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vonChristian Ihle 26.06.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Sorry, aber es hilft nichts. Es klingt wie ein Witz. Es ist ein Witz. Niemand kann dabei ernst bleiben. Weiß der Himmel warum, aber Düsseldorf ist ein Stadt gewordener Kalauer. Fast jeder außerhalb Düsseldorfs kennt einen, der gerade laut über Düsseldorf lacht.

Denn das Bild, das sich von dieser Stadt in unseren Köpfen verfestigt hat, sieht doch so aus: Täglich treffen hier Verona und ihr Gatte Franjo Pooth, den sie nicht umsonst den „König von Düsseldorf“ nennen, auf die Direktoren der lokalen Stadtsparkasse, trinken Schampus und vereinbaren faule Millionenkredite. Täglich grüßt hier der „Malerfürst“ Jörg Immendorf aus der Präsidentensuite des „Steigenberger Parkhotels“, wo er lebende Tableaus aus Kokain und nackten Prostituierten arrangierte. Und täglich schleusen erfindungsreiche Gastronomen grölende Menschenmassen durch ein Labyrinth namens „Altstadt“, wo Düsseldorf ein sehr schönes Beispiel dafür bietet, wie sich Altbier erst in Fröhlichkeit und dann in Urin umwandeln lässt.

(…)

Tu Idiotisches und rede darüber. Irgendwie bringt diese Stadt, man kann es nicht anders sagen, die angeberischsten und zugleich dämlichsten Seiten ihrer Bewohner hervor.“

(Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung Magazin)

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