vonChristian Ihle 08.11.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Matthias Platzeck ist der Mao Tse-Tung Brandenburgs. Zwar geht in seinem Reich die Sonne doch am Abend hinter dem Örtchen Werder unter – aber nur, um am Morgen um so prächtiger über Kleinmachnow wieder aufzugehen. Auch gibt es keine Platzeck-Bibel. Zitatenwürdiges aus seinem Munde, das uns durch die Zeiten tragen könnte, ist nicht überliefert. Er hat viel zu viel zu tun, um was zu sagen. Doch öffnet er die Lippen, um freiweg und fürbaß zu formulieren, so kommt schrecklicher Kitsch dabei heraus. Dann raunt er von der Schönheit und dem respektablen Alter Brandenburger Alleen, den Falten im Antlitz der Fenchelbäuerin, dann schmeckt er die sandige Krume nach, jauchzt in Erinnerung an die erotische Erfahrung, die ihm Hebungen und Senkungen der Uckermark bereiteten oder preist die Einfalt der landesüblichen Küche. Mehr nicht. Aber das macht nichts, denn „Lasst tausend Blumen blühen!“ – das könnte glatt von ihm sein.“

(Mathias Wedel im Magazin FREITAG)

Inhaltsverzeichnis:
* Die ersten 200 Folgen Schmähkritik
* Wer disst wen?

Mit Dank an Christoph!

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