vonPeter Strack 21.05.2011

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Die arbeitenden Kinder Boliviens waren froh, dass der  1. Mai in Bolivien ohne die Verkuendung eines neuen Arbeitsgesetzes voruebergegangen war.

Denn noch hatte die Organisation, die sich Union der arbeitenden Kinder und Jugendlichen Boliviens (UNATSBO) nennt, nicht genug Zeit, den Parlamentariern und der Regierung  ihren eigenen Gesetzesvorschlag zum Schutz und zur Verteidigung der Rechte arbeitender Kinder zu erklaeren und offene Detaills zu klaeren. Ende vergangenen Jahres hatten sie den ersten Entwurf zusammen mit einer Studie zur Situation arbeitender Kinder in Buchform vorgelegt.

„Ein Novum sowohl in der Geschichte der Kinderrechte, als auch des Arbeits- und Sozialrechts“, urteilt der Kinderrechtsexperte Manfred Liebel, „auch insofern, weil er mit Blick auf das Thema Kinderarbeit die Perspektive arbeitender Kinder und Jugendlicher zum Ausdruck bringt und auf dem Gedanken basiert, dass auch Kinder ein Recht haben zu arbeiten. Mit dem Gesetz soll den arbeitenden Kindern ermöglicht werden, sich (auch) selbst gegen Ausbeutung und Missbrauch zu wehren, ihre Menschenwürde zu wahren und ihre Rechte auszuüben. Der Gesetzentwurf versteht sich als Normativer Vorschlag zu Anerkennung, Förderung, Schutz und Verteidigung der Rechte der arbeitenden Kinder und Jugendlichen.“

Und weil das auch in Bolivien nicht selbstverstaendlich ist, hat Liebel eine Unterstuetzungsaktion organisiert, der sich Interessierte anschliessen koennen.

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https://blogs.taz.de/boliviens_arbeitende_kinder_legen_gesetzentwurf_vor/

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