von 13.07.2010

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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taz.de sucht eine/n
Online-Redakteur/in
in Vollzeit

Zu den Aufgaben gehört es:

– Texte aus der Printausgabe onlinegerecht aufzubereiten,

– Eilmeldungen schnell und sicher aus Agenturmaterial online zu stellen,

– im Wechsel mit den KollegInnen als Chef vom Dienst die Website zu führen,

– in den Bereichen Netzwelt, Datenschutz, Politik und Gesellschaft eigene Geschichten zu schreiben und AutorInnen zu betreuen,

– Bildergalerien zu gestalten.

taz.de ist noch im Aufbau. Es bestehen deshalb viele Möglichkeiten, neue Ideen zu entwickeln, neue Formen auszuprobieren. Wir erwarten einen soliden Überblick über das Weltgeschehen: von Kultur über Wirtschaft und Sport bis hin zur Politik. Begriffe wie „Flattr“, „Tweet“ oder „Social Bookmarking“ sollten keine Fremdwörter sein. Produktionserfahrung, Textsicherheit, Kreativität und ein gutes Auge für Bilder setzen wir voraus.

Wir arbeiten im Schichtbetrieb von 8 Uhr bis 20 Uhr. Die Stelle wird nach Haustarif V bezahlt. Der Vertrag ist zunächst auf ein Jahr befristet – eine Verlängerung möglich. Die Stelle ist ab 1. September frei.

Bewerbungen bitte bis zum 7. August 2010 per Mail an Matthias Urbach, onlinejob@taz.de

Nachtrag 8. August: Viele Bewerber, die Ihre Unterlagen an diesem Wochenende schickten, haben auf ihre Mail eine Fehlermeldung erhalten. Das lag daran, dass die Mails von dem ersten taz-Mailaccount auch noch einen zweiten Mailaccount weitergeleitet wurden und der zweite Account irgendwann überfüllt war. In dem ersten Account sind die Bewerbungen dennoch alle angekommen und werden von uns gelesen. Es ist nicht notwendig, uns die Unterlagen noch ein weiteres Mal zu schicken. Wir entschuldigen uns für die Verwirrung.

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aktuell auf taz.de

kommentare

  • Ich weiß, dass die Frage schonmal gestellt wurde, aber: muss man für die Stelle in Berlin sein? Es steht ja nicht explizit drinnen…. Und eigentlich lässt es sich ja von überall her machen.

  • Hallo Andreas Knopf, die wenigsten Journalisten (sowohl in der taz als auch anderswo) haben ein Journalistikstudium. Ich finde so ein Studium auch keine notwendige Voraussetzung für die Arbeit als Journalist, da man in den meisten dieser Studiengänge hauptsächlich die wissenschaftlichen Methoden lernt, mit denen man dann Journalismus untersuchen kann. So ein Studium bereitet gut auf eine wissenschaftliche Karriere in der Journalismusforschung vor, aber für die praktische Arbeit als Journalist ist aber meiner Ansicht nach vor allem Handwerk notwendig und außerdem hinreichend Wissen über die Themen, über die man berichtet.

  • Hallo liebe TAZ Redaktion,

    sehe ich das richtig, daß für die Stelle ein Journalistikstudium nicht zwingend erforderlich ist, gewisse Erfahrung zwar wünschenswert, aber vor allem das Interesse, sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen ect. Themen auseinanderzusetzen und öffentlich zu reflektieren, gewünscht ist?

    Viele Grüße,
    Andreas Knopf

  • @Matthias: Ich scherze nicht, wenn es um unseren Haustarif geht. Ich habe „me“ auch so verstanden, dass er/sie lieber die Nennung eines konkreten Geldbetrages bereits in der Ausschreibung gewünscht hätte. Ich habe meine Antworten so verstanden, dass ich dies in dem Moment, als ich den Artikel online stellte, so nicht vorhergesehen habe, aber dass ich unverzüglich auf die entsprechende Frage geantwortet habe, sobald sie gestellt wurde. Wir können das gerne noch weiter auswälzen, aber von meiner Seite aus ist zu dem Ablauf nun eigentlich alles gesagt :-)

  • @Matthias Mersch „Artikel onlinegerecht aufbereiten“ heißt vor allem, Texte mit Unterüberschriften oder auch Grafiken übersichtlich zu gliedern. So findet sich der Leser auf der entsprechenden Website besser zurecht und ist auch eher bereit, einen Artikel komplett zu lesen. Darüber hinaus muss der Schreibstil anschaulich und ansprechend sein. Mehr, als dies im Printjournalismus der Fall ist. Möglicherweise muss, ähnlich wie bei SEO-Texten, auch auf bestimmte Begrifflichkeiten in den Überschriften geachtet werden, damit Suchmaschinen die Artikel schneller finden und zuordnen können. Das vielleicht als Erklärung, was mit „onlinegerecht“ gemeint sein dürfte.

    Darüber hinaus bin ich mir im Übrigen trotz meines „jugendfrischen Elans“ darüber durchaus bewusst, dass die taz unter Tarif bezahlt. Aber so etwas würde ich schon der Sache wegen in Kauf nehmen, denn wer guten Journalismus hierzulande am Leben erhalten möchte, der muss idealistischer Weise auch dazu bereit sein, Opfer zu bringen.

  • @Stephanie Riechelmann: Ich bin nunmehr seit 2007 als freie Online-Journalistin/ Webtexterin unterwegs und war vorab im Rahmen einer Weiterbildung u.a. bei einer taz-Redakteurin aus Bremen in der “Lehre”.

    Ich möchte ja im Angesicht von so viel jugendfrischem Elan nicht sarkastisch rumtrollen, aber der Passus „Texte aus der Printausgabe onlinegerecht aufzubereiten“ liefert mir dann in Verbindung mit dem quirligen Kommentar von Steffi doch endlich eine Erklärung dafür, warum taz-online oft sehr viel schwächer ist als das, was ich als Leser der Printausgabe back in the old days in Erinnerung habe …

  • @S. Heiser: Ist der große Schreibaufwand um den Haustarif V ein Scherz?
    Ich verstehe @Me! dahingehend, dass er statt „Haustarif V“ im Text der Stellenausschreibung die Nennung einer Geldsumme erwartet hat.

  • @El Redigatore grummelt: „Und dann fragt man sich wieder, warum der “Qualitätsjournalismus” immer mehr den Bach runter geht…“
    Verstehe nicht ganz den Zusammenhang. Soll das heißen, so genannte „Qualitätsjournalisten“ sind per se geldgierig und wandern „zunehmend in Richtung PR oder Marketing“ ab, wenn die „Kohle“ nicht stimmt?

  • @S. Heiser: Bitte verstehen Sie mich nicht falsch – ich bewundere durchaus das Team der taz, das offensichtlich für seine Überzeugungen einsteht und dafür auch persönlich wirtschaftliche Einbußen in Kauf nimmt. Sie werden mit Sicherheit auch einen passenden Bewerber für die Stelle finden. Dennoch finde ich das grassierende Lohndumping im Journalismus mittlerweile wirklich bitter. Bei der taz mag das noch der allgemeinen Ausrichtung und Lage des Blatts geschuldet sein. Leider gibt es auch genug große Verlagshäuser, die ohne vergleichbare Probleme ähnliche Gehälter anbieten. Kein Wunder, dass viele Kollegen zunehmend in Richtung PR oder Marketing abwandern, wo noch etwas besser bezahlt wird. Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute für die Zukunft – Medien, die etwas abseits des Mainstreams und der Gleichschaltung agieren, sind mir aus Prinzip sympathisch. ;-)

  • @me: Ich wünschte auch, ich könnte alle Fragen von Lesern bereits erahnen und beantworten, bevor sie sie stellen. Da ich über diese Gabe allerdings nicht verfüge, kann ich Fragen erst beantworten, nachdem sie gestellt wurden. Zumindest dann aber schnell und offen.

  • @El Redigatore: Das stimmt – der Haustarif der taz liegt deutlich unter dem Tariflohn. Niemand bedauert das mehr als die Leute, die hier angestellt sind :-)

    Wenn es allein nach betriebswirtschaftlichen Aspekten gehen würde, dann dürfte es diese Zeitung eigentlich gar nicht geben. Kein kapitalkräftiger Verlag im Rücken, viel zu kleine Auflage, wenig Anzeigen, ständig Verluste… Der Betrieb hier existiert nur, weil die Angestellten und freien Mitarbeiter auf einen Teil des ihnen laut Tarif zustehenden Lohnes verzichten, weil drei Viertel der Leser freiwillig den Standardpreis oder den erhöhten Preis für ihr Abo zahlen (obwohl sie auch ohne irgendwelche Nachweise den ermäßigten Preis zahlen könnten) und weil es die taz-Genossenschaft gibt, in die knapp 10.000 Leser jeweils mindestens 500 Euro eingezahlt haben und die jetzt die Verluste der taz deckt und Investitionen finanziert. Für die Mitarbeiter gibt es im Gegenzug für den niedrigen Lohn ein hohes Maß an Selbstbestimmung und journalistischer Freiheit. Leider nur für die, die sich das leisten können – die also von ihrem Arbeitseinkommen nicht eine Familie ernähren müssen. Aber für die anderen lautet der Deal: Weniger Geld, mehr Spaß bei der Arbeit.

  • @S. Heiser

    Entgegen meiner ironiefreundlichen Einstellung war mein Lob durchaus ernst gemeint. Ich hätte eher Zensur gefürchtet als mit einer Cent-genauen Zahl gerechnet.
    Dass die taz aufgrund ihrer Ausrichtung deutlich unter Tarif zahlt – geschenkt. Was ich nicht verstehe ist allerdings die generelle Informationspolitik: Warum werden die Haustarife nicht einfach kommuniziert und fertig?

  • @me: Das stimmt, dass ich nach dem Kommentar mit der Anfrage 9 Minuten gebraucht habe, um darauf zu antworten. Das liegt daran, dass ich zwischendurch noch mit anderen Sachen beschäftigt bin und dass ich erst meine letzte Gehaltsabrechnung heraussuchen wollte, um auch ganz sicher zu gehen, die korrekte Antwort geben zu können. Unter diesen Umständen finde ich 9 Minuten auch ziemlich „gleich“, aber natürlich kann man das immer noch verbessern.

  • Das ist ein schlechter Scherz, oder? Vollzeit-Stelle, Schichtdienst, zudem noch Leitungsaufgaben als (teilweiser?) Chef vom Dienst… und das für rund 2000 Euro brutto? Das Einstiegsgehalt für Redakteure im ersten (!) Berufsjahr liegt tariflich bei knapp 3000 Euro brutto (Tageszeitungen, kommt dem Online-Business recht nahe). Selbst wenn man hier noch den „Tarif gibt’s eh kaum noch“-Faktor abzieht, sind 2000 Euro brutto ein geradezu lächerliches Angebot, insbesondere für Leute mit Berufserfahrung. Und dann fragt man sich wieder, warum der „Qualitätsjournalismus“ immer mehr den Bach runter geht…

  • Ich erhalte auch Haustarif V, bei mir bedeutet das 2.007,64 Euro brutto. Der genaue Betrag hängt von der Erfahrungsstufe ab (Berufseinsteiger erhalten ein paar Euro weniger, Langgediente ein paar Euro mehr) und von der Zahl der Sonntagsdienste. Ich denke mal, die Schwankungen wegen dieser Faktoren liegen bei unter 100 Euro. Für Kinder hingegen gibt es einen deutlich höheren Zuschlag.

  • Schade, dass man für die Stelle bei Euch in Berlin vor Ort sein muss. Wenn’s die Chance auf ’ne ortsunabhängige freie Mitarbeit gäbe würde ich mich sogar zwischen 7 und 21 Uhr dafür reinknien… Nun ja. Drücke Euch auf jeden Fall die Daumen, dass Ihr eine gute Kraft für den Job findet. Ich bin nunmehr seit 2007 als freie Online-Journalistin/ Webtexterin unterwegs und war vorab im Rahmen einer Weiterbildung u.a. bei einer taz-Redakteurin aus Bremen in der „Lehre“. Deshalb hätte mir eine Mitarbeit bei Euch auch gut gefallen…

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