von 16.06.2013

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Er war irgendwie unruhiger als sonst, als die allerersten Meldungen aus Istanbul in die Welt getwittert wurden: Und unser Kollege Deniz Yücel sie las. Dann sagte er: „Es gibt für mich momentan bessere Plätze als Berlin.“ Besorgte sich über Nacht ein Flugticket nach Istanbul, um als türkisch- (und leicht hessisch-) sprechender Journalist aus größter Nähe über die Freiheitsbewegung am Bosporus, in der Türkei überhaupt zu berichten.

Er ist seitens der taz nicht der einzige Journalist, der sich intensiv um die womöglich wichtigste politische Bewegung in Opposition zum islamfundierten Regime Recep Tayyip Erdogans beobachtend, analysierend und beschreibend kümmert. Mit ihm sind in Istanbul die dort ansässigen KollegInnen Dilek Zaptcioglu und Jürgen Gottschlich sowie unser ehemaliger taz-Kollege, der türkischsprachige Felix Dachsel.

Yücel, vor knapp 40 Jahren in Flörsheim am Main geboren, zählt zu den vitalsten und debattenfreudigsten Kollegen der taz überhaupt. Zu dieser Zeitung kam er vor sechs Jahren, vorher schrieb er auch für die renommierte Jungle World – 2011 erhielt er für seine „Vuvuzela“-Kolumne in den Sondernummern der taz zur Fußball-WM in Südafrika den Kurt-Tucholsky-Preis zuerkannt.

In der taz hat er in dieser Zeit die Kunst der analytischen Zuspitzung auf das Lebendigste starkgemacht. Es gibt etliche, die sein „Geschreibsel“ nicht wertschätzen, andere sagen: Für solche Texte wie die seinigen wurde die taz doch gegründet!

Nun: Er wird gewiss erfrischt aus der Heimat seiner Vorfahren nach Berlin zurückkehren. Auf ihn wartet dann in der taz ein Projekt, das der Istanbuler Kämpfe wegen auf den 4. Juli verschoben werden musste: die Homotaz. Unter seinem Dirigat eine ganze schmucke Ausgabe zu LSBT*_I*_Q*-Fragen, die unter der Überschrift „Freundschaft!“ steht.

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https://blogs.taz.de/hausblog/mitarbeiter-der-woche-deniz-yucel/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Du hässliches türkisches Schwein gehörst vergast. Dir sollte man die Zunge rausschneiden und die Hände abhacken du Kotzbrocken. Wenn ich dich mal auf der Straße erwische du Hurensohn, dann bekommst du einen Kopfschuss und ich schweiß dir danach in dein hässliches Arschgesicht du dreckige scheiß Türke.

  • Erstaunlich, nicht nur diese Auszeichnung für einen absolut dogmatisch-gestörten (verstörten?) Schreiberling. Die charakteristischste, weil angemessene „Berwertung“ hat die taz selbste für diesen Mitarbeiter erhalten: 20.000€ Strafe für die schäbige Diffamierung des Herrn Sarrazin wegen dessen angeschlagener Gesundheit! Da bleibt nur betroffenes Bedauern……

  • Ja, wo sind sie denn, die: „Kommentare (15)“.
    Offenbar überfordert Euch der seit Monaten währende Umbau der online-taz.de – jedenfalls wird die online-performance immer desaströser: jetzt werden auch noch die (zuvor bereits freigeschalteten) Leser-Kommentare unterschlagen.
    „Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.“ Ach was!? Ne-näh? Jetzt verschwindet gleich alles im Off; aber Hauptsache ist ja wohl auch, dass die lästigen direct-links zu den A-sozialen ‘Social Networks’ zur dauerhaften Datenübertragung (an den NSA) auf jeder taz-Website aktiv geschaltet ausgewiesen werden, gell?!

  • Aus der morgendlichen Salzlauge:

    JAF – gummibärchen, das zerquälte Nordlicht
    als Cheerleader constest für den verdienten Arbeiter des
    Volkers – doch, doch, das hat was;

    egal, wo Laudierte als Arbeiter der Stirn doch
    gerade im sonntaz-paperlongversion wieder
    mal zu gekonnt großer Form aufgelaufen ist.

    Denen dort die Daumen gedrückt und
    langen Atem

    Deniz Yücel – ahls wigger, ahl Hessebub.
    “ Allen zu gefallen, ist eine Kunst die niemand kann“
    => lübsche Schiffergesellschaft

    @Gesche – freche Kartoffel, klar bei dem Namen!:))

  • Ich als Exlinksirgendwiekonservativeraberstockliberaler taz-Leser kann die ultimative Lobhudelei nur unterstützen. Deniz hat sicher zuweilen ’nen Schuss, ist aber der taz Klügster (sorry, Jan Feddersen, mag dich auch, aber du kommst erst knapp danach). Er sitzt zwischen den Stühlen politisch-korrekten Wahnsinns und nationalbewusster Infantilität beider Seiten – der deutschen wie der türkischen. Religion findet er, soweit ich das sehe, angemessen albern. Das macht ihn – ja, ich würde sogar sagen – sympathisch.

  • Daß die Rubrik „Mitarbeiter der Woche“ fragwürdig ist, bedeutet nicht, daß der Inhalt das ebenfalls ist. Danke jedenfalls für einen von mindestens einer Handvoll TAZ-Journalisten, die die Medienwelt noch mit ihren Schwächen bereichern.

    Eine Transgender-Taz am Independence Day passt da genau ins Konzept der (mal mehr mal weniger) subtil zynisch/satirischen Schriftstücke die man nicht erwartet hat und ich mich darum schon jetzt drauf freu.

  • Vielleicht sollte man am Foto etwas ändern, damit man die Nominierung zumindest visuell nachvollziehen kann. So strahlt Yüksel leider in etwa die gleiche Sympathie aus, wie Beate Zschäpe. Da sie keine verspiegelte Sonnenbrille trägt kommt sie glatt noch ein bisschen sympathischer rüber.

  • Gute Gelegenheit mich bei Deniz Yücel und seinen Kolleg_innen für die (bisherige) Berichterstattung aus Istanbul zu bedanken, die für mich sehr nah an den Menschen da wirkte und mich sehr berührt und deshalb auch ziemlich wütend gemacht hat.

    her yer direnis

  • Heil Yücel, Kaiser von Neuland!
    Bester deutscher Journalist! Und das ist kein Stück ironisch gemeint. Sicher sein kann man sich da allerdings nie.

  • gesche says:

    ein arsch mit ohren als feddersens obermaskottchen. naja, passt zusammen. bei beiden rhetorische blenderitis statt durchdachtem inhalt. im falle feddersens mit selbstverliebtheit und….. usw.
    ~~~~~~
    tja, Deniz spricht u n d schreibt wenigstens ortografisch korrektes Deutsch

  • Mann muss den Deniz mögen schon alleine aufgrund der Entblödungsorgien in den Kommentaren, die Artikel auslösen, die auch nur im entferntesten mit ihm zu tun haben.

  • Alle Achtung, Deniz Yücel ist Mitarbeiter der Woche geworden. Leider verrät die TAZ nicht, in welcher McDonalds Bude und ein aktuelles Foto im McDonalds Outfit wäre auch schön gewesen. Ich nehme aber an, es wird sich dabei um einen Hamburger Laden in Instanbul handeln. Es freut mich, dass Yücel jetzt eine Betätigung gefunden hat, die seinen Fähigkeiten entspricht.

  • Herr Yücel wird Held der Arbeit bei der TAZ. Wie fühlt man sich dabei?

    Eines ist klar, ohne Deniz Yücel wär die TAZ nur halb so lesenswert. Glückwunsch!

  • Wow, da läßt sich der taz-Autor & -Kollege nicht 2x lumpen:
    “Mitarbeiter der Woche: Deniz Yücel”; (Prämie: 1x Döner Box?)
    Und Yücels’ „Stinkstiefel“ wurden auf der gerade mit astronomischen Umsätzen beendeten «Art Basel 2013» versteigert, oder was‽ Ja, Herr Feddersen, das haben Sie gelernt, so wird ’n Schuh draus: nur positives Schreiben, nicht das Geringste von wiederholten (Standes-)Klagen infolge seiner journalistischen Fehlleistungen gegen den Herrn Kollegen zu lesen – wissen Sie was, Herr Feddersen(‽), lassen Sie sich bis zum übernächsten «Eurovision Song Contest» kryokonservieren.

    PS
    Allein die Rubrik (“Mitarbeiter der Woche”) is’ ja sofas von peinlich.

  • ein arsch mit ohren als feddersens obermaskottchen. naja, passt zusammen. bei beiden rhetorische blenderitis statt durchdachtem inhalt. im falle feddersens mit selbstverliebtheit und der fehlannahme eloquent zu sein gepaart; bei yücel die selbstinszenierung als tolle type, die noch jedes tabu bricht und die letzte provokation für sich gepachtet hat. bei beiden wieder ausblenden von bzw. aktive ausübung von diskriminierung.
    vor der angekündigten homo-ausgabe gruselt mich jetzt schon.

  • Starke Artikel, wirklich gute Arbeit von Yücel. Danke dafür.
    Die Proteste werden weiter gehen und zumindest in der West-Türkei steht eine offene Rebellion gegen die AKP bevor.

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