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vonChristian Ihle 17.11.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Die Presse zeigt sich über ProSiebens Samstagabend-Idiotie begeistert:

„Nur insgesamt 1,40 Millionen Zuschauer entschieden sich am Samstagabend für die größte Unverschämtheit, die ProSieben und Constantin Entertainment dem deutschen Publikum in diesem Jahr vorgesetzt haben.
(…)
Um mit Vorsatz und Anlauf auch gleich bleibend weitere Marken des Programms zu schädigen, hat man „Galileo“-Moderator Daniel Aminati in diesem pseudo-wissenschaftlichen Umfeld seine Glaubwürdigkeit demontieren lassen. Aminati stand während der Sendung – so hieß es zumindest – in einem Kontrollraum des wiederum tatsächlich existierenden Radio-Teleskop nahe der Stadt Evpatoria in der Ukraine – und durfte immer wieder betonen, wie spannend und unheimlich alles sei. Extra eingespielte Ton- und Bildprobleme legten allerdings beinahe den Verdacht nahe, dass sich Aminati mit ein paar schlechten, Wissenschaftler darstellenden Schauspielern im Nachbarstudio aufhielt.
(…)
Gleiches gilt für Nachrichten-Moderatorin Verena Wriedt, die sich einmal mehr nicht zu schade war für Moderationen aus der Telefonzentrale. Man mag es kaum glauben: Die Frau hat studiert und machte den Hokus-Pokus dennoch ohne ein erkennbares Augenzwinkern mit.
(…)
ProSieben steht nach eigenen Aussagen für „qualitativ hochwertiges Fernsehen“. Constantin Entertainment zeichne sich, so das Unternehmen, durch „innovative und hochwertige Programme“ aus. Doch wenn dem so wäre, dann hätte es „Uri Geller live“ nicht geben dürfen.
(…)
Wer in der Öffentlichkeit kegelt, muss sich gefallen lassen, wenn andere die Punkte zählen. Deshalb muss die Kritikfähigkeit der Verantwortlichen und Beteiligten einigen Fragen standhalten. Herr Steiner, Herr Brock, wie kann man so etwas produzieren? Herr Proff, wie kann man so etwas über den Sender gehen lassen? Herr Gödde, wie kann man so etwas moderieren? Ob von diesen Herren irgendjemand den Anstand besitzt, sich von dieser Sendung zu distanzieren? Oder etwa die Dreistigkeit dies noch als Qualitätsfernsehen zu verteidigen?“

(DWDL.de-Chefredakteur Thomas Lückerath)

Inhaltsverzeichnis:
* Die ersten 100 Folgen Schmähkritik

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