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vonSchröder & Kalender 09.04.2011

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

Mehr über diesen Blog

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Der Bär flattert munter in südöstlicher Richtung.
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›Acid‹ heißt auf Deutsch Säure, meint aber meistens LSD. Schon der Titel war Programm für die  Sammlung, eine Explosion aus Lyrik, Prosa, Essays, Interviews, Textmontagen, pornografischen Texten, Comics, Fotos und Illustrationen. Eine Grenzüberschreitung zwischen Hoch- und Trivialliteratur. »Das Buch ist in diesem Falle wirklich als Medium die Botschaft«, schrieb ›Die Zeit‹. ›Acid‹ enthält Beiträge von 62 Autorinnen und Autoren (siehe bibliographische Angaben weiter unten) und Titel und Themen wie: Die neuen Mutanten/Kultur-Strömung / Carols Traum, ein Hund / Ein Interview mit John Cage / Das Treffen zwischen Elizabeth Barrett und Robert Browning /  Auf der anderen Seite des Mondes / Kim Novak / Am Fußende die Amsel  steht / Die neuen Mädchen / Was ich aß und wo / Rausch, Rock und Revolution / Anmerkungen zu einigen neuen Filmen und zur Glückseligkeit / Erdbeeren in Mexiko / Ghost Tantra / Die elektrische Banane / Männer, Frauen und die übrigen Geschlechter / Knoblauch-Geschichten / Träume / Vier Filme von Andy Warhol / Die Zeitung als Literatur / Lilien in meinem Gehirn / Akademie 23 – Eine Entwöhnung / Auf Omas Privatweg / Die Zukunft der Sexualität u. v. a.

Wer sich für die Entstehungsgeschichte der viel gerühmten Sammlung und darüber hinaus für die Geschichte des MÄRZ Verlags interessiert, kann demnächst fündig werden in dem Buch ›Immer radikal, niemals konsequent. Der März Verlag – erweitertes Verlegertum, postmoderne Literatur und Business Art‹, das demnächst bei Philo Fine Arts erscheint.

Bibliographische Angaben der Erstausgabe: ›Acid. Neue amerikanische Szene‹. Herausgegeben von Rolf Dieter Brinkmann und Ralf-Rainer Rygulla, Gesamtgestaltung mit Jörg Schröder. Nachwort von Rolf Dieter Brinkmann ›Der Film in Worten‹. Mit Beiträgen von Chester Anderson, Sherry Barba, Donald Barthelme, Gregory Battcock, Mary Beach, Ted Berrigan, Paul Blackburn, Douglas Blazek, Aram Boyajian, Charles Bukowski, William S. Burroughs, John Cage, Don Cauble, E. F. Cherrytree, Tom Clark, Fielding Dawson, Bill Deemer, Diane Di Prima, Kenward Elmslie, Larry Fagin, Leslie A. Fiedler, Dick Gallup, John Giorno, Mrs. Greenberg, Calvin C. Hernton, Interview mit einem Hippie, Norman J. Hoegberg, John Clellon Holmes, Lenore Kandel, Rich Krech, Seymor Krim, Tuli Kupferberg, Gerard Malanga, Harry Mathews, Michael McClure, Marshall McLuhan, Toylor Mead, Jonas Mekas, George Montgomery, Robert Nichols, Haroldd Norse, Frank O’Hara, Gil Orlovitz, Ron Padgett, John Perreault, Joe Pinelli, Roxie Powell, Steve Richmond, Ed Sanders, Joe Schwartz, George Sparling, Peter Stafford, George Stanley, Robert Sward, Parker Tyler, Tom Veitch, Anne Waldman, Andy Warhol, The Willie, Douglas Wolf, Frank Zappa. Übersetzt von Katja Behrens, Peter Behrens, Rolf Dieter Brinkmann, Peter Faulhammer, Herbert Graf, Rolf Eckart John, Gerd Kreuser, Klaus Novy, Edward Reavis, Burghardt H. Kiegeland, Ralf-Rainer Rygulla, Horst Schröder, Carl Weissner. Großformatiger Pappbd. mit Fensterstanzen (27,5 : 21), 424 Seiten. Einbandgestaltung: Typographie und schwarzer Einband mit Fensterstanzen von Jörg Schröder mit einer darunter liegenden Collage von Rolf Dieter Brinkmann. März Verlag, Darmstadt 1969. Zweite Ausgabe: März Verlag, Frankfurt a. M. 1970 mit gelbem Einband.
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(RDB / RRR / BK / JS)

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kommentare

  • Gäbe es Feen und hätte ich einen Wunsch frei, dann wünschte ich mir zu diesem Anlass eine Lesung. In Berlin.
    Da es keine Feen gibt, wünsche ich alles Beste zu den Verlagsmemoiren und zur Neuauflage von Acid.

  • „Wenn die Musik sich ändert, zittern die Mauern der Stadt“

    (Die Maurer warten erst mal ab, aber im Steinbruch machen sie schon
    mal den nächsten Sack Bohnen auf und fragen nach neuen Holzkeilen…)

    „Hey TULI, diese komischen Elektroniker da brauchen irgendwie unglaublich viel KUPFER.“ „Ja und? Soll ich jetzt in BERGbau investieren oder was?“

    ‚Kiek ma: „Wenn die Zuhörer sich ändern, zittern die Musiker“‚
    ‚Aber wer schneller spielen konnte als die anderen oder was anderes brachte, der hatte sein Publikum‘
    ‚Jo, stimmt ooch wieda irjendwie….‘
    ‚Bier?‘
    ‚Nee, mach‘ ma ’n Kaffee. Kannste mir det Buch da ma leihen?‘
    ‚Acid meinst Du? Klar.‘

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