vonChristian Ihle & Horst Motor 12.11.2007

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Immer wenn der neue Schutzpatron der oberen Mittelschicht singt, stellen wir uns den typischen Roger-Cicero-Hörer vor: Geld ist immer vorhanden, weil „er“ hart arbeitet, während „sie“ Schuhe kauft, die Nägel feilt und im Internet nach Kunstdrucken sucht. Vielleicht ist sogar ein Kind vorhanden, das aber nachts ganz brav schläft und die schöne Paarsamkeit nicht stört. Und wenn doch mal ein Problemchen auftaucht, dann legen sie ganz schnell den Roger auf, die erstklassige Bigband fetzt aus 5000-Euro-Boxen, und Cicero gibt die achsoherrlichironischen Texte von Frank Ramond zum Besten. Und sie swingen das Problem einfach weg.
Sie fingerschnippend: „Da-ha-has Ki-hi-hind ist kra-hank!“. Er, tanzend: „Da-has ma-hacht nichts, Scha-hatz! Das wi-hird schon wie-hi-hi-der ge-su-hund. Schu-bi-du!“ Dann lachen sie zusammen, er tätschelt ihren Po und sie nennt ihn einen „Schlingel“.
Ein Albtraum, dieses Leben.“

(der Stern über Roger Cicero Fans)

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http://blogs.taz.de/popblog/2007/11/12/schmaehkritik-43-roger-cicero-und-seine-fans/

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kommentare

  • Naja und? Alternative? Biersaufend in Unterhose vor der Glotze hängen und das Leben und die Welt schrecklich finden? Bei Techno auf synthetischen Drogen Frau und Kind vergessen? Ab und zu mal fingerschnippen ist schon okay lieber Stern. Nörgelt ihr mal weiter rum, ist ja eure schlechte Laune, die dürft ihr hegen und pflegen wie ihr wollt…

  • *grins* – letzten Endes sprechen auch Journalisten immer nur von den selbst gemachten Erfahrungen.

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