Die traditionellen Mixtapes für britische und amerikanische Acts zum Nachbasteln… und erstmaligem Direktanhören. Es findet sich je ein Link zu einer Playlist (hier USA, dort British Pop)auf Grooveshark, die im Netz durchgehört werden kann (einbetten des Widgets hat leider nicht funktioniert…)
Vol. 1 – USA:

Direkter Link zur Playlist (Grooveshark)
1. California – EMA
2. Stilyagi – Puro Instinct feat. Ariel Pink
3. Video Games – Lana Del Ray
4. Rave On – Cults
5. All Die Young – The Smith Westerns
6. Honey Bunny – Girls
7. Punk’s Pajamas – The Strange Boys
8. Screws Get Loose – Those Darlins
9. Bone Marrow – Black Lips
10. Undercover Of Darkness – The Strokes
11. Mazes – Moon Duo
12. Run Right… weiter lesen
Archive for Dezember, 2011
10. Josh T Pearson: Last Of The Country Gentlemen
Bei aller Ähnlichkeit (monströser Bart, minimalistischer Folk) ist Josh T Pearson auf eine Art der Anti-Will-Oldham: während Oldham als Bonnie Prince Billy in geradezu manischer Arbeitswut ein Album nach dem nächsten herausfeuert (so auch in diesem Jahr wieder mit “Wolfroy Goes To Town”), war Pearson für Jahre in der wilderness verschwunden. Doch sein Rückkehralbum war phänomenal: nur sieben Songs, die Hälfte davon aber zwischen 10 und 13 Minuten lang und äußerst spartanisch instrumentiert. Pearson, eine Akustik-Gitarre und Texte, von einer Heftigkeit und Offenheit, die einen erschaudern lassen. Sollte jemand ein zweites Sequel zum Alten Testament schreiben wollen, bitte unbedingt Josh T Pearson mit einbeziehen.
9. The Rapture: In The Grace Of Your Love
Natürlich wird auf diesem Album alles von “How Deep Is Your Love” überstrahlt, aber auch ohne diesen Überhit sind The Rapture nach fünf Jahren Pause mit einem guten Album zurückgekommen, das die schmutzigen Gitarren diesmal in die Ecke stellt und stattdessen deutlich mehr Discokugelgeilheit besitzt. Sicher kein “Sound Of Silver”, aber wie immer bei Rapture mit mehr Hits als Fehlschüssen.
8. Black Lips: Arabia Mountain … weiter lesen
“Honig? Fuck you! Nicht fest, nicht flüssig, immer so wachsweich opportunistisch aus dem Glas schleimend – Honig ist echt das Allerletzte. Schon seine Herstellung ist widerlich: Bienen erbrechen ihn! Hmm, “herrlich”, Bienenkotze, warum nicht gleich Mäusescheiße aufs Brot schmieren, oder diese kleinen Haarbällchen, die Katzen immer herauswürgen, oder Pferdesperma? Sogar in ägyptischen Pyramiden hat man die gelbe Ekelcreme schon gefunden. Und zwar unverdorben, frisch wie am ersten Tag! Das heißt, wenn man versehentlich mal ein Glas Honig (diesen Dreck!) gekauft hat, kann man ihn nicht einmal schlecht werden lassen. Man kann ihn bei vierzig Grad wochenlang auf den Balkon stellen, da lacht der Honig nur, das macht ihm gar nichts! Und weil er nicht verfault und verschimmelt wie anständige Lebensmittel, können wir ihn nur loswerden, indem wir ihn essen. Was für ein übler Trick vom Honig! Diese Sau-Substanz, dieses Arschloch unter den Aufstrichen! Als Rache sollten wir wenigstens hin und wieder in einen Bienenstock reihern. Am besten gleich heute abend. Wir treffen uns um 23 Uhr hinter der Scheune vom Imker, bitte pünktlich sein!”
(aus der Titanic)
Zuvorderst: es war ein relativ enttäuschendes Filmjahr, dieses 2011. Besonders deutlich wird das beim Blick zurück auf die letztjährige Film-Top-Ten, ist doch dort auf Platz 4 dank einer Berlinale-Aufführung „Winter’s Bone“ vertreten, der in diesem Jahr seinen offiziellen Filmstart hatte – und die Jahreswertung 2011 gewonnen hätte…
Nichtsdestotrotz, die empfehlenswerten Filme des Jahres:
10. Rabies (Israel, Regie: Aharon Keshales, Navot Papashado)
Die große Überraschung beim diesjährigen Fantasy Film Fest war eine israelische No-Budget-Horror-Komödie, die geschickt mit den Erwartungen des Publikums spielte und konsequent seinen gesamten Cast niedermetzelte – allerdings nicht wie anfangs gedacht durch den durch den Wald irrenden Serienmörder, sondern aufgrund der vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen und der sich daraus ergebenden Verwicklungen der sonstigen Protagonisten! Wie eben auch Polanski später wusste: der Gott des Gemetzels, das sind wir alle selbst.
9. The Future (USA, Regie: Miranda July)… weiter lesen

Der Erfolg von Bosshoss scheint bei aller Einfachkeit der Anlage nicht abzureissen. Neben einem neuen Album bringt der Jury-Auftritt bei “Voice Of Germany” natürlich noch einmal eine enorme Reichweitensteigerung. Mal sehen, was die Voice-Richter selbst als Lieblingsplatten bezeichnen:
* Die drei besten Punksongs/-singles?
Alec:
** Misfits “Die, die my Darling”,
** Ramones “Blitzkrieg Bop”,
** The Sonics “Psycho”
Sascha:
** Dead Kennedys “California über alles” &
** Dead Kennedys “Holiday in Cambodia”,
** MC5 “The American Ruse”,
** The Sonics “Cinderella”
* Ein Song, der Dich immer zum Tanzen bringt? … weiter lesen
“Im GQ-Interview erklärte der Rapper dann auch, dass er eine traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau zu schätzen wisse und von einem Mann verlangt, dass er sich auch mal verwöhnen lassen können muss, während die Frau lediglich Spaß daran haben sollte, den Mann zu verwöhnen. Das klang zu Zeiten von Lutsch meinen Schwanz (2000) auch schon mal fresher und weniger nach Spießer mit Allmachtsfantasien, schließlich steht das pubertäre “LMS” heute nur noch für Last Man Standing und beschäftigt sich – wer hätte das gedacht -, dass Kool Savas der letzte, wahre King Of Rap ist. Ist er. Darf er bleiben. Interessiert nur leider keinen, der nicht in seinem Königreich lebt.”
(Marcus Staiger, der ehemalige Chef des Hip-Hop-Labels Royal Bunker, über das neue Kool Savas – Album in der SPEX)
Täglich gibt es Popquiz-Fragen auf der Facebook-Seite von Indiepedia, hier die Antworten aus der letzten Woche.
Wer zunächst nur die Fragen lesen möchte: bitte hier entlang…
Frage 1:
Treffen sich John Cale und John Cage in einer europäischen Hauptstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Welcher John legt Jahr und Stadt fest – und welcher John schweigt zur Begrüßung zunächst einmal für etwas mehr als viereinhalb Minuten?
Antwort:
Cale sagt Paris und 1919, Cage schweigt…
John Cale hat 1973 das Album “Paris, 1919″ veröffentlicht, von John Cage ist dagegen das Experimentalstück 4’33”, eine Komposition ohne Noten in drei Sätzen.


Frage 2:
Welche deutsche Band hat eines der “_______ says” – Lieder von Velvet Underground als Grundlage genommen, um eine deutsche Hommage namens “_______ sagt” daraus zu basteln – und bedankt sich im Refrain für das Geschenk des Lebens, meint aber, das sei doch “nicht nötig gewesen”?
Antwort:
Locas In Loves singen “Stefanie sagt”, eine Hommage an “Stephanie says” von Velvet Underground:
Aus welchem Buch stammt folgende Stelle über Blumfeld?
Und von wem stammt die (irrtümlicherweise mehr oder minder) Jochen Distelmeyer zugeschriebene Textstelle eigentlich?

Antwort:
Die Stelle stammt aus “Das weiße Buch” von Rafael Horzon.
Hier übrigens die nie offiziell veröffentlichte Originalversion von “Kommst Du Mit In Den Alltag” von Jetzt!, die Blumfeld gut zehn Jahre später auf “Old Nobody” gecovert haben:

Frage 4:
Was haben “I Don’t Wanna Grow Up” von Tom Waits, “Steady As She Goes” … weiter lesen
Schmähkritik (468): Der Film Rubbeldiekatz von Detlev Buck mit Matthias Schweighöfer und Alexandra Maria Lara
von Christian Ihle“Alexandra Maria Laras hölzernes Spiel ist von Hollywood so weit entfernt wie eine Stalllaterne vom Stern über Bethlehem. Schließlich die deutsche Superzutat: Der Film im Film, in den sich Alex Honk (Matthias Schweighöfer) einschleicht, ist – ein NAZIFILM!
Es reicht nicht, dass Schweighöfer sich als Frau verkleidet, er muss eine arische Domina sein, die in heißer Liebe zur jüdischen Heldin entbrennt. Dieser Quark wäre nur durch entschlossenes Voranschreiten in den totalen Blödsinn zu retten, aber dafür fehlt Buck offenbar der Mut; am Ende soll halt doch alles irgendwie gut ausgehen.
Was bleibt, sind schöne Auftritte von Adolf Hitler beim Reichsparteitag und am Kantinenwagen.
(…)
Wer hier aber wen mal schnell gerubbelt hat, damit es an Weihnachten ordentlich in der Kasse klingelt, will man besser gar nicht wissen.”
(Christof Siemes in der ZEIT über den Detlev-Buck-Film “Rubbeldiekatz”)


