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vonChristian Ihle 20.05.2010

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Als sie zwölf Jahre alt war, sang Robyn den Titelsong für eine schwedische Kindersportsendung. Der Songtitel: „Du kannst immer Nummer eins sein.“ Nummer eins will Robyn auch heute noch sein. Sonst hätte die Stockholmerin ganz bestimmt nicht die Studioaufnahmen zu einem ihrer drei geplanten Alben für 2010 unterbrochen, um im Berliner Berghain aufzutreten. Als bekanntester Act des Abends ist sie definitiv Nummer eins der Spex Live Night – und dessen ist sie sich durchaus bewusst. „Ihr könnt euch geehrt fühlen, dass wir heute hier sind“, leitete Robyn mit bescheidenen Worten ihren Auftritt ein.

Es ist unmöglich, diese Frau nicht mit anderen Popladys zu vergleichen. Die Haartolle von Roxette-Blondine Marie Fredriksson, die Haarfarbe von Agyness Deyn, den Style von Rihanna, die Power von Pink, die Popstimme von Madonna, die perfekt einstudierten Moves von Lady Gaga. Das mag billig klingen. Aber zu einfach wäre die Behauptung, Robyn hätte mit ihrer Musik und ihrer Bühnenshow etwas Eigenes, Innovatives, Neues in die Welt gebracht. Damit sollte man sich abfinden, bevor man ihr begegnet.

Hat man das getan, darf ordentlich getanzt werden. Genügend Hitpotential ist vorhanden, gefragt sind dabei folgende Tanzstile: Aerobic Workout, Discofox und Techno. Jetzt bräuchten wir nur noch Robyns großartiges 80er-Jahre-Sweatshirtkleid mit Gucklöchern. Und ihre Bühnenpräsenz in Kombination mit einer an Leistungssport grenzenden Freude am Tanzen.

Am 18. Juni erscheint Robyns neues Album „Bodytalk Pt. 1“ mit Gastauftritten von Snoop Dogg und Röyksopp. Der zweite und dritte Teil der Album-Trilogie sollen ebenfalls noch in diesem Jahr folgen. (Silvia Weber)

(Fotos Robyn @ Berghain: © 2010 Roland Owsnitzki / Spex)

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