B-Movie-Heaven (6): Lady Frankenstein


Heute: Dirty Mary, Crazy Larry (USA, 1974. Regie: John Hough)
Tagline: „They don’t call them that for nothing“ oder „No one’s faster than Crazy Larry, except Dirty Mary!“

Ausstrahlungstermin: Heute abend, 7. August, 20.15. Das Vierte.

Dirty Mary, Crazy Larry

Quentin Tarantinos „Death Proof“ lehnt sich mit spielerischer Freude an berüchtigte b-Movies der 60er und 70er an. Dramaturgisch setzt Tarantino dabei im ersten Teil vornehmlich auf das Slasher-Movie der 70er, im zweiten Part des Films zitiert er aber vor allem die wilden Carcrash- und Verfolgungsjagd-Filme, die vor über 30 Jahren Hochkonjunktur hatten.
Insbesondere zwei Filme standen Pate: „Vanishing Point“ („Fluchtpunkt San Francisco“) mit Barry Newman und der wunderbar betitelte „Dirty Mary, Crazy Larry“, dessen Protagonisten – wie uns der US-Filmverleih damals auf Plakaten versprach – nicht umsonst so genannt wurden („they don’t call them that for nothing!“).

Letzterer wird heute abend von den Katzengoldgräbern der Programmredaktion von Das Vierte zur Prime Time aufgeführt und sollte Pflichttermin für jeden sein, der in den letzten Wochen Tarantinos wunderbare Hommage an die Grindhouse-Movies im Kino verfolgte. Wie schon in seinem Debütfilm „Reservoir Dogs“, als Tarantinos Charaktere Blaxploitation Filme mit Pam Grier diskutierten, wird auch in „Death Proof“ „Dirty Mary Crazy Larry“ namentlich erwähnt. Um den Kreis zu schließen, ist in „Jackie Brown“, Tarantinos Verbeugung vor Pam Griers Blaxploitation-Movies, ein kurzer Filmausschnitt aus „Dirty Mary Crazy Larry“ zu sehen.

Die Besetzung ist sogar überdurchschnittlich gut: Easy Rider Peter Fonda steigt für „Irrer Larry“ auf vier Räder um („drivin‘ hard!!“ laut Filmplakat) und Susan George, Dustin Hoffmans Partnerin aus Sam Peckinpahs „Straw Dogs“ („Wer Gewalt sät“), spielt die kesse Mary („ridin‘ easy!!“ wie der Filmverleih weiß).

Kesse Mary, Irrer Larry

Christian Ihle

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