28.10.2010 von Detlef Berentzen

“Beide Bewerbungen haben uns begeistert. Mit Ideenreichtum und leidenschaftlichem Engagement für das Thema ‘Diversity’ zeigen die Preisträger eindrucksvoll, dass eine von Toleranz geprägte Unternehmenskultur in Deutschland möglich ist. Die Verleihung des Max-Spohr-Preises wird hoffentlich weitere Unternehmen ermutigen, diesem Beispiel zu folgen.“ (Albrecht Kehrer, Völklinger Kreis)
Der “Bundesverband schwuler Führungskräfte” (Völklinger Kreis) hat zum sechsten Mal “den “Max-Spohr-Preis” verliehen. Die “Gay Managers” würdigen mit dem deutschlandweit einmaligen Preis in diesem Jahr gleich zwei Unternehmen, die sich in “herausragender Weise” dem Thema “Vielfalt” widmen und insbesondere Projekte zur Förderung ihrer schwulen und lesbischen MitarbeiterInnen unterstützen – die Commerzbank und IBM. Hört! Hört! Es gibt also noch anderes als “bad newz” aus hiesigen Unternehmen zu berichten – “Diversity” gegen alltägliche Diskriminierung! Immerhin ein Anfang.
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26.10.2010 von Detlef Berentzen

„Na, dann steigt mal ein!“ Fröhlich entern die Knirpse den VW-Bus, haben lang genug gewartet – Fritz unter seiner viel zu großen Pudelmütze, Elli mit ihrem grünen Schal und all die anderen Gören aus dem Kinderladen „Rote Socken“. … weiter lesen
25.10.2010 von Detlef Berentzen

“Wir sind alle von einem Virus befallen: ‘Fast Life!’ Unsere Lebensformen sind umgestürzt, unser häusliches Dasein betroffen – nichts kann sich der “Fastfood-Bewegung” entziehen. Aber der Homo sapiens muss sich von einer ihn vernichtenden Beschleunigung befreien und zu einer ihm gemäßen Lebensführung zurückkehren. Es geht darum, das Geruhsame, Sinnliche gegen die universelle Bedrohung durch das “Fast Life” zu verteidigen. Gegen diejenigen, die Effizienz mit Hektik verwechseln, setzen wir den Bazillus des Genusses und der Gemütlichkeit, was sich in einer geruhsamen und ausgedehnten Lebensfreude manifestiert.” (Slow Food Manifest)
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20.10.2010 von Detlef Berentzen

“Der internationale Wettbewerb bietet herausragenden Nachwuchsfilmemachern die Gelegenheit, ihre Werke ins Rennen um sieben attraktive Preise zu schicken; und dem Publikum die Möglichkeit, mit den Stars von morgen hautnah in Kontakt zu treten. Über 80 Filme zeigt dieses größte Schaufenster des frankophonen Kinos im deutschsprachigen Raum.”
Mitunter scheint es, als ob die Franzosen sich seit der Bastille wesentlich auf der Straße aufhalten und ihren kleinen und großen Herrschaften das notwendige Feuer unter dem staatstragenden Frack machen, doch das ist nicht die ganze Wahrheit: Sie machen auch Filme. Ganz und gar eigensinnige oft – aktuelle wie “des hommes et des dieu” ( Xavier Beauvois) und solche für die Ewigkeit wie “themroc” (Claude Faraldo/1973), Filme also, die Du mehrfach anschaust, deren Bilder , Dialoge und SchauspielerInnen unvergesslich bleiben und die vor allen Dingen eines sind: französisch. Ganz und gar französisch – was ein Festival, wie die “Französischen Filmtage” in Tübingen und Stuttgart, zu einer strahlenden Notwendigkeit macht. Seit 27 Jahren schon. Und in diesem Jahr mit einer Annäherung: “dejá presque humain”, i.e. “fast schon menschlich”.
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19.10.2010 von Detlef Berentzen

Endlich Herbstferien. Also ab in die “Vorlesung”, einfach zuhören, abtauchen in kunterbunte, aufregende Lesewelten. Draußen drohen Kälte, Regen, manchmal auch Sturmgeheul, aber die Kurzen hocken in den Bibliotheken oder Kitas der Stadt und lauschen ihrem Vorleser, ihrer Vorleserin. Haben sich zuvor eines der vielen vorgeschlagenen Bücher ausgesucht und verbringen nun eine Stunde (oder mehr) mit all den Sätzen und Bildern, die da zwischen den Buchdeckeln auf sie gewartet haben. … weiter lesen
15.10.2010 von Detlef Berentzen

“Diese jungen Leute hier haben Bielefeld nicht nur von einer großen Gefahr befreit. Sie haben zugleich gezeigt, daß Bielefeld für Bielefelder mehr ist als nur der Ort, an dem wir alle zufällig zusammen wohnen…” (Jubel!!!!)

Sie waren in Berlin. Studenten der Medienpädagogik. Im taz-Café. Allesamt frei, jung, aus dem rätselhaften Bielefeld oder sonstwoher. Ihre wunderbar muntere szenische Inszenierung (samt Soundtrack und Comicstrip) von Thomas Waldens (ebenfalls anwesend) Roman: “Die Bielefeld-Verschwörung” (Pendragon-Verlag) machte die zahlreich anwesenden ZuschauerInnen ziemlich heiß,…obwohl (!) die Mehrzahl davon (laut Handzeichen) Westfalen waren, “sentimentale Eichen” (Heine) also, die in Berlin bislang ohne den Atem westfälischer OFF-Kultur auskommen mussten. Doch das wird sich ändern, mehr noch: es hat sich bereits geändert.

Die Bielefeld-Befreier waren erst ein Anfang, markierten den ersten “Westfalentag” neuer Zeitrechnung, dem im taz-Café ( inspiriert von Sigrid Renner und mir) noch weitere folgen werden. Mit westfälischen Attraktionen,…zum Beispiel aus Hagen, Dortmund, Münster… weiter lesen
12.10.2010 von Detlef Berentzen

Sie fahren uns vor die Wand.
Die Fassade bröckelt.
Wir werden renovieren müssen.
11.10.2010 von Detlef Berentzen

Die “Essensfälscher”. Ein wenig ungelenk der Titel, wenn es um die alltäglichen Ernährungslügen geht, aber immerhin, der Untertitel sagt es deutlich: “Was uns die Lebensmittelkonzerne auf den Teller lügen”. Rund um die Uhr. In sämtlichen Medien. Was wir eigentlich längst wissen sollten. Doch die “Fälschungen” kommen en masse daher, sind unübersichtlich, machen uns oft genug gleich und gültig. Wohl deshalb hat Thilo Bode ein Buch geschrieben. Wieder mal. Über Zuckerbomben, Fitness-, Wellness-, und Bioprodukte. Über all die plumpen Werbestrategien, die wohlfeilen Behauptungen, über all die rechts- und linksdrehenden Worte und Bilder, deren eloquente Flut uns plattmachen soll.
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07.10.2010 von Detlef Berentzen

“Es sieht so aus, als würden die Radio-Aktiven die Macht übernehmen. Aktive Nutzung heißt Selbstselektion. D.h. es gibt keinen starren Zeitrahmen mehr, dem man sich fügen müsste. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer selbst bestimmen kann, was er wann hören möchte, versäumt nichts mehr und wird nicht mehr mit Dingen belästigt, die ihn nicht interessieren. Diese zeitsouveräne Nutzung des Sendeangebots passt sehr gut in eine Gesellschaft, in der ein individueller Lebensstil vor allem an der Freiheit erkennbar ist, über die eigene Lebenszeit zu disponieren: Radio in Eigenzeit.” (Norbert Bolz)
“Eine zeitsouveräne Nutzung des Radios”, …und in deren Folge die “narzisstische Kränkung” der RedakteurInnen, die bald erkennen werden, daß HörerInnen “kreativer” sind als die Insassen der öffentlichen Anstalten. Die WebBürger werden Meister ihres radiophonen Alltags sein. Soweit könnte es kommen. Soweit kann man denken. Und vielleicht noch weiter. Gern auch quer. Eben dafür steht Kommunikator Norbert Bolz samt seiner heiß umstrittenen Theorie der neuen Medien (“Das Göttliche ist heute das Netzwerk”). Und da es täglich von Neuem Zeit wird, daß man sich jenseits eindimensionaler Spardiskussionen auch verschärfte Gedanken über Zukunft und Gegenwart des Radios macht, hat das brandneue Medienmagazin “Mehrspur” (SWR2) bei Bolz nachgefragt, ob er sich mal äußern könnte: Über die Perspektiven eines “Radios ohne Programm”. Zum Beispiel. Was er dann auch getan hat.
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06.10.2010 von Detlef Berentzen

“Lukas wartet in der Tür und beäugt mißtrauisch den Gang. Irgendwo in seinem Kopf tickt eine rückwärts laufende Uhr, die Alarm schlagen will, sobald die S.I.E. Agenten eintreffen….”
Entführungen. Leineweber. Geheime Mächte. Und all das in Bielefeld. Die Stadt gerät an den Rand des Wahnsinns. Wer wird das Kaff am Teutoburger Wald vor dem finalen Verschwinden retten? Als alles bereits verloren scheint, stellen sich ein paar ziemlich aufrechte Studenten (samt Professor) mutig den wahrhaft unheimlichen Mächten und lösen das Rätsel. Mit höchstem Einsatz. … weiter lesen