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vonChristian Ihle 05.01.2010

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Das Jahresende bietet immer eine gute Gelegenheit, die Chartgüte der beiden Länger zu vergleichen. Erstaunlicherweise sind in Deutschland einige Gitarrenkünstler besser platziert als das noch vor wenigen Jahre denkbar gewesen wäre: Mando Diao, Gossip, Emiliana Torrini und Razorlight unter den zehn meistverkauften Songs des Jahres! Was die Nummer 1 angeht, sind sich beide Länder einig und weisen Lady Gaga mit „Pokerface“ aus – kein Wunder, war „Pokerface“ doch 13 Wochen auf Platz eins in Deutschland und somit die beständigste Nummer-1-Single seit fünf Jahren (2004 schaffte O-Zone mit „Dragostea Din Tei“ 14 Wochen)

Top 20 Singles UK:

01 Lady GaGa – Poker Face
02 Black Eyed Peas – I Gotta Feeling
03 Lady GaGa feat. Akon & Colby O’Donis – Just Dance
04 Cheryl Cole – Fight For This Love
05 Joe McEldery – The Climb
06 La Roux – In For The Kill
07 Black Eyed Peas – Boom Boom Pow
08 Rage Against The Machine – Killing In The Name Of
09 Alexandra Burke feat. Flo Rida – Bad Boys
10 Black Eyed Peas – Meet Me Halfway

11 Tinchy Stryder feat. N-Dubz – Number 1
12 David Guetta feat. Akon – Sexy Chick
13 Kings Of Leon – Use Somebody
14 Lily Allen – The Fear
15 Dizzee Rascal – Bonkers

16 JLS – Beat Again
17 Lady GaGa – Bad Romance
18 Kings Of Leon – Sex On Fire
19 James Morrison feat. Nelly Furtado – Broken Strings
20 David Guetta feat. Kelly Rowland – When Love Takes Over

Top 20 Singles Deutschland:

01 Lady Gaga ~ Poker Face
02 Emilliana Torrini ~ Jungle Drum
03 Milow ~ Ayo Technology
04 Cassandra Steen & Adel Tawil ~ Stadt
05 Mando Diao ~ Dance With Somebody
06 Razorlight ~ Wire To Wire
07 Silbermond ~ Irgendwas bleibt
08 Gossip ~ Heavy Cross

09 Black Eyed Peas ~ I Gotta Feeling
10 David Guetta & Kelly Rowland ~ When Love Takes Over

11 Marit Larsen ~ If A Song Could Get Me You
12 James Morrison Feat. Nelly Furtado ~ Broken Strings
13 Katy Perry ~ Hot ‘n‘ Cold
14 David Guetta Feat. Akon ~ Sexy Bitch
15 Polarkreis 18 ~ Allein Allein
16 Robbie Williams ~ Bodies
17 Peter Fox ~ Haus am See
18 Beyoncé ~ Halo
19 Daniel Schuhmacher ~ Anything But Love
20 Mark Medlock ~ Mamacita

und weitere „relevante“ Platzierungen in Deutschland:

22 The Killers ~ Human
26 Sportfreunde Stiller ~ Ein Kompliment
33 Linkin Park ~ New Divide
35 Lily Allen ~ Not Fair
43 Rammstein ~ Pussy
54 Jan Delay ~ Oh Jonny
58 Kings Of Leon ~ Use Somebody
59 Peter Fox ~ Schwarz zu Blau
61 La Roux ~ Bulletproof
66 The All-American Rejects ~ Gives You Hell
71 Kid Cudi Vs. Crookers ~ Day ‘n‘ Night
72 Green Day ~ 21 Guns
78 Pet Shop Boys ~ Love etc
79 Lily Allen ~ The Fear
86 Kings Of Leon ~ Sex On Fire
87 Coldplay ~ Viva la vida

Top 20 Alben UK:

1 I Dreamed a Dream – Susan Boyle * 1,576,982
2 The Fame – Lady Gaga * 1,332,805
3 Crazy Love – Michael Bublé * 1,153,066
4 Only by the Night – Kings of Leon 1,058,000
5 The End – Black Eyed Peas * 1,049,899
6 JLS – JLS * 943,860
7 I am Sasha Fierce – Beyoncé 806,000
8 It’s not Me, It’s You – Lily Allen 758,000
9 Sunny Side Up – Paolo Nutini * 752,377
10 Reality Killed the Video Star – Robbie Williams * 728,129

11 3 Words – Cheryl Cole * 608,127
12 The Essential – Michael Jackson 602,000
13 The Circus – Take That 553,000
14 Echo – Leona Lewis * 548,569
15 Invaders Must Die – The Prodigy 539,300
16 Up to Now – Snow Patrol * 538,931

17 Absolute Greatest – Queen * 524,276
18 Songs for You, Truths for Me – James Morrison 507,000
19 West Ryder Pauper Lunatic Asylum – Kasabian 493,000
20 Coming Home – Soldiers 483,000

21 Lungs – Florence & the Machine 476,000
25 The Resistance – Muse 424,000

Top 20 Alben Deutschland:

01 Peter Fox ~ Stadtaffe
02 Michael Jackson ~ King Of Pop
03 Silbermond ~ Nichts passiert
04 Lady Gaga ~ The Fame
05 Depeche Mode ~ Sounds Of The Universe
06 P!nk ~ Funhouse
07 Diverse Interpreten ~ Bravo Hits 66
08 Diverse Interpreten ~ Bravo Hits 65
09 Rammstein ~ Liebe ist für alle da
10 Adoro ~ Adoro

11 Green Day ~ 21st Century Breakdown
12 Amy MacDonald ~ This Is The Life
13 Herbert Grönemeyer ~ Was muss muss – Best Of
14 Diverse Interpreten ~ Bravo Hits 64
15 U2 ~ No Line On The Horizon
16 AC/DC ~ Black Ice
17 Sportfreunde Stiller ~ MTV Unplugged In New York
18 Soundtrack ~ Twilight
19 Milow ~ Milow
20 Mando Diao ~ Give Me Fire

und weitere „relevante“ Platzierungen in Deutschland:

21 Robbie Williams ~ Reality Killed The Video Star
27 Jan Delay ~ Wir Kinder vom Bahnhof Soul
37 Billy Talent ~ Billy Talent III
40 Razorlight ~ Slipway Fires
43 Kings Of Leon ~ Only By The Night
56 Die Toten Hosen ~ In aller Stille
57 Placebo ~ Battle For The Sun
61 Coldplay ~ Viva La Vida
69 Gossip ~ Music For Men
73 Duffy ~ Rockferry
74 The Prodigy ~ Invaders Must Die
75 Eminem ~ Relapse
79 Pet Shop Boys ~ Yes
87 Bob Dylan ~ Together Through Life
93 Muse ~ The Resistance
96 The Beatles ~ The Beatles Stereo Box
98 The Killers ~ Day & Age

Weltweite Alben-Verkäufe:

Weltweit konnte übrigens tatsächlich Susan Boyle die meisten Alben verkaufen (6 Millionen Einheiten):

1. Susan Boyle: I Dreamed A Dream 6.015.500
2. Lady Gaga: The Fame (Monster) 5.894.000
3. Black Eyed Peas: The E.N.D. 4.611.000
4. Taylor Swift: Fearless 4.235.500
5. Michael Jackson: Thriller 3.860.000
6. U2: No Line On The Horizon 3.609.500
7. Michael Jackson: Number Ones 3.539.000
8. Kings Of Leon: Only By The Night 3.525.500
9. Michael Bublé: Crazy Love 3.338.000
10.Beyoncé: I Am… Sasha Fierce 3.243.500

und weitere „relevante“ Platzierungen:

15. Eminem: Relapse (2,9 Mio)
16. Green Day: 21st Century Breakdown (2,6 Mio)
21. Jay-Z – Blueprint 3 (1,9 Mio)
23. Lily Allen – It’s Not Me, It’s You (1,7 Mio)
26. Muse – The Resistance (1,6 Mio)
31. Coldplay – Viva La Vida (1,5 Mio)
32. Robbie Williams – Reality Killed The Video Star (1,5 Mio)
39. The Beatles – Abbey Road (1,3 Mio)

insgesamt befinden sich acht Michael-Jackson-Alben in den weltweiten Top 40…

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https://blogs.taz.de/popblog/2010/01/05/verkaufscharts_england_vs_deutschland-2/

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kommentare

  • Okay, „relevant“ verstanden. Ich muss aber sagen, dass es nicht unbedingt so erstaunlich ist. Torrini ist, auch wenn sie schon seit Mitte der Neunziger Alben veröffentlicht, zumindest in Deutschland ein One-Hit-Wonder. Auch ist die Platzierung in den Single-Jahrescharts vielleicht eine tolle Angeb-Auszeichnung, aber musikalische, weitreichendere Relevanz haben die ja nicht, wenn man sieht, wie gering die Verkaufszahlen sind.
    Was im Endeffekt mehr zählt sind die Albenverkäufe, und da bin ich erstaunt, wie „weit unten“ doch einige von mir höher eingeschätzte Bands platziert sind. Gut, Rammstein hat das Album erst zum Ende des Jahres hin herausgebracht, aber da dachte ich ehrlich, die Marketing-Masche mit dem Pussy-Video und der „Zensur“ des Albums würde die Zahlen weit nach oben katapultieren. Und auch für Razorlight und Mando Diao, die beide eine starke erfolgreiche erste Singles von ihrem jeweiligen Album veröffentlicht hatten und in den Airplay-Charts hoch oben stehen dürften und auch jedes Festival mitgenommen haben, sind die Plätze 40 respektive 20 doch etwas ernüchternd. Vor allem, wenn die Bravo-Hits-CDs weiter vorne platziert sind, diese Ansammlung von Mainstream-Pop und jedweder denkbaren Musikrichtung, die man hören kann, aber nicht muss, weil es genau das ist, was auch die Mainstream-Musiksender/Radiostation hoch und runter gespielt haben… nunja. Zum Glück definieren und finanzieren sich ein Großteil der Bands, die ich höre, nicht über Albenverkäufe sondern über Live-Events, bei denen sie unschlagbar sind und auch in der entsprechenden Hitliste, sollte es eine geben, viel weiter oben stehen.

  • „Relevant“ war ganz ganz weit gefasst so definiert, dass die Leser des Popblog gerade an jenen Künstlern Interesse haben könnten ohne die ganze Liste reinzustellen.

    Ja, das mit Torrini dachte ich mir auch, aber es ist noch der beste Schubladenbegriff gewesen, der mir einfiel. „Indie“musik wärs ja auch nicht gewesen. Es meint im Endeffekt: erstaunlich viele Künstler, die die Charts früher nicht von unten gesehen hätten, waren auf einmal in den Top 10.

  • Hammer, wie dumm die Leute auf der einen Seite sind, und sich durch den Michael Jackson Hype so beeinflussen lassen, dass sie seine Musik millionenfach kaufen ohne auch vorher nur einen einzigen Song gemocht zuhaben, und wie dreist die Medienlandschaft auf der anderen Seite ist und glaubt, „Anteilnahme“ würde ihnen abgekauft werden!

  • Musik ist subjektiv und Geschmackssache, aber Emilliana Torrini als „Gitarrenmusik“ (zumindest die Single) zu bezeichnen und Polarkreis 18 mit ihrer Nerv-Hymne hervorzuheben, mutig.
    Das Robbie Williams in weniger als 2 Monaten doch so gute Verkaufserfolge erzielen konnte finde ich auch erstaunlich.
    Weniger erfreulich hingegen finde ich diese Susan Boyle, die das Casting-Fremdschamgefühl mit ihrer durchschnittlichen Stimme ausnutzen konnte und nun Identifikationsfigur zu sein scheint.
    Und wieso Leute nach dem Tod eines Künstlers seine Platten millionenfach kaufen müssen, die vorher noch nie mit der Musik in Berührung gewesen sind… unverständlich, aber ein gutes Beispiel dafür, wie man aus dem Tod noch Profit herausschlagen kann, Michael Jackson war ja immerhin seit Thriller nicht mehr so erfolgreich.

    Aber zum Abschluss: Wie definiert die taz „relevante“ Platzierungen?

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