Update: ungeniert/engagiert – Kunst aus den Straßen Berlins

Seit Tagen laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung „ungeniert/engagiert – Kunst aus den Straßen Berlins“ in der Kunsthalle Wilhelmshaven auf Hochtouren. Nun ist soweit alles fertig für die morgige Eröffnung! Hier noch ein Update über die Vorbereitungen… und ganz bald Fotos aus der fertigen Ausstellung. Aber am bestens kommt Ihr morgen persönlich zur Eröffnung der Ausstellung in Wilhelmshaven vorbei!

Johannes Mundinger und Sophia Hirsch haben zuerst ihre Motive auf Papier gemalt und sie dann als Collage an die Wand gebracht. Hier wird inhaltlich auf Bilder von Männlichkeit eingegangen – zum Beispiel in der Graffitiszene und auf Schiffen. In Wilhelmshaven sind Kriegsschiffe sehr präsent, da die Flotte der Bundeswehr hier vor Anker liegt. Im übrigen wurde die Stadt erst vor circa 150 Jahren von den Preussen als Marinestützpunkt gebaut wurde. Welche Pläne Hitler hier verfolgt hat, kann man sich vorstellen. Bis heute gehören mehr als die Hälfte der Gebäude in der Stadt der Bundesregierung für die Bundeswehr.

Oben links sind die Soldatenstiefel und das große Kriegsschiff schon an der Wand. Rechts handyguckende Männer, die mittig durch die Macho-Pose eines Sprayers ergänzt werden.

Il baro ist erst später dazu gestoßen, dafür war er 10 min nach seiner Ankunft aus Italien schon an seiner Wand zugange!

Wie Zauberei erschienen auf der mittleren Papierbahn bald zwei Hände, die ein Gesicht verdecken.

Wer hätte gedacht, dass ich einmal in meinem Leben Karl Marx polieren würde?! Unverhofft kommt oft! Die Arbeit von Various & Gould ist entstanden im Rahmen des Kunstwettbewerbs „Kunst im Untergrund 2016/17: Mitte in der Pampa“ der neuen Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin. Und diese Rieseninstallation beehrt uns nun in der Kunsthalle Wilhelmshaven, seitdem wir sie mit einem LKW aus Berlin hergefahren haben!

Das große Bild von Damian Yves Rohde und Thilan Stiller (AT-8) nimmt derweil immer mehr Form an…

T-Mary-Rex links macht ein Selfie vor Mars, hat einen Sprengstoffgürtel an, während der Tentakel-Skull als Photobomb in das Selfie-Foto hineinspringt, der den Zünder für den Sprengstoffgürtel in der Hand hat. Ob er die Tentakel wohl alle genau unter Kontrolle hat?

SP38 hat derweil sein Werk beendet. Es ist eine Collage, die über eine erste Schicht verfügt (links) und ergänzt wird durch eine zweite Schicht (rechts). So wird hier die Brücke zwischen drinnen und draußen geschlagen: es ist wie in der Welt da draußen, wo schonmal eine Posterschicht verschwindet (Witterung, Vandalismus,…), die der geneigte Künstler in diesem Fall „repariert“ und durch neue Poster ergänzt hat. Auch das Wort „erased“ geht auf die Flüchtigkeit von Streetart ein.

Draußen wurde Dissenso Cognitivo derweil vom einsetzenden Regen unterbrochen.

Tags darauf zeigte sich der Himmel wieder blau. Und mit einem Mal wurden in Wilhelmshaven neue Einwohner gesichtet! Hier Mitscherlichstr./Marktstr. sitzt ein winkender Street Yogi von JoY auf dem Straßenschild.

Auch Blumen von JoY wurden in luftigen Höhen platziert (Adalbertstr.).

Eröffnung der Ausstellung „ungeniert/engagiert – Kunst aus den Straßen Berlins“ (und Wilhelmshavens) ist am morgigen Sonntag, 23.07.2017 um 11:30 Uhr in der Kunsthalle Wilhelmshaven, Adalbertstraße 28, 26382 Wilhelmshaven.

Wer die Tage vorher mitverfolgen möchte, schaue sich den vorherigen Artikel an.

Und in der regionalen Presse findet unsere Ausstellung bereits viel Beachtung:
Wilhelmshavener Zeitung: Artikel vom 19.07. und vom 22.07.2017
Radio Jade: 20.07.2017 und 21.07.2017
NordWestZeitung (NWZ): 21.07.2017
Es folgen noch Beiträge vom NDR-Radio usw…

Kommentare (3)

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  1. Hallo Caro,
    Glückwunsch für diese tolle Ausstellung! Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass du mal Kalle Marx so nahe kommen würdest.
    Weiterhin viel ,geflashte‘ Momente und
    dicke Küsse und Grüße
    von Jompi

  2. Ganz klasse Streetart-Kunst, sehr beeindruckend u vieles sehr ausdrucksstark 👍🏼 u mit informativen Beschreibungen u Kommentaren!
    Diese Kunstart könnte noch sooo viel öfter an öffentlichen Plätzen sichtbar sein…