31.03.2011 von Detlef Berentzen

Ich habe sie immer so liebgehabt,
Die lieben, guten Westfalen,
Ein Volk, so fest, so sicher, so treu,
Ganz ohne Gleißen und Prahlen.
Im Namen des wahren Heine! Die „lieben guten Westfalen“ sollen auch im Exil ihre Tage haben, „Westfalentage“ á la mode Henri also. Gerne am Abend. Ganz ohne Gleißen und Prahlen. Und allemal “alternativlos”. In Berlin. Im taz-Cafè. … weiter lesen
30.03.2011 von Detlef Berentzen

Der Zweifel, ob es eine übernächste Zukunft geben wird, breitet sich gerade wieder aus. Aber um mit Brechts Galilei zu reden: Man muss anfangen, mit der manchmal verzweifelten Hoffnung, das Schöne bedeute nicht nur des Schrecklichen Anfang, sondern auch das mögliche Ende der Schrecken. (Heiner Müller)
Ein Ende des Schreckens. Und vielleicht doch Hoffnung. Irgendwo. Die Sätze von Heiner Müller stammen aus der Zeit kurz nach Tschernobyl. Doch sind da auch andere Sätze, Kompositionen, ganz und gar eigen-artige Müllereien: “Mein Text ist ein Telefonbuch, und so muss er vorgetragen werden, dann versteht ihn jeder”. … weiter lesen
29.03.2011 von Detlef Berentzen

Dance to that music! Ausgerechnet in der Nähe von Bismarck. Und dem alten Roon. Eben noch die schwarzen Zäune des müden Präsidenten, später die karge Schönheit des Englischen Gartens, dazu die Erinnerung an irgendein Stück Jazz, das ich hier gehört habe, “Black Satin” von Miles vielleicht, und plötzlich von der Straße her der sound von Darbukka, Ud, Kamandscha oder sonstwas.
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28.03.2011 von Detlef Berentzen

Nicht mehr barfuß sollst Du traben, Deutsche Freiheit, durch die Sümpfe, Endlich kommst Du auf die Strümpfe, Und auch Stiefel sollst Du haben! (Heine)
Am Morgen danach. Ein wenig verschlafen und ungläubig. Und doch: Die Schwabenfürsten haben keinen Atem mehr. Hoffnung tritt aus den Schatten. … weiter lesen
26.03.2011 von Detlef Berentzen

“Ich war genug gekränkt, von unerbittlichen Beleidigungen, wollte nicht, daß meine Seele vollends unter solchen Menschen sich verblute!” (Friedrich Hölderlin)
Also heißt es, Freund, ins Offene zu gehen, um zu Atem zu kommen, gemeinsam mit den Anderen laut zu werden, um zu zeigen, daß es ein Ende haben muss mit all den dreisten Lügen der Herrschaften, die doch nur zum Gespött ihrer selbst werden. Dumm genug, daß sie glauben, wir könnten sie ernst nehmen. … weiter lesen
18.03.2011 von Detlef Berentzen

Es war klar. Schon am elften März. Die “spin-doctors” (siehe Newz 115) der Regierungen, gerade auch die der Bundesregierung, würden Lesarten des japanischen GAUs finden, die unsere (kritische) Intelligenz beleidigen. Einmal mehr. Postdemokratische Politik meint schon lange nicht mehr ihre Wähler, sie inszeniert vielmehr ständig neue Wahrheiten, die Schaden von ihr, nicht vom Volke fernhalten sollen. Was nicht immer gelingt.
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12.03.2011 von Detlef Berentzen

Seht nur wie sie
strahlend leugnen.
Ihre spin-doctors
heilen jede Wahrheit. … weiter lesen
10.03.2011 von Detlef Berentzen

Ich hoffe die Beiden kommen in diesem Jahr wieder. Schlagzeug, Akustikgitarre, young vocals und basta. Standen im letzten Herbst vor dem Brandenburger Tor, die glasige Akademie im Rücken und hatten Spaß. Einfach und so. Keine russischen Wachsoldaten, keine versilberten Vopos, keine Fahnenträgerinnen, die sich für Touristen irgendeine Zeitgeschichte aus den Fingern saugen, kein ohrenverstopfendes “El condor pasa”, nein, nur zwei Jungens, die vielleicht Geld für ihr Hostel oder ein Bahnticket brauchten und dafür ihren Beat präsentierten. Und ich hatte wieder das Aufnahmegerät für den kleinen Audiohunger zwischendurch dabei. Gut so. … weiter lesen
09.03.2011 von Detlef Berentzen

Unerhört, dieses Radio. Und heißt auch so – “Radio Unerhört”. Sendet aus Marburg standpunktgenaue “Erklärungen zum Weltgeschehen”, aber auch “Jazz mit Ralf”, das Kinderradio, den “Trotzfunk” (!) und überhaupt: Die “Nichtkommerziellen” sind hörbar via Antenne, Kabel und im weltweiten Netz. Auch hinter dem “Audioportal Freier Radios”. Zum Beispiel.
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08.03.2011 von Detlef Berentzen

100 Jahre Frauentag. Die taz druckt hundert Wunschzettel von ziemlich namhaften Frauen und vergißt dabei auch den von Angela Merkel (!) nicht. Weil die Kanzlerin bei der taz immer einen Wunsch frei hat. Und eine Frau ist. Egal. Es darf gewünscht werden und das nicht zu knapp, weil Träume die Richtung weisen und es Zeiten gab, in denen Wünschen noch geholfen hat. … weiter lesen