Nach seinem Überraschungserfolg im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien hat der ultrarechte Kandidat Abelardo de la Espriella die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump erhalten. Trump gratulierte dem kolumbianischen Politiker auf seiner Plattform “Truth” und nannte ihn einen “schlauen, starken und zähen Führer”. Als Präsident “wäre Abelardo außerordentlich erfolgreich”, so der Ober-Ultra, um “RECHT UND ORDNUNG wiederherzustellen”.
Der Ausgang der Stichwahl am 21. Juni sei “sehr wichtig für die Zukunft Kolumbiens und seiner Beziehung zu den Vereinigten Staaten”, schrieb der US-Staatschef weiter. Im Duell mit einem “radikalen linken Marxisten” sei es ihm eine Ehre, de la Espriella eine “vollständige und totale Wahlempfehlung zu geben”, so Trump.
Am Sonntag hatte der Mafia-Anwalt 43,7 Prozent der Stimmen erzielt. Iván Cepeda vom linken „Pacto Histórico“, der auch von Grünen und Liberalen unterstützt wird, kam hingegen nur auf 40,9 Prozent. Der ultrarechte Politiker bedankte sich für die “entschiedene Unterstützung durch Präsident Trump und seine ganze Regierung”, zu der er angeblich “seit vielen Jahren” eine sehr gute Beziehung unterhalte.
“Wenn sich ein Land in die Angelegenheiten eines anderen Landes einmischt, stirbt die Freiheit”, reagierte der amtierende Präsident Gustavo Petro auf der Plattform X. Er lade “ganz Kolumbien dazu ein, in voller Freiheit abzustimmen”, damit das Land “keine Kolonie von niemandem” und die Kolumbianer keine Sklaven mehr würden, schrieb Petro.
Nachdem die Beziehungen zwischen Trump und Petro im letzten Jahr sehr angespannt waren, hatte der US-Präsident seinen kolumbianischen Kollegen im Februar als ersten linken Präsidenten Lateinamerikas im Weißen Haus empfangen. In ihrer Nationalen Sicherheitsdoktrin bekennt sich die US-Regierung offen zur einer aggressiven Rolle in Lateinamerika, um dort den Einfluss Chinas zurückzudrängen.