Posts Tagged ‘CropScience’

11.01.2011 von Schröder & Kalender
blogavatar

Neues von der Bienenfront

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in nördicher Richtung.
***

Bald wird Waugsberg für Wikimedia solche schönen Fotos von Bienen nicht mehr machen können.

Der  Toxikologen Dr. Henk Tennekes schreibt in seinem Buch über die Ursachen des  Bienen- und Vogelsterbens (›A Disaster In The Making‹), dass der drastische Rückgang zahlreicher Vogelpopulationen, unter anderem Spatzen, Bachstelzen, Stare, Kiebitze oder Feldlerchen, mit der Dezimierung von Insekten in Zusammenhang steht. Käfer, Fliegen, Schmetterlinge und Motten, die den Vögeln als Nahrung dienen, werden durch die Anwendung von Pestiziden, sogenannten Neonicotinoiden, reduziert.

Größter Hersteller von Neonicotinoiden, darunter die Wirkstoffe Imidacloprid, Thiacloprid und Clothianidin, ist die Firma Bayer CropScience. Imidacloprid gilt als meistverkauftes Pestizid weltweit, die Bayer AG erlöste damit allein im vergangenen Jahr 606 Millionen Euro. Das von Bayer produzierte Clothianidin hatte vor zwei Jahren das großflächige Bienensterben in Süddeutschland verursacht.

Henk Tennekes fordert ein unverzügliches Verbot der Chemikalien, weil das… weiter lesen

01.06.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

Da mußte Zeit haben!

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
***
»Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten / Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken / Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel …« Gewitter und Regenschauer waren für das liebliche Fest angesagt. Egal, wir wollten uns an  Pfingstrosen sattsehen, also fuhren wir nach Dahlem in den Botanischen Garten.

Leider wurden wir schon nach kurzer Zeit daran erinnert, daß es kaum noch Bienen gibt. Trotz der Blütenfülle und der Wildblumenwiese  waren nur Hummeln unterwegs, den ganzen Nachmittag über sahen wir nur eine Biene. Das verdanken wir den Pharmakonzernen wie Cropscience, den Politikkaspern – die kümmern sich um Opel! – und ihrem Publikum. Niemand  interessiert sich dafür, daß eine zweitausend Jahre alte Kultur ausstirbt. Da kann der Botanische Garten noch so viel werben: »Pflanzen sind unsere Zukunft!« Ja, aber wer soll sie bestäuben? Millionenfach werden Hummeln ausgesetzt, die später, wenn sie ihre Schuldigkeit getan haben, verbrannt werden. … weiter lesen

24.08.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Kein Bien zur Zeit im Badner Land

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Am Donnerstag, den 28. August 2008, ab 17 Uhr findet in Freiburg beim Regierungspräsidium (Kaiser-Joseph-Str. 167) eine Demonstration statt.

Interessantes steht auch auf dieser Website: Coordination gegen BAYER-Gefahren

Leider können wir das Lied nicht hochladen, da unser Speicherplatz beschränkt ist.

Das Bienenlied wird gesungen nach der Melodie des ›Badnerlieds‹, die inoffizielle Landeshymne von Baden.

Die Führer des republikanischen Aufstands in Baden (1848)

Die Lithografie aus dem Jahre 1848 zeigt zwei Führer der Protestbewegung in Baden: An zentraler linker Bildposition Friedrich Hecker (1811-1881), in ›revolutionärer‹ Kleidung die republikanische Fahne haltend;rechts neben ihm, in ebenfalls dezidiert antibürgerlicher Kleidung Gustav Struve (1805-1870), zweiter Kopf der badischen Aufstandsbewegung.

(BK / JS)

24.08.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

7 Ways to Shield Bees

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Leider können wir das Lied nicht hochladen, da unser Speicherplatz beschränkt ist.


Katinka Schröder schickte uns das neue ›Biene Maja‹-Lied und folgenden Text:

***

Neither Government Nor Farmers Are Looking Out for Bees. Someone Has To
by Kim Flottum

***
The Colony Collapse Disorder front has been more quiet than not for the past few weeks, plus, beekeepers are scrambling to get late summer work done before the crush of fall harvesting takes over their lives and some summer things don’t get done at all. Like making hay, it’s best to get bee work done when the sun shines and the weather cooperates. But commercial operations often must ignore that rule since they don’t get make-up days, do-overs or time-outs. … weiter lesen

14.08.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Summ, summ, summ

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung

»Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zu leide,
Flieg nur aus in Wald und Heide!

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!«

Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der Dichter des ›Deutschlandlieds‹ hat neben politischer Lyrik auch zahlreiche Kinderlieder verfaßt, darunter ›Alle Vögel sind schon da‹ und das Bienenlied. Wir haben in unserem tazblog und in der jungen Welt über das Bayer-Kroppzeug berichtet. Gestern hat nun die CBG (Coordination gegen BAYER-Gefahren) in dieser Sache Strafanzeige gegen den BAYER-Vorstand eingereicht.

Presseinformation vom 13. August 2008:

“Risiken von Pestiziden seit langem bekannt” / CBG kooperiert mit betroffenen Imkern

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat heute bei der Staatsanwaltschaft Freiburg Strafanzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der BAYER AG, Werner Wenning, eingereicht. Der Verband wirft dem BAYER-Konzern vor, über Jahre hinweg gefährliche Pestizide verkauft und dadurch verheerende Bienensterben in aller Welt in Kauf genommen zu haben. Die CBG kooperiert … weiter lesen

08.08.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Neue Kolumne

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Ab heute erscheint jeden Freitag unsere Kolumne ›Schröder & Kalender‹ in der ›jungen welt‹. Und obwohl fast alle im Olympiade-Fieber sind, kümmern wir uns lieber um eine andere Tradition, die seit dem 7. Jahrtausend v. Chr. besteht.

Der Beitrag ›Die Blüten des Bösen‹ über das Bienensterben gehört zu den meistgelesenen und kommentierten tazblogs. Wer sich für für das Thema interessiert: Wir haben jetzt in unserer ›jungen Welt‹-Kolumne nachgelegt:

Kroppzeug

Wir hatten mit der jungen welt eine Kolumne verabredet: »Jeden Freitag…« »Kein Problem!« Und plötzlich waren unsere Köpfe leer wie trockene Kürbisse, in denen nur noch die Kerne rasseln. Aber langsam stellte sich dann doch das »leise Dribbeln« ein, was uns zum Schreibtisch führte. Mit diesem komischen Worten zitiert Thomas Mann die Empfindung herbei, mit der sich der Drang zum Schreiben einstellt. Gottfried Benn benennt es noch sonderbarer: »O still! Ich spüre… weiter lesen

26.07.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Katinka Schröder: Die Blüten des Bösen

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heute nicht.

Lucas Cranach der Ältere, Der Honigdieb Amor beschwert sich bei Venus über die Bienen

Die Geschichte beginnt Anfang der 90er Jahre, als in Frankreich außergewöhnlich viele Honigbienen starben, nachdem sie Pollen und Nektar auf Sonnenblumen- und Maisfeldern gesammelt hatten. Die im Stock arbeitenden Bienen starben an Milben und Krankheitserregern, die nie zuvor eine so große Sterblichkeit hervorgerufen hatten, und die Flugbienen verschwanden spurlos oder zeigten die typischen Symptome einer Pestizid-Vergiftung, indem sie zitternd vor dem Eingang des Stocks saßen. Die französischen Imker fragten die Bauern und erfuhren, daß … weiter lesen

25.07.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Hummelsex

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.

Auf der Ostterrasse haben wir beim Frühstücken die Morgensonne, und immer besuchten Bienen und Schmetterlinge unsere Blumen. In diesem Jahr haben wir noch keine Biene gesehen, statt dessen fliegen jetzt Hummeln und Wespen.

Warum das so ist, wissen wir, seit wir Katinka Schrödes Artikel über die Lanzeitfolgen des Pestizids Clothianidin gelesen haben. Ihren Text ›Die Blüten des Bösen‹ stellen wir morgen in unser Blog.

Der Chemiekonzern Bayer darf diese für die Bienen tödliche Chemikalie weiter produzieren und vertreiben. Mehr darüber: ›Bienenkiller zurück auf dem Acker‹ von Sonja Fehr.

Obstbauern und andere Landwirte setzen inzwischen auf die Hummel, sie ist robuster, lebt aber nur ein Jahr. Mehr darüber: ›Bienen mögen es warm‹ von Bernhard Berger

Eines Tages, die Löwenmäulchen hatten gerade erste Blüten gebildet, Jörg und ich lasen Zeitung, hörte ich ein lautes Brummen, es klang ärgerlich. Da beobachtete ich eine Hummel, die … weiter lesen