vonHans Cousto 25.05.2014

Drogerie

Aufklärung über Drogen – die legalen und illegalen Highs & Downs und die Politik, die damit gemacht wird.

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Das Federal Bureau of Investigation (FBI) ist der Inlandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten mit Zuständigkeiten in der Terrorismusbekämpfung und der Spionageabwehr und dem Schutz vor Cybercrime. Es untersteht dem US-Justizministerium. Bis heute waren Personen, die in den vorhergehenden drei Jahren Marihuana konsumiert hatten, von der Einstellung ausgeschlossen. Da jedoch allein in diesem Jahr das FBI 2000 neue Mitarbeiter einstellen will und ein großer Teil der Neueinstellungen sich der digitalen Verbrechensbekämpfung widmen soll, muss sich das FBI von der bisherigen Regelung verabschieden, da es in den USA nicht genügend IT-Spezialisten gibt, die nicht kiffen.

FBI Director James B. Comey, Foto: FBI, public domain
Abbildung 1 zeigt den Direktor des Federal Bureau of Investigation James Brien Comey. Comey ist Republikaner und leitet das FBI seit dem 4. September 2013. Vorher war er stellvertretender Justizminister (US Attorney General) der USA.

Da das FBI offenbar erhebliche Schwierigkeiten hat, genug IT-Fachkräfte für ihre Cybercrime-Abteilung zu finden, erwägt Comey, die strikten internen Bestimmungen zum Konsum von Marihuana seiner Mitarbeiter zu lockern. Comey sagte gemäß des Artikel „FBI-Direktor Comey: Wir können nicht genügend Programmierer aufgrund der Nulltoleranzregeln bei Marihuana finden“ im Wall Street Journal bei einer Konferenz in New York: „Wir müssen exzellente Arbeitskräfte einstellen, um mit den Cyberkriminellen mithalten zu können, und manche dieser ‚Kids‘ rauchen eben gerne Gras auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch.

Offenbar hat der Direktor des FBI erkannt, dass Kiffen nicht dumm macht, sondern, dass die Besten der Besten eben auch kiffen.

Kiffen macht doch nicht dumm

In zahlreichen Medien wurde in den letzten Jahren berichtet, dass Kiffen dumm mache. So berichtete der Sender n-tv am 28. August 2012 „Unwiderrufliche Schäden – Cannabis macht dumm“, der Stern am 27. August 2012 „Studie zu Cannabis-Konsum:  Wer ständig kifft, wird dumm“, der Tagesspiegel am 28. August 2012 „Erste Langzeitstudie: Kiffen macht dumm“, die Hamburger Morgenpost am 1. März 2013 „Schwere Gehirnschäden – Prof. Thomasius: „Cannabis macht Menschen dumm“, der Fokus am 27. August 2012 „Langzeitstudie – Kiffen lässt IQ schrumpfen und macht dumm“ und die Welt am 27. August 2012 „Wissenschaftlich bewiesen – Kiffen macht dumm“. Jedenfalls scheint dies gemäß den Erkenntnissen des FBI nicht für IT-Spezialisten zu stimmen. Vielleicht sollten sich die Redakteure oder Redaktionen der hier erwähnten Medien den CNN-Redakteur Sanjay Gupta zum Vorbild nehmen, der sich am 9. August 2013 auf der Website des Senders CNN unter dem Titel „Why I changed my mind on weed“ (Weshalb ich meine Meinung zu Gras änderte) mit der Bitte an die Öffentlichkeit wandte, man möge ihm verzeihen, dass er bislang so unsachlich über Cannabis und insbesondere über Cannabis als Medizin berichtete. Wörtlich heißt es:

We have been terribly and systematically misled for nearly 70 years in the United States, and I apologize for my own role in that.“ (Wir wurden in den USA schrecklich und systematisch für nahezu 70 Jahre in die Irre geführt, und ich bitte um Verzeihung für meine Rolle, die ich dabei gespielt habe.)

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