vonChristian Ihle & Horst Motor 19.03.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Du, Schatz, wie wollen wir eigentlich unsere neue Erotikartikelfirma nennen?“ – „Hm, ‚unknown pleasures‘? Oder doch lieber ‚Joy Division‘?“

Klar, es gibt immer wieder einmal Namensdoppelungen, die im Nachhinein unglücklicher als andere wirken.

Doch irgendwie würde es einen schon interessieren, wer noch einmal genau der Namenspatron des Erotikartikel-Herstellers „Joy Division“ war, dem innovativen Erfinder des weltweit ersten 100% biologischen Gleitgels, Europas beliebstester Gleitgelmarke und des OralTrainers“?

Joy Division Gleitcreme

Hat sich JOY DIVISION nun nach der KZ-Prostituierten-Riege der deutschen Wehrmacht oder nach der traurigsten Band der Welt aus Manchester benannt, deren Sänger sich mit 23 erhängte?
Beide Ideen wären irgendwie für den Arsch, Gleitcreme hin oder her.

Allerdings wäre die Frage nach der geeigneten musikalischen Untermalung für Werbespots zu dem einen oder anderen angebotenen Produkt schnell geklärt:

Viagra? „24 Hours“!

(Christian Ihle)

Anderes:

* Kastelruther Spatzen machen ganz großen Käse
* Eco-Echo und Elternirrsinn
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kommentare

  • Joa die creme ist doch schon ne feine sache mir und meiner freundin macht es immer spaß was neues auszuprobieren und diese creme ist der hammer !!
    flutscht rein wie ein zäpfen

  • Ich schätze daran die Absurdität. Es gibt kulturell zwei Referenzpunkte (und ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf Joy Division kommt ohne dass man eines von beiden unterbewusst einmal gehört hat) und beide sind derart unpassend für einen Erotikartikelhersteller, weil so unerotisch wie noch was, dass die Namensgebung – wie eingangs erwähnt – so unglücklich ist, dass sie sich in gewisse Absurditätshöhen aufschwingt. Gerade weil ja unter Garantie keine Absicht vorlag. An unwissentlicher Idiotie kann ich mich schon erfreuen.

    Und wenn man schon mal bei Gleitcreme gelandet ist, kann man ja auch noch in den zwei letzen Absätzen einen Hang zu einfachen Scherzen ausleben.

  • oh je.. na gut. die analgleitcreme an sich hier anzubringen find ich irgendwie schon ein bisschen flach und mehr so „hö- hö, schenkelklopfer“-niveau. frauen, und deshalb dieser geschlechterklischee da oben von mir, finden sowas größtenteils (!) nicht so richtig zum lachen, denke ich.
    und dass da keiner dachte : „analgleitcreme? klar, lass uns die doch nach der tollen band joy division benennen!“ liegt doch ziemlich nahe, deshalb finde ich den konnex ein bisschen konstruiert.

  • Die Übergänge zwischen Sarkasmus und dem absoluten Fehlen von Ironie innerhalb einer Aussage sind ja manchmal gut versteckt, aber so bleibt mir wenigstens die stille Hoffnung.

  • Super. Die „Für den Arsch“-Pointe ist gar nicht nötig, das ist doch aus sich selbst heraus schon abwegig genug!

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