vonChristian Ihle 06.12.2017

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Nachdem uns die frohe Kunde erreichte, dass Die Nerven bereits an ihrer vierten regulären Langspielplatte arbeiten, aber der Satz „Kevin Kuhn hat viel zu tun“ nicht von ungefähr kommt, lohnt ein kurzer Blick auf die letzten Werke der drei Nerven Max, Julian & Kevin.
Max Rieger hat bereits vor gut einem Jahr auf Staatsakt seine Soloplatte unter dem Namen All Diese Gewalt veröffentlicht und Anfang 2017 mit einem „Addendum“ aus unveröffentlichten Stücken nachgelegt.

Nebenbei wird Max Rieger auch der Produzent für die Bands seiner Generation, was er vor allem im letzten Jahr mit der phänomenalen Friends Of Gas – Platte „Fatal Schwach“ unter Beweis stellte. Ein ziemlicher Gegensatz zu den harschen Friends Of Gas – Tönen ist allerdings seine neueste Produzententätigkeit: Rieger saß auf dem Produzentenstuhl bei der Debüt-EP der Zwei-Personen-Supergroup Die Mausis, die aus Stella Sommer von Die Heiterkeit und Max Gruber aka Drangsal besteht:

Doch auch die beiden Nerven-Kollegen sind nicht untätig und vor allem Kevin Kuhns xtes Nebenprojekt Wolf Mountains verdient große Aufmerksamkeit: deren abgeklärt-trockenes, Garagen-Rock via 90ies – Album „Superheavy“ ist ein Vergnügen vom ersten bis zum letzten Song. Ich kann auch nicht umhin, ab und an Billy Corgan & Smashing Pumpkins zu ihrer Hochzeit herauszuhören. Eine überraschende Kombination, aber gut.

Julian Knoth wiederum hat unter seinem Künstlernamen Peter Muffin die aus sechs Songs bestehende EP „Ich und meine 1000 Freunde“ veröffentlicht, die von allen Nebenprojekten am meisten nach den Nerven klingt. Alle Instrumente wurden von Knoth alleine eingespielt, produziert hat die Peter-Muffin-EP erneut Nerven-Buddy Max Rieger:

A propos Die Nerven selbst: in diesem Sommer erschien zudem das Doppel-Album „Live in Europa“, dem es gelingt, die Energie der Nerven-Auftritte einzufangen und so ein Gefühl gibt, wie Die Nerven live ihre Songs nach und nach aufbauen und Schicht auf Schicht legen, bis am Ende ein groovendes Monster, eine Lärmwand auf der Bühne steht. Songs wie „Der letzte Tanzende“ und „Nie wieder scheitern“ spielen meisterhaft mit einer Laut/Leise-Dynamik und werden in ihren Live-Versionen sieben, acht Minuten lang:

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https://blogs.taz.de/popblog/2017/12/06/what-die-nerven-did-next/

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