vonChristian Ihle & Horst Motor 16.05.2007

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„(…) dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Fernsehpraktikant Elton zur fröhlichen Runde stößt, das ultimative TV-Pfannkuchengesicht des dritten Jahrtausends, eine unendlich oft zu klonende Mehrzweckwaffe im Kampf gegen die letzten Reste menschlicher Denktätigkeit im Universum.
(…)
Wir sagen Nein zur brüllenden Gegenaufklärung, Nein zur Ölpest des Comedy-Wahns, Nein zum besinnungslosen Dauerlachen.

Wir sagen: Lieber mit Harald Schmidt untergehen als mit Oliver Pocher weiterleben. „Mit dieser Welt gibt es keine Verständigung; wir gehören ihr nur in dem Maße an, wie wir uns gegen sie auflehnen“, sagte Theodor W. Adorno in einem etwas anderen Zusammenhang.

Aber er hatte Recht. Wir lehnen uns gegen die Oliver-Pocher-Welt auf – bis zum letzten Atemzug!“

(Reinhard Mohr, Spiegel Online)

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http://blogs.taz.de/popblog/2007/05/16/schmaehkritik-15-elton-oliver-pocher/

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kommentare

  • Wunderbar… wenn nicht gleich wieder „Sp…“- Online“ hinter dieser Kampagne stehen würde!
    Werbung gegen Werbung…
    Trotz alledem: Pocher ist die personalisierte Werbebotschaft von unserem neuen Jahrtausend: traurig aber wahr… Er wird für ewig für die ekelerregende Werbebotschaft „Geiz-ist…“-Mentalität stehen!
    Dazu noch H. Schmidt, den man mehr im Werbeprogramm sehen könnte als in seiner „Show“… Alle Gespräche, die sie führen, sind faktisch vom „Vertragspartner“ gesteuert!
    Ein anderes Beispiel: Kerner und seine Werbung u. a. für Würstchen und Billig-Fluggesellschaft: jedes Gespräch über Ernährung, Kochen, Urlaub, Reisen, das er mit seinen „Gästen“ führt ist verfänglich und kann man nur unter Begutachtung seiner Werbeverträge verstehen. Alles was er sagt, ist praktisch eine Werbebotschaft! Diese „Werbefiguren“ wie Pocher, H. Schmidt, Kerner, Gottschalk, Beckmann etc. können eigentlich gar nicht mehr unhabhängig geleitet vom eigenen Verstand den Mund aufmachen… Ihre Gehirne = gesteuert von der Werbeindustrie…

  • Ich lehne mich mit auf!
    Und wunderbar: das Adorno Zitat aus „einem etwas anderen Zusammenhang“.

  • Werner Lorant bei der brasilianischen Nationalmannschaft. Die Vorstellung gefällt mir eigentlich am besten. „Renn, Kaka, Du Bratwurst! Oder brauchst ein paar runter?“

    zu Pocher/Schmidt. Ich denke auch, dass das das letzte Zeichen des nahenden Late Night Endes für Schmidt ist. Obwohl die kulturelle Relevanz abgenommen hat, trotzallem schade. Sehe mich da auf einer Linie mit Mohr.

  • Wo ist das Problem? Die Co-Moderation (und angepeilte Übernahme, Herr Schmidt wird schließlich demnächst 50) dieses ebenso penetranten wie humorfreien Media-Marktschreiers ist nur ein weiteres Zeichen für den Vor- bzw. Durchmarsch der kulturellen/intellektuellen Beliebigkeit allenthalben – immerhin muss man nicht einmal vernünftig lesen und schreiben können und kann trotzdem zum mächtigsten Menschen der Welt (gewählt!!!) werden.

    Wie geht es weiter? Der guten Frau Maischberger wird Verona Pooth als „Co“ zur Seite gestellt, Boris Becker liest die Tagesschau, Herr Söder wird Bundespräsident und Werner Lorant Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft.

    Hauptsache, man ist gesund.

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