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von 27.07.2013

taz Hausblog

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Am Donnerstag hat die Initiative „taz watch“ von 12 bis 14 Uhr vor dem taz-Café gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert. Die vier Teilnehmer forderten, „dass man uns nicht ungefragt mit den so lieb gewonnenen oder auch unbewussten Rassismen, der so liebgewonnen Deutungshoheit belästigen darf ergo auch kein Rassismus im Journalismus, keine Diskriminierung, keine Beleidigung stattfinden darf“, wie es in der Ankündigung zu der Demonstration hieß. Sie standen nebeneinander vor der Fensterfront und schauten auf die taz-Mitarbeiter und Touristen, die hier zu Mittag aßen. „Wir wurden belächelt, ermutigt, verständnislos betrachtet, ignoriert und diskutiert“, schreibt die Initiative auf ihrer Facebook-Seite.

 

Im Vorfeld dieser jüngsten Demonstration hatte „taz watch“ erläutert, warum die Initiative das Gespräch mit der taz verweigert. Grund dafür seien negative Erfahrungen bei bisherigen Diskussionen mit taz-Mitarbeitern: „Wir wurden sprachlos und mundtot gemacht auf den verschiedensten Ebenen (durch den Vorwurf der übersteigerte Emotionalität, der Relativierung, der Personalisierung, der Singularisierung, usw.)!!!“ All dies zeuge „für uns nicht von der Möglichkeit auf Augenhöhe zu kommunizieren, sondern ist Zeugnis für die Herstellung von Ungleichheit in der kommunikativen Auseinandersetzung. Augenhöhe ist aber Voraussetzung für einen Diskurs, der in irgendeiner Weise fruchtbar sein soll. Und genau deshalb verweigern wir nicht nur die uns bisher zugeschriebene Gesprächsrolle, sondern auch ‚das so genannte Gespräch‘.“

 

Hausblog-Leser Jochen hatte dazu kommentiert:

 

Ich finds ok, wenn “taz watch” nicht mit der taz diskutieren will. Aber könntet ihr dann nicht die Belege an anderer Stelle veröffentlichen? Das würde sicher auch bei der Mobilisierung helfen. So ist es etwas unbefriedigend, wenn man zur Demonstration aufgerufen wird, aber nicht konkret weiß, wogegen es geht. Ich selbst lese die taz nicht und habe auch nicht die Zeit, damit jetzt anzufangen und die Belege zu suchen, die ihr ja schon gefunden habt.

 

Jemand von „taz watch“ antwortete:

 

Eine kleine Auswahl aus unserer Sammlung von Belegen zu Rassismen und Diskriminierungen in Sprache der taz (inkl. Erläuterungen) wird in den nächsten 14 Tagen (abhängig von unseren sonstigen Arbeitsverpflichtungen) unter “Notizen” für interessierte taz watchler zu finden sein.

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