vonChristian Ihle 04.08.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Ab September wird in London ein Theaterstück aufgeführt werden, das man entweder interessant finden oder sich jetzt schon davor fürchten kann. Man darf jedenfalls gespannt sein, ob das Stück über die Ausbeutung von Rocknroll-Klischees hinauskommen wird:

Im Zentrum des Stückes „Kurt & Sid“ steht ein Treffen von Kurt Cobain kurz vor seinem Selbstmord mit einem anderen mythischen Toten des Rock’n’Roll, Sid Vicious. Beide werden sich in der Folge über ihren Hang zur Selbstzerstörung, die Leere des Ruhms und ihre Drogensucht – beide waren heroinabhängig – unterhalten.

Sid Vicious wird von Danny Dyer gespielt, der hierzulande vor allem als die Karikatur eines Londoner Schlägers in „Football Factory“ und DSF-„Dokumentationen“ über Hooliganismus bekannt wurde. Demnach ein ordentlicher Abstieg im Vergleich zum Film-Sid, den in den 80ern noch Gary Oldman unter der Regie von Alex Cox in „Sid & Nancy“ gab… Als Kurt Cobain ist Shaun Evans zu sehen.

P.S.: Liebe Theaternachrichten-Seite whatsonstage.com: Sid Vicious als den Frontmann der Sex Pistols zu bezeichnen ist nicht nur grob falsch, sondern zeigt auch das ganze Problem an der Sache: Vicious war spät eingestiegener Bassist und die Karikatur dessen, was man sich landläufig unter einem Punk vorstellt. Und hat damit wohl mehr kaputt gemacht als alle anderen Punkmusiker der ersten Generation zusammen.

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