.

Das Kapitel Mitverantwortung deutscher Finanzmarktpolitik verdient es, in voller Länge zitiert zu werden:

Auch wenn Finanzminister Steinbrück sich nun als Opfer der Finanzkrise hinstellt, haben er und sein Vorgänger kräftig an der Deregulierung der Finanzmärkte mitgearbeitet. Die wichtigsten Maßnahmen waren:

2001: Die rot-grüne Bundesregierung gibt die lebensstandardsicherende gesetzliche Rente auf und fordert mehr private Absicherung. Die Finanzbranche jubelt. Für Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften bringt die Privatisierung der Rente gigantische Mittelzuflüsse.

2002: Die Bundesregierung beschließt das vierte Finanzmarktförderungsgesetz und setzt damit die Tradition zur Deregulierung der schwarzgelben Koalition fort: Sie lockert die Anforderungen für den börslichen Handel, erweitert die Anlagemöglichkeiten von Fonds und… weiter lesen

01.10.2008 von Benjamin Kiersch
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Rückanpassung

von Benjamin Kiersch


Heute morgen, M29, Haltestelle Glogauer Straße. Verträumt halte ich dem Fahrer einen 10 Euro Schein hin – und warte auf mein Wechselgeld. Auch der wartet, ungefähr fünf Sekunden, und fängt an zu berlinern: „Und, wat soll dit werden – Kurzstrecke, Normal oder Tageskarte oder wat? Wennse nüscht sagen, such’ ick mir wat aus.“

Die Fahrscheinvielfalt in Berlin ist für Bolivianer verwirrend. In Cochabamba gibt’s nur einen Tarif in jedem Bus, den man beim Einsteigen bezahlt. Fahrkarten oder gar Abos gibt’s nicht. Jeder bolivianische Busfahrer ist ein Kleinunternehmer, und die Arbeitsbedingungen sind hart. Jeden Tag muss der Fahrer eine Festmiete an den Busbesitzer zahlen, die ungefähr dem Erlös eines Dreiviertelarbeitstages entspricht. Alles, was er darüber hinaus kassiert, ist sein Tagesverdienst. Gibt’s an einem Tag wenig Fahrgäste, kann es sein, dass er den ganzen Tag für lau fährt. Und wenn der Bus kaputt geht, was häufiger vorkommt, gibt es… weiter lesen

23.08.2008 von Benjamin Kiersch
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Irrwege der Migration

von Benjamin Kiersch

Es hörte sich nach einem fantastischen Angebot an: Im Juli suchte die Baufirma Cidenbol aus Cochabamba Arbeiter für Bauprojekte einer Partnerfirma – im russischen Rostow am Don. Für nur 5000 US-Dollar, so versprach die Firma, könnten Interessierte einen Reisepass, ein Arbeitsvisum in Russland und ein Ticket nach Rostow bekommen. Dort angekommen, könnten sie für die Arbeit auf der Baustelle 1500-2000 US-Dollar im Monat verdienen, bei freier Kost und Logis.

So machten sich 240 Arbeiter am 20. Juli auf die lange Reise von Cochabamba nach Rostow am Don; viele, nachdem sie einen Kredit aufgenommen hatten, um die Reisekosten aufzubringen.

Die Realität in Rostow freilich sah anders aus als das, was der Geschäftsführer von Cidenbol seinen Mitarbeitern bzw. Opfern versprochen hatte: die Arbeiter aus Cochabamba wurden in einem Haus untergebracht, das nach Aussage von einigen Arbeitern, die mit Familienangehörigen telefonieren konnten, mehr ein Gefängnis als eine würdige Behausung war: jedem wurde eine… weiter lesen