vonChristian Ihle 20.09.2018

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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* Goat Girl: ähnliches Erlebnis wie auf Platte – zwischen hervorragenden Momenten („The Man“) und etwas drögeren Songs schwankend. Insgesamt aber einfach besser, wenn die Songs mehr nach vorne gehen und laut Gun Club sagen. Wie im letzten Song und Debütsingle „Country Sleaze“ – immer noch ein sehr starkes Stück. Die Band ist übrigens halb so alt wie ich dachte. Unglaublich, wo Sängerin Clottie Cream diese Stimme herholt.

* LAFOTE: klarer Höhepunkt. Beginnnen mit „Der Riss geht auch durch dich hindurch“, das Tocotronic Mk2 besser channelt als irgendeine andere Band der letzten 10 Jahre. Dann Blumfeld-Gitarren der frühen 90er und als Zugabe „Wahr ist was wahr ist“ der Sterne. Mentale Notiz: wieder viel mehr Sterne hören.
* Jungle: machen diesen Prince beeinflussten White Boy Discofunk einfach sehr gut.
* DIVES: haben irgendwo diesen Liliput-Touch seit der Debüt-EP verloren und sind nun mehr Dum Dum Girls mit Hall(hallhallhall). Letzter Song (Heart Of Stone?) aber bockstark.
* FRUM: endlich die Färöer-Inseln auf der Bandweltkarte freirubbeln. Nicht unspannende Mischung aus schleppendem Electro und Songwriter-Ansatz, Richtung Aurora. Ziemlich brillante Videoclips übrigens: https://www.youtube.com/watch?v=3p7UhL32ON4
* TENTS: hatten mit ihrem Sound zu kämpfen, stilistisch für mich etwas zu breit um so richtig greifbar zu werden. Trotzdem: „Sabbatical“ ist „Rock The Cashbah“ (was natürlich positiv gemeint ist) und „Dusk“ ein Post-Punk-Hit.
* BLOND: Mehr Charisma als Songs bei den Kraftklub-Schwestern. Aber immerhin eben das.
* Laura Carbone: kann immer noch nicht glauben, dass Laura Carbone aus Mannheim kommt und nicht aus den Weiten Amerikas. Live so viel wuchtiger als auf Platte. Schwere Gitarren, die den Songs eine angemessene Düsternis verleihen.
* Joel Culpepper: reduzierter R&B, der von den Richtigen gelernt hat. D’Angelo meets Prince. Feingliedrigerer Rag & Bone Man.
* DENA & Bayuk zu kurz gesehen, um mich überzeugen zu können.


Da geht’s lang zum berüchtigten Field o‘ Farts auf dem Reeperbahnfestival

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