vonBlogwartin 18.03.2011

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Karl-Heinz Ruch ist Geschäftsführer der taz. Foto: Anja Weber
Karl-Heinz Ruch ist Geschäftsführer der taz. Foto: Anja Weber

In den letzten fünfzehn Jahren ist es üblich geworden, dass die traditionellen Verlage digitale Ableger ihrer gedruckten Tages- und Wochenzeitungen im Internet herausgebracht haben. Die taz geht jetzt mal einen anderen Weg. Als wir davon hörten, dass eine Gruppe rund um Josef-Otto Freudenreich (60), Ex-Chefreporter der Stuttgarter Zeitung, eine kritische und investigative lokale Internet-Wochenzeitung gründen will, da fragten wir uns: Warum drucken die das nicht? Stuttgart und Baden-Württemberg könnten doch gut eine kritische Wochenzeitung vertragen. Nach einem ersten Kennenlernen wurde die Frage neu gestellt: Warum drucken wir das nicht? Die Antwort haben wir gefunden, ab 9. April wird es in der taz eine Printversion des Internet-Magazins geben.

Gedruckt wird in unserer Druckerei in Frankfurt. Als vierseitige Beilage liegt sie dann jeder Wochenendausgabe der von Frankfurt aus vertriebenen Teilauflage der taz bei. Auch taz-LeserInnen in Nordrhein-Westfalen oder Bayern werden also in den Genuss dieses die sonntaz ergänzenden journalistischen Angebots kommen. Für uns ist das ein journalistisches Experiment, und wir wollen ein Zeichen setzen, dass es sich lohnt, auch in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung der Medien den Qualitätsjournalismus der gedruckten Zeitung nicht nur zu bewahren, sondern mit differenzierten Angeboten für neue Zielgruppen auszubauen.

Seit zwei Jahren gibt es die neue Wochenendausgabe mit der sonntaz. Vor einem halben Jahr haben wir den Umfang der Wochenendausgabe noch einmal erweitert, mit neuen und zusätzlichen redaktionellen Schwerpunkten. Das gleichzeitig damit eingeführte Wochenendabo ist ein großer Erfolg. Fünftausend neue AbonnentInnen innerhalb eines halben Jahres zeigen, dass es möglich ist, auch in einem schrumpfenden Markt mit den richtigen Angeboten Auflage zu gewinnen.

Die taz ist als überregionale Tageszeitung in Baden-Württemberg traditionell schon immer stark verankert. Wahrscheinlich ist es nicht nur ein Ausdruck der wirtschaftlichen Stärke dieses Landes, dass in Baden-Württemberg der Anteil der taz-AbonnentInnen, die für ihr Abo den Politischen Preis bezahlen, besonders hoch ist. Wir freuen uns, dass wir uns bei diesen treuen AbonnentInnen im Südwesten mit einem speziell für sie interessanten Angebot bedanken können. Und wir sind außerdem zuversichtlich, dass die taz im Ländle besonders am Wochenende auch für viele neue LeserInnen die Zeitung ihrer Wahl sein wird.

Jetzt die taz mit Regionalbeilage im Südwesten abonnieren:
– Als Wochendabo für 12,90 Euro im Monat
– Das taz-Vollabo kostet je nach Selbsteinschätzung im Monat entweder 22,90 Euro oder 35,90 Euro oder 43,90 Euro

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