Archive for Dezember, 2012

31.12.2012 von Christian Ihle
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Die zehn besten Songs 2012

von Christian Ihle

10. Bleeding Knees Club: Teenage Girls





Ach, Feedback, Quengelstimmen und Texte über Teenage Girls: das Vorrecht der Punkjugend! Wem die Black Lips manchmal zu drogig versumpft sind, kann bei den beiden Australiern eine Heimat finden. Adrenalin und Extase, Ramones und die Garage in zwei Minuten und acht Sekunden.



9. Kip Kopphausen: Das Leichteste der Welt


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Es war die traurigste Nachricht, die den deutschen Indierock 2012 erreichte: Nils Koppruch, früher Fink, heute Kid Kopphausen, ist verstorben. Das ist aber nicht der Grund, warum das gemeinsame Projekt von Koppruch und Gisbert zu Knyphausen in dieser Liste auftaucht, sondern weil “Das Leichteste der Welt” ein so traurig-beschwingter Song ist, wie ihn die beiden in ihren besten Momenten eben geschrieben haben:

Denn jeder Tag ist ein Geschenk er ist nur scheiße verpackt

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28.12.2012 von Christian Ihle
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Schmähkritik (525): Maxim Biller über klassische deutsche Literatur

von Christian Ihle

“Mich interessiert die Vergangenheit nicht, schon gar nicht die deutsche, als sie angeblich noch ganz humanistisch und klassisch war. Nach drei Zeilen Schiller schlafe ich ein, und Novalis ist für mich eine Krautrockband aus den Siebzigern.”


(Maxim Biller in der ZEIT)

Das hier waren übrigens Novalis:


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Schmähkritik-Archiv:
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (1): Musiker, Bands und Literaten
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (2): Sport, Kunst, Film und Fernsehen

27.12.2012 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2012

von Christian Ihle

10. Django Django: Django Django


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Während allenthalben Alt-J für ihr “An Awesome Wave” abgefeiert werden, haben die anderen neuen Eklektizisten aus England etwas zu wenig Beachtung erfahren. Django Django spielen sich quer durch die Musikgeschichte, eine Art entspannten Postpunk, der Gang Of Four – Gitarren mit Beta Band – Sounds verheiratet. Oft überraschend, durchwegs gelungen.


9. Die Heiterkeit: Herz aus Gold


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Nicht unumstritten waren die drei Damen aus Hamburg, von Christiane-Rösinger-Kopisten (gäbe schlimmeres!) bis zu “langweilig” waren die Ablehnungen. Quatsch natürlich, langweilig ist “Herz aus Gold” nun sicher nicht – und wenn, dann mit Absicht. Was Die Heiterkeit auf diesem sehr sehr selbstsicheren Debüt präsentieren, ist eher Singer/Songwriter-Stuff mit Punk-Attitude, im Gehabe natürlich, nicht im Sound. Einzige ernsthafte Kritik: warum wurde “Das Mädchen mit dem schmutzigen… weiter lesen

26.12.2012 von Christian Ihle
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End Of The Year Playlists (1): UK & US

von Christian Ihle




US Pop 2012


1. Weep Themselves To Sleep – Jack White
2. Hollywood Forever Cemetery Sings – Father John Misty
3. A Simple Answer - Grizzly Bear
4. Dark Parts – Perfume Genius
5. Flapper Girl – The Lumineers
6. I See A Darkness – Bonnie ‘Prince’ Billy *
7. Winter’s Youth – Two Gallants
8. I Got Nothing – Dum Dum Girls
9. Melody Dean – Amanda Palmer
10. Back Of Your Neck – Howler
11. No Waves – Fidlar
12. The House That Heaven Built – Japandroids
13. Electric Death Song – Crocodiles
14. Up All Night – Best Coast
15. We Are Young – fun.
16. Five Seconds – Twin Shadow
17. Devil And The Deed – Yeasayer
18. Circles – Moon Duo *
19. In Nightmare Room – Merchandise *
20. No Future /… weiter lesen

25.12.2012 von Christian Ihle
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Schmäkritik (524): “Baron Münchhausen” mit Jan Josef Liefers

von Christian Ihle

“…Deutsches Weihnachtsfernsehen, wie es sich Knecht Ruprecht ausgedacht hat: Eine Strafaktion, um all jenen, die heimlich das Jahr über bei Sky oder TNT amerikanische Serien geguckt haben, die Knute der öffentlich-rechtlichen Verschmocktheit überzuziehen.
(…)
Sage jetzt keiner: Das ist eben Familienfernsehen. Beim Aufrufen einer Spiele-App auf dem iPhone kommt mehr Dramatik zustande als in diesen drei, von Andreas Linke inszenierten Stunden. Peinliche Action, die jeden Fünftklässler, der auch nur in die Nähe eines Harry-Potter-Films gekommen ist, zu Gähnkrämpfen reizen. Endlose Dialoge, durch die sich Liefers quält, als sei er ein als Pirat verkleideter Oscar Wilde mit Depressionen. Kulissen, die nicht nur ausschauen wie Pappe, sondern auch danach klingen. Besonders schlimm ist das am Sultanshof, wo alles aussieht wie in einem TUI-Reisebüro, Themenwoche Arabien. Wenn da ein Darsteller ein bisschen schneller die Treppe runterläuft, kriegt man Angst um ihn.”



(Daniel Haas bei Spiegel Online über… weiter lesen

24.12.2012 von Christian Ihle
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TV Vorschau: A Movie A Day Keeps The Doctor Away

von Christian Ihle

Mit leichtem Schock gilt es zu konstatieren: KEIN “STIRB LANGSAM” AN WEIHNACHTEN IM FERNSEHEN, FFS! Erst kein Schnee, dann kein “Stirb Langsam” – geht’s noch, Christkind?


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Montag, 24.12.

The Game, Vox, 22.20





Ein vertrackter Thriller, ein Drama, ein Film, der nicht nur der (bzw. die) Plottwist(s) ist, auf die er bei Veröffentlichung reduziert wurde. Da “The Game” von Fincher zwischen seinen beiden Meisterwerken “Sieben” und “Fight Club” gedreht wurde, hat der mit Michael Douglas, Sean Penn und Deborah Unger hervorragend besetzte Thriller nie die verdiente Beachtung erfahren. Nachholen!



Alternative: Tödliche Weihnachten, RTL, 22.00 Uhr

Wenn schon skandalöserweise DER Weihnachtsklassiker der jüngeren Geschichte, “Stirb Langsam”, in diesem Jahr nicht läuft, so kann man wenigstens auf “Tödliche Weihnachten” von Stirb-Langsam-Sequel-Regisseur Renny Harlin zurückgreifen. Zudem einer der seltenen klassisch konstruierten… weiter lesen

23.12.2012 von Christian Ihle
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Schmähkritik (523): Die neue Comedy-Sendung der ARD “Das Ernste”

von Christian Ihle

“Vorher ist Dieter Nuhr dran. Einen satirischen Jahresrückblick will der Comedian in der ARD präsentieren, er redet über den Sturm Sandy: „Frauen sind wie Hurrikans. Es beginnt mit leichtem Blasen, und am Ende ist das Haus weg.“ Und die Euro-Krise: „Griechenland hat Pech gehabt, dass man zum Bau von Handys und Computern keinen Schafskäse braucht“. Und der Zuschauer denkt, dass es jetzt ja gar nicht schlimmer werden kann, dann schlägt die Uhr in der Nacht zu Freitag Mitternacht, und „Das Ernste“ beginnt, die neue Satiresendung, mit der die ARD Humor beweisen will.

Und das ist jetzt auch schon der beste Witz gewesen.

Zu sehen gibt es einen Cover-Versuch des genialen ProSieben-Comedy-Formats „Switch Reloaded“ und der ausgezeichneten ZDF-„heute-show“ mit Oliver Welke, der eine Beleidigung für beide Vorbilder ist.
(…)
Die Masken sind schlecht, dass die Witze noch schlechter sind, kann man allerdings nicht sagen. Es gibt einfach keinen einzigen… weiter lesen

21.12.2012 von Christian Ihle
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Weltuntergangssongs: Tonight I’m feeling fine, because I heard that denim’s back in style

von Christian Ihle

Um mit dem ganzen Maya-Medien-Hysterie-Quatsch wenigstens auch etwas sinnvolles zu machen, hier eine unvöllständige Liste der besten Weltuntergangssongs!


Johnny Cash – The Man Comes Around


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Johnny Cashs Eigencover seines “The Man Comes Around” darf als Höhepunkt seiner späten Jahre gelten (und nicht “Hurt”!). Diese von Rick Rubin produzierte Version beginnt mit Cash, als er aus der Bibel die Ankündigung der Apokalypse vorliest. Sehr passend wurde dieser Song übrigens auch in den Opening Credits von Zach Snyders “Dawn Of The Dead”-Remake verwendet, eine der besten Filmeröffnungssequenzen der letzten 10 Jahre:


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Girls – End Of The World


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In diesem Jahr mussten wir ja auch das Ende der Girls beklagen, einer Band, die, wie aufmerksame… weiter lesen

19.12.2012 von Christian Ihle
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On The Road mit Die Nerven: Ein Tourtagebuch

von Christian Ihle




Das Album “Fluidum” der Stuttgarter Punknoise-Band Die Nerven mag erst kurz vor Jahresschluß veröffentlicht worden sein, aber da wir im Popblog ja entgegen der Gewohnheiten aller anderen Publikationen tatsächlich erst zum Jahresende (und nicht im September) unsere Bestenlisten zusammen stellen, dürfte dieses so großartige Album noch das eine oder andere Mal in den nächsten Tagen hier erwähnt werden. Nicht auf dem Album enthalten, aber ebenfalls empfehlenswert: das Lana Del Rey – Cover von “Summertime Sadness”:


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Deshalb freuen wir uns natürlich besonders, dass Die Nerven ein Tourtagebuch fürs Popblog geführt haben:




Unsere Tour beginnt Donnerstag morgens um vier Uhr. Da Schnee und allerhand andere Beschwerlichkeiten angesagt sind und Max dafür bekannt ist, jede halbe Stunde eine Raucherpause zu machen, wollen wir kein Risiko eingehen – die… weiter lesen

18.12.2012 von Christian Ihle
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TV Vorschau: A Movie A Day Keeps The Doctor Away

von Christian Ihle

Dienstag, 18.12.

Das Fenster zum Hof, 3sat, 22.25





Es gibt wohl nur wenige Regisseure, die eine solche Breitenwirkung hatten wie Alfred Hitchcock. Unter den unzähligen hervorragenden Thrillern (und einer handvoll Komödien) Hitchocks stechen vier noch besonders heraus: Psycho, Der unsichtbare Dritte, Vertigo und Das Fenster zum Hof. Letzterer ist nicht nur ein wunderbar ökonomischer, minimalistischer Krimi, sondern gleichzeitig noch eine Abhandlung über das Sehen, Beobachten, Studieren von Bildern – also im Grunde über das, was wir Zuschauer machen, wenn wir einen Film schauen.



Alternative: Little Miss Sunshine, ARD, 0.50 Uhr

Was ich nie vestehen werde: warum Filme, die schon im Kino bewiesen haben, dass sie eben nicht nur für ein Nischenpublikum gemacht sind, zu Ultranischenzeiten auf den Öffentlich-Rechtlichen versendet werden. Was spricht denn dagegen, die brav-verrückte Indiekomödie “Little Miss Sunshine” wenigstens mal um 22.00 Uhr auszustrahlen?



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