Posts Tagged ‘USA’

22.07.2010 von Schröder & Kalender
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Ein Fall von bilateraler Zensur

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert munter in südöstlicher Richtung.
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Als der März-Verlag im Jahr 1972 den ›OMGUS-Bericht‹ ankündigte, verursachte dies allergrößte Aufregung in der Vorstandsetage der Deutschen Bank. Es handelte sich um die Ermittlungen gegen die Deutsche Bank, welche eine Gruppe von Mitarbeitern der US-Finanzabteilung 1946 – 1947 im Auftrag der Militärregierung der Vereinigten Staaten für Deutschland vorlegte. Das Resümee des über vierhundert Seiten starken Manuskripts lautete: »Es wird empfohlen, dass:
1. die Deutsche Bank liquidiert wird,
2. die verantwortlichen Mitarbeiter der Deutschen Bank angeklagt und als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden,
3. die leitenden Mitarbeiter der Deutschen Bank von der Übernahme wichtiger oder verantwortlicher Positionen im wirtschaftlichen und politischen Leben Deutschlands ausgeschlossen werden.«


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18.09.2009 von Schröder & Kalender
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Das reine Lachen

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heute nicht.
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In Karl Marx’ ›Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie‹ findet sich eines seiner meistzitierten Zitate:  »Es gehört zu den geschichtlichen Erfahrungen, dass alle ›überstandenen‹ Phasen der geschichtlich-gesellschaftlichen Entwicklung früher oder später als komisch empfunden werden, mögen sie noch so tragisch gewesen sein. Die erste Form der Erledigung ist die satirische Form, die zweite das reine Lachen. Der tiefere Grund dafür ist, dass Menschen zu der Überzeugung gelangt sind oder immer mehr gelangen, dass die bloßgestellten Zustände überwindbar sind.«

von Susanne Klippel
Foto: Susanne Klippel

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Allerdings bleibt uns gegenwärtig das Lachen im Halse stecken, denn es wiederholt sich in grotesker Aufblähung ein Geschehen, welches die Weltwirtschaft vor ziemlich genau hundert Jahren  bereits einmal an den Rand des Abgrunds  geführt hat. Das Komische an diesem Geschehen ist lediglich: Der Akteur bzw. seine Nachfahren sind identisch. Es handelt sich um den Magnaten John Pierpont Morgan und die heutige… weiter lesen

05.09.2009 von Schröder & Kalender
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Big Business und Kalter Krieg

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Inzwischen steht fest, daß zur Lösung des Kosovo-Konflikts nichts Ernsthaftes unternommen wurde, diplomatische Optionen zu nutzen, die USA und die Nato-Staaten sabotierten sie planmäßig. Mit den bekannten Konsequenzen: Angriffe auf Serbien und zivile Ziele im Kosovo. Dafür wurde kein Politiker zur Rechenschaft gezogen. Denn es ging um die Osterweiterung der Nato und damit die Sicherung der uneingeschränkten Vormachtstellung der USA.

Eine Weile konnte man sich vielleicht dem Wahn hingeben, das Ende des Kalten Krieges sei auch das Ende des Imperialismus in der Wirtschaft und der Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Aus diesem Traum sind wir inzwischen erwacht, und die Wirtschaftskrise wird daran nichts ändern. Die eigentliche Absicht der USA war, ist und bleibt seit der amerikanischen Intervention in Rußland von 1917 bis hin zum Vietnamkrieg, zu den darauf folgenden Konflikten in Südamerika, dem Kosovokrieg und den Interventionen im Irak und in Afghanistan, die ständige Suche nach neuen Märkten und Rohstoffen. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich im Antiquariat die beiden von David Horowitz herausgegebenen März-Bücher ›Strategien der Konterrevolution‹ und ›Big Business und Kalter Krieg‹ besorgen. Am Prinzip hat sich nichts geändert.

Der zweite Band der von David Horowitz im Auftrag der Bertrand Russell Peace Foundation herausgegebenen Reihe ›Studies in Imperialism and the Cold War‹ analysiert die Interessenkonstellation, die die amerikanische Außenpolitik bestimmt hat. Es wird deutlich, daß sich das Bündnis von Big Business, Generalität und höchster Staatsbürokratie eine Bewältigung der seit dem Rooseveltschen New Deal verschleppten kapitalistischen Strukturkrise – Arbeitslosigkeit, Übergewicht der militärisch orientierten Industrien – nur durch noch mehr Rüstung, weitere Eroberung, noch vollständigere Kontrolle ausländischer Märkte vorstellen konnte. Davon handelt dieses Buch. Die Formen der Politik im Kalten Krieg werden in sieben Beiträgen behandelt. Das alles bleibt richtig, obwohl nicht nur David Horowitz, der Herausgeber des Bandes, sondern auch der Übersetzer Thomas Schmid inzwischen zur Rechten abgewandert sind.

Inhalt
Einleitung von David Horowitz
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