31.12.2010 von Christian Ihle
10. Anvil! – The Story Of Anvil. (Regie: Sacha Gervasi) imdb

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Auf den ersten Blick war Anvil, die Geschichte um eine gescheiterte Hardrockband aus den frühen 80ern, eine Echtlebenvariante von Spinal Tap und wäre schon aufgrund dessen eine lobende Erwähnung wert, sind doch genügend absurde, lustige Momente auf einer Europatournee abgehalfterter Metaller zu erleben. Aber dass Anvil! über all den Klamauk hinaus ein stolzes Herz hatte und das Bild einer lebenslangen Freundschaft und des Wunschs nach ewiger Adoleszenz zeichnete, hob Anvil! weit über das große Vorbild hinaus.
9. Machete (Regie: Robert Rodriguez) imdb

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Eigentlich war Machete nur ein Versehen. Als sich die beiden Buddies Robert Rodriguez und Quentin Tarantino mit ihrem Grindhouse-Projekt austobten, drehten sie noch Fake-Trailer zu nicht existenten Filmen, um das Double-Feature-Feeling auch wirklich heimzuhämmern. Der Trailer zu Machete kam so gut an, dass zwei Jahre später Rodriguez tatsächlich aus der kleinen Idee einen großen Film schuf und im Vorbeigehen gleich noch Danny Trejo, dem ewigen Nebendarsteller Hollywoods, ein verdientes Denkmal setzte. Kuriose Fußnote: Machete war dabei auch noch besser als seine beiden Grindhouse-Mutterfilme “Planet Terror” und “Death Proof” – die aufrichtigste Exploitation- und Grindhouse-Hommage! Und ein Höllenspaß!
8. Enter The Void (Regie: Gaspar Noé) imdb … weiter lesen
22.09.2010 von Christian Ihle

1. Der Film in einem Satz:
“2010 – A Mind Odysee” für die Generation Fucked Up.
2. Darum geht‘s:
Oscar lebt in Tokio und versucht sich die Erinnerungen an den tödlichen Unfall seiner Eltern mit Drogen wegzuschießen. Um sein Leben zu finanzieren und vor allem seine jüngere Schwester ebenfalls nach Japan holen zu können, wird er Gelegenheitsdrogendealer. Verraten von einem Freund, selbst voll auf Drogen, gerät er in einen Hinterhalt und wird erschoßen.

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Halt, sagt der liebe Leser, und wundert sich über den Spoiler? Keine Angst, obiger Absatz erzählt nur die ersten 20 Minuten, die restlichen Zweieinhalbstunden führt uns Gaspar Noé in eine Welt außerhalb der unsrigen. Ob halluzinierter Drogentrip im Todesmoment oder tatsächlich Seele auf Abschiedstour – man weiß es nicht und im Grunde ist es auch nicht relevant.
Auch mit seinem dritten Spielfilm sprengt Noé wieder die Konventionen des klassischen Kinos. War “Seul Contre Tous” (“Menschenfeind”, 1998) nur inhaltlich unerträglich, aber noch konventionell erzählt, hatte sein “Irreversible” (2002) schon mit Chronologie jongliert und ist nun “Enter The Void” außerhalb allem, was man … weiter lesen
14.01.2009 von Christian Ihle
Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemand umzubringen.
„Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Sein Regisseur Michael Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen.

Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere des Hauses werden die beiden Mann, Frau, Kind und Hund foltern, ermorden. Warum wollen wir so etwas sehen? Weshalb gehen wir für einen derartigen Film ins Kino? Ist Gewalt an sich Unterhaltung? fragt Haneke.
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