vonChristian Ihle 23.01.2017

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Die Kollegen vom Musikexpress haben im Archiv gewühlt und ein schönes Fundstück zu Tage gefördert: ein (akustisches) „Blind Date“ mit Dieter Bohlen von 1988. Was man Bohlen lassen muss: meinungsstark war er damals schon und es ist durchaus nicht uninteressant zu lesen, wie Bohlen Songs analysiert und allein auf das Hitpotential hin richtet.

Über Motörhead:

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„Mach aus! Absolut dilletantlisch, da stimmt groovetechnisch überhaupt nichts. Ist das wieder eine deutsche Sache? Motörhead? Das sind doch eh totale Dilettanten. Das muß bei der Art Musik vielleicht so sein, aber rein theoretisch stimmen Groove, Schlagzeug und was die spielen überhaupt nicht zusammen. Das hakt und klemmt, als wenn da Besoffene wirken. Total grausam. Da ist nichts im Timing. Der Sänger ist einen halben Takt vor dem Schlagzeug, das ganze Schlagzeug in sich stimmt nicht.“

Über Drafi Deutscher bzw. dessen damaliges Projekt Mixed Emotions:

„Da kannst du gleich vorspulen. Da Drafi seine eigenen Nummern Scheiße findet und er auch keinen Hehl daraus macht, dass er das nur wegen der Kohle macht, kann ich ihm da nur rechtgeben. Er hat mir selbst gesagt, dass Mixed Emotions das Peinlichste ist, was ihm je untergekommen ist.“

Über die Falco & Brigitte Nielsen Kollaboration „Body Next To Body“:

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„Die Cassette läuft mindestens 3 Beats per Minute zu schnell. Ja, Brigitte Nielsen und Falco mit einem Moroder-Titel. Absolute Scheiße. Ich hatte das Demo schon gehört – Scheiß-Komposition. Ich würde mich nie trauen, so eine Schweine-Nummer zu veröffentlichen. Nicht einmal mittelmäßig! Die Nielsen singt obendrein noch falsch, die absolute Grausamkeit!“

Auch der Rest über die Toten Hosen, Rainbirds und Rick Astley ist lesenswert und offenbart die doch selbst bei Bohlen etwas überraschende Erkenntnis, dass er von The Band noch nie gehört hatte:

(mehr hier beim Musikexpress zu finden)

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