vonChristian Ihle 10.07.2018

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Anton Newcombe mit seinem Bandprojekt Brian Jonestown Massacre die Referenz für Psychedelic Rock, bewundert wie gefürchtet für seine Alleingänge und idiosynkratische Weltsicht: Anton Newcombe ist der wunderliche Großonkel der Psychrock-Familie. Die einen produziert er (Blue Angel Lounge), mit anderen singt er (The Liminanas), für alle weiteren ist er Einfluss und Inspiration seit den Großwerken in den 90ern wie „Take It From The Man“.

Seine Veröffentlichungspolitik nimmt zuweilen erratische Züge an. So ist es nicht ungewöhnlich, ein Jahr vor eigentlichem Albumrelease eine BJM-Platte – von Newcombe selbst hochgeladen – auf youtube zu finden. Auch ließ Newcombe in den letzten Jahren den Psych-Rock-Blueprint immer öfter links liegen und veröffentlichte Experimente, noisige Soundcollagen (Let’s Go Fucking Mental) oder atmosphärische Moodpieces für einen ausgedachten Film (Musique de Film Imaginé). Umso überraschender ist deshalb das neueste Brian Jonestown Massacre – Album „Something Else“, das eine Rückkehr zu den Wurzeln signalisiert und so rauh, dirty und prime anton klingt wie seit gefühlten Ewigkeiten keine BJM-Platte mehr. Das Songwriting ist durchgehend bestechend gut und die Gitarren verlieren sich nicht im psychedelischen Nirvana, sondern tragen die Songs, als wären sie direkt aus den goldenen 60er Jahren entliehen, und machen „Something Else“ so zum besten BJM-Album seit Jahren.

Live Dates
07.08 @ Knust, Hamburg
11.08 @ Heimathafen, Berlin
12.08 @ Luxor, Köln
14,08 @ Bastchkapp, Frankfurt
26.09 @ Mascotte, Zurich
29.09 @ Arena, Vienna
01.10 @ Beatpool, Dresden
08.10 @ Musikzentrum, Hannover

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/popblog/2018/07/10/brian-jonestown-massacre-something-else/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.